14.11.2025
Wie können Städte und Gemeinden besser auf gesundheitliche Folgen des Klimawandels reagieren? Das wollen die BARMER, das Wuppertal Institut sowie die Städte Hennef, Wiesbaden und Wuppertal im Rahmen des Projekts „URBAN SusHealth – Klimaresiliente Gesundheitsförderung und Prävention im urbanen Raum“ herausfinden. Ein erster Einblick in den Stand der Forschung ist jetzt in einem Explorationsbericht gebündelt.
„Der Klimawandel bringt neben negativen Umweltveränderungen auch erhebliche gesundheitliche Belastungen mit sich. Effektiver Klimaschutz und Anpassung sind daher zentrale Bausteine für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung“, sagt Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER. Auf kommunaler Ebene könnten klimaschützende Maßnahmen in Verbindung mit Prävention und Gesundheitsförderung einen wichtigen Beitrag leisten, um die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels abzumildern. Das Projekt „URBAN SusHealth“ suche nach entsprechenden Lösungen.
Bessere Lebensbedingungen und Chancengleichheit im Fokus
Mit dem über drei Jahre dauernden Projekt „URBAN SusHealth“ sollen unter anderem bessere Lebensbedingungen unter besonderer Berücksichtigung gesundheitlicher Chancengleichheit geschaffen werden. Dafür haben die beteiligten Wissenschaftler*innen bestehende Konzepte, Maßnahmen und potenzielle Vorgehensweisen im Rahmen eines Explorationsberichts aufbereitet, welcher als Orientierungshilfe dienen soll. Im Verlauf des Projekts beraten die Forschenden die teilnehmenden Kommunen und begleiten die partizipative Entwicklung und Erprobung von Maßnahmen wissenschaftlich.
Gartenbau, „Zu Fuß zur Schule“ und viele weitere Anstöße
„Wir vereinen in URBAN SusHealth wissenschaftliche Expertise und kommunale Handlungspraxis, um Strategien für eine klimaresiliente und sozial gerechte Gesundheitsförderung zu entwickeln. Dabei stehen besonders die Teilhabe, die zielgruppengerechte Kommunikation sowie die Verbindung von Prävention, Klima- und Umweltschutz und gesundheitliche Chancengleichheit im Zentrum. Dafür entwickeln wir entsprechende Maßnahmen“, betont Dr. Carolin Baedeker. Sie ist stellvertretende Leiterin der Abteilung Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren am Wuppertal Institut und zuständige Projektleiterin von „URBAN SusHealth“. Beispiele dafür sind unter anderem gemeinschaftlicher Gartenbau in der Stadt, der klimafreundliche und gesunde Ernährung fördern und zugleich Bewegung und Wohlbefinden stärken soll. Ebenso sollen „Zu Fuß zur Schule“-Angebote auf sicheren Schulwegen dazu beitragen, CO2-Emissionen zu verringern und die körperliche Aktivität und somit die Gesundheit der Kinder zu verbessern. Langfristig sollen übergreifende Handlungsempfehlungen entstehen, die die Lebensbedingungen in Städten gesundheitsgerechter gestalten.
Weitere Informationen
Der Leuchtturm Climate&Health.NRW beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit und wie diese adressiert werden können.
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