
Im Bereich der Spitzenmedizin gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten auf europäischer, nationaler, landesweiter, regionaler und kommunaler Ebene. Je nach Projektphase, Zielgruppe und Innovationsgrad kommen unterschiedliche Programme in Betracht – von der Grundlagenforschung über Validierung, Translation und klinische Entwicklung bis hin zu Ausgründung, Markteintritt, Internationalisierung und Skalierung.
Diese Seite gibt einen kompakten Überblick über zentrale Fördergeber, Programmlinien, Beratungsangebote und Recherchewege. Sie soll eine erste Orientierung bieten und dabei helfen, passende Fördermöglichkeiten für Vorhaben in Medizin, Medizintechnik, Biotechnologie, digitaler Gesundheit, klinischer Forschung und angrenzenden Innovationsfeldern zu identifizieren.
Aktuelle Förderbekanntmachungen mit besonderer Relevanz für die innovative Medizin finden Sie im Bereich „Aktuelle Förderaufrufe“.
Fördernde Institutionen
Fördermöglichkeiten unterscheiden sich nicht nur nach Fördergeber, sondern auch nach Zielsetzung, Projektphase und Adressatengruppe. Für Vorhaben in der Spitzenmedizin sind insbesondere folgende Förderlogiken relevant:
- Wissenschaftliche Förderung unterstützt Grundlagenforschung, Verbundforschung, Nachwuchsgruppen, Forschungsinfrastrukturen oder klinisch-wissenschaftliche Vorhaben.
- Validierungs- und Transferförderung unterstützt die Prüfung, Weiterentwicklung und Verwertung von Forschungsergebnissen mit Anwendungspotenzial.
- Innovations- und Unternehmensförderung unterstützt Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Unternehmen, häufig in Kooperation mit wissenschaftlichen Partnern.
- Gründungsförderung unterstützt Ausgründungen, Start-ups und Teams in frühen Phasen.
- Klinische Forschungs- und Versorgungsforschung unterstützt Studien, neue Versorgungsformen, Leitlinienentwicklung oder gesundheitsbezogene Evaluationsprojekte.
- Struktur- und Regionalförderung unterstützt Innovationsökosysteme, Infrastruktur, Netzwerke und regionale Transformationsprozesse.
- Private Förderung und Venture Capital können ergänzend relevant sein, etwa für Stiftungsprojekte, Start-ups oder skalierungsorientierte Unternehmen.
Fördernde Institutionen sind unter anderem Kommunen und Wirtschaftsförderungen, Landesministerien, Bundesministerien, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Europäische Union, Stiftungen, Verbände, öffentliche Förderbanken sowie private Kapitalgeber.
Förderung gesucht?
Die Geschäftsstelle von Medizin.NRW unterstützt Akteure aus Wissenschaft, Klinik, Wirtschaft und Transfer dabei, passende Fördermöglichkeiten im Bereich der innovativen Medizin zu identifizieren. Dies umfasst insbesondere:
- eine erste Einordnung geeigneter Förderprogramme,
- Hinweise auf aktuelle Ausschreibungen,
- Orientierung zu nationalen, europäischen und NRW-spezifischen Förderwegen,
- Hinweise auf zuständige Projektträger, Nationale Kontaktstellen und Beratungsangebote,
- Unterstützung bei der Vernetzung mit potenziellen Kooperationspartnern,
- Hinweise auf Veranstaltungen und Informationsangebote zu Förderthemen.
Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie für ein konkretes Vorhaben eine erste Orientierung zu möglichen Förderwegen suchen.
Wir geben Ihnen einen Überblick zu Förderung und Beratung…
Horizont Europa ist das zentrale Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union für den Zeitraum 2021 bis 2027. Das Programm fördert exzellente Wissenschaft, internationale Verbundforschung, industrielle Wettbewerbsfähigkeit, Innovation, Transfer und die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Für Akteure aus Medizin, Life Sciences, Medizintechnik, digitaler Gesundheit und klinischer Forschung sind insbesondere der Cluster „Gesundheit“, die Instrumente des Europäischen Innovationsrats, europäische Partnerschaften sowie ergänzende Programme wie IHI und EU4Health relevant.
Horizont Europa ist in drei Säulen gegliedert:
- Wissenschaftsexzellenz
- Globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas
- Innovatives Europa
Flankiert werden die drei Säulen durch den Bereich „Ausweitung der Beteiligung und Stärkung des Europäischen Forschungsraumes„.
Eine Übersicht in deutscher Sprache über Horizont Europa finden Sie auf der Website www.horizont-europa.de des BMFTR.
Wissenschaftsexzellenz
Im Rahmen der Wissenschaftsexzellenz werden insbesondere herausragende Wissenschaftler:innen und ihre Teams gefördert. Hier sind insbesondere drei Programme zu nennen:
Für Akteur:innen aus der Spitzenedizin ist diese Säule insbesondere relevant, wenn exzellente Grundlagenforschung, wissenschaftliche Karriereentwicklung, internationale Mobilität oder der Zugang zu Forschungsinfrastrukturen im Vordergrund stehen. Die Förderung ist in der Regel wissenschaftsgetrieben und weniger unmittelbar auf Produktentwicklung oder Markteintritt ausgerichtet.
Globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit
In diese Säule fallen sieben thematische Cluster, die sich auf verschiedene Bereiche der Innovation erstrecken. Für die innovative Medizin ist insbesondere das Cluster Gesundheit relevant. Er adressiert Forschungs- und Innovationsbedarfe entlang zentraler Herausforderungen für Gesundheitssysteme, Prävention, Diagnostik, Therapie, Versorgung, Digitalisierung und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Gesundheitswirtschaft.
Typische Themenfelder sind unter anderem:
- Gesundheit über den gesamten Lebensverlauf,
- Umwelt- und Sozialfaktoren von Gesundheit,
- nicht-übertragbare und seltene Erkrankungen,
- Infektionskrankheiten und globale Gesundheitsbedrohungen,
- Instrumente, Technologien und digitale Lösungen für Gesundheit und Versorgung,
- Gesundheitssysteme und innovative, patientenorientierte Versorgung.
Die aktuellen Ausschreibungen zu den Clustern findet man in den Arbeitsprogrammen, die jeweils für zwei Jahre gelten. Informationen über das aktuelle Arbeitsprogramm sowie das Erscheinungsdatum und ggf. Inhalte zukünftiger Programme sind bei der
Nationalen Kontaktstelle Gesundheit erhältlich, die darüber hinaus Unterstützung und Beratung zu allen Maßnahmen zum Thema Gesundheit in Horizont Europa anbietet.
Innovatives Europa
Die Säule „Innovatives Europa“ unterstützt besonders risikoreiche und wachstumsorientierte Innovationsvorhaben. Für Akteure aus Medizin, Life Sciences, Medizintechnik und digitaler Gesundheit sind insbesondere die Instrumente des Europäischen Innovationsrats relevant:
- Dem Europäischen Innovationsrat (European Innovation Council – EIC)
- Dem Europäischen Innovations- und Technologieinstitut (EIT)
- Den Europäischen Innovationsökosystemen
Durch das EIC werden insbesondere frühe Phasen der technologischen Innovation und Translation gefördert. Konkrete Instrumente sind hier
- der EIC Pathfinder für die frühste Phase der anwendungsorientierten Forschung zu bahnbrechenden Technologien,
- der EIC Transition als Anschlussinstrument zum Pathfinder oder auch zu ERC Proof-of-Concepts Förderungen, zur Weiterentwicklung der Technologie und Geschäftsidee, und
- der EIC Accelerator schließt die Lücke in der späten Phase der Translation und Innovationsförderung.
Darüber hinaus werden auch EIC Preise für die Entwicklung neuer bahnbrechender Innovationen für globale Herausforderungen vergeben. Zu den Instrumenten des EIC beraten die NKS EIC Pathfinder und NKS EIC Accelerator.
Weitere Instrumente aus der dritten Säule finden sich z. B. unter EUREKA und auf der Seite des EU-Büros des BMBF.
Ausweitung der Beteiligung und Stärkung des Europäischen Forschungsraumes
In diesen Bereich fallen insbesondere Maßnahmen zur Stärkung von struktur- und innovationsschwachen Regionen im europäischen Forschungsraum, darunter fallen z. B. Widening-Maßnahmen.
Beratungsangebote
Zu den verschiedenen Inhalten von Horizont Europe beraten:
EU4Health ist das Gesundheitsprogramm der Europäischen Union. Es unterstützt Vorhaben, die zur Stärkung der Gesundheitssysteme, zur Krisenresilienz, zur Prävention, zur Bekämpfung grenzüberschreitender Gesundheitsgefahren, zur Digitalisierung und zu einer besseren Gesundheitsversorgung beitragen.
Das Programm ist insbesondere relevant für
- Behörden,
- Gesundheitseinrichtungen,
- Forschungseinrichtungen,
- Fachgesellschaften,
- Nichtregierungsorganisationen und
- weitere Akteur:innen im Gesundheitsbereich.
Die Förderung erfolgt je nach Arbeitsprogramm über Ausschreibungen, direkte Finanzhilfen, gemeinsame Maßnahmen oder öffentliche Aufträge.
Für Akteur:innen aus Nordrhein-Westfalen kann EU4Health besonders interessant sein, wenn Vorhaben einen klaren europäischen Mehrwert haben, Gesundheitssysteme stärken, Versorgungsstrukturen verbessern oder Prävention, Digitalisierung und Resilienz adressieren.
Ausschreibungen
Die Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen des Programms EU4Health werden von der Exekutivagentur für Gesundheit und Digitales (HaDEA) veröffentlicht.
Dort finden Sie auch aktuelle Ausschreibungen von EU4Health.
EUREKA ist eine europäische Initiative für marktnahe Forschung und Entwicklung. Der Fokus von EUREKA liegt auf der Unterstützung und Begleitung von Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen bei der Umsetzung grenzüberschreitender und marktorientierter Forschungskooperationen zu innovativen Themen. Grundsätzlich gilt. dass an EUREKA-Projekten mindestens zwei Teilnehmer:innen aus EUREKA-Mitgliedsstaaten beteiligt sein müssen, die wirtschaftlich voneinander unabhängig sind.
Förderung im Rahmen von EUREKA kann in drei verschiedenen Arten von Projekten erfolgen:
- Netzwerkprojekten
- Clustern
- EUROSTARS
Netzwerkprojekte zielen auf die Entwicklung einer klar definierten Technologie ab, die zu einem neuen Produkt, Prozess oder einer neuen Dienstleistung führt. Anträge für Netzwerkprojekte können jederzeit bei den nationalen EUREKA-Büros eingereicht werden. Zusätzlich gibt es verschiedene Ausschreibungen, die in Kooperation mit Fördergebern der beteiligten Länder veröffentlicht werden.
EUREKA-Cluster sind strategische, langfristig angelegte, industriegetriebene Initiativen mit einem thematischen Fokus, die darauf abzielen gemeinsame Forschungsprojekte innerhalb des jeweiligen thematischen Fokus durchzuführen. Aktuell gibt es keine EUREKA-Cluster mit Bezug zur innovativen Medizin.
Eurostars ist ein gemeinsames Förderprogramm von einigen EUREKA-Mitgliedsstaaten und der Europäischen Kommission. Primäre Zielgruppe von Eurostars sind forschungstreibende kleine und mittelständische Unternehmen (KMU).
EUREKA
Weitere Informationen zu EUREKA finden Sie hier.
Eurostars
Weitere Informationen sowie die jeweils nächsten Deadlines (zwei pro Jahr) zu Eurostars finden Sie bei unseren aktuellen Förderaufrufen.
Umfassende Informationen zu Eurostars finden sie hier.
COST (European Cooperation in Science and Technology) ist eine Finanzierungsorganisation für europaweite Forschungs- und Innovationsnetze.
COST finanziert interdisziplinäre Forschungsnetze, so genannte COST-Aktionen. Diese Aktionen bringen Forscher:innen, Innovator:innen und andere Expert:innen, einschließlich Spezialist:innen aus der Industrie, aus Europa und darüber hinaus zusammen, um über einen Zeitraum von vier Jahren gemeinsam an Forschungsthemen zu arbeiten. Die Mittel, die eine COST-Aktion erhält, decken eher die Kosten für Vernetzungsaktivitäten als für die Forschung und werden daher für die
- Organisation von Tagungen,
- Ausbildungsschulen,
- kurzfristigen wissenschaftlichen Missionen und
- anderen Vernetzungsaktivitäten verwendet.
COST eignet sich vor allem zur wissenschaftlichen und strategischen Vernetzung, etwa über Arbeitsgruppen, Workshops, Trainings, Short-Term Scientific Missions und Konferenzen. Die eigentliche Forschungsarbeit wird in der Regel nicht direkt über COST finanziert. Für Akteur:innen aus der Spitzenmedizin kann COST dennoch wertvoll sein, um internationale Communities aufzubauen, Themenfelder vorzubereiten und spätere Verbundprojekte anzubahnen.
COST
Weitere Informationen zu COST finden Sie hier.
Interreg Nordwesteuropa (NWE) ist ein von der Europäischen Kommission finanziertes Programm für europäische territoriale Zusammenarbeit mit dem Ziel, den nordwesteuropäischen Raum zu einem wichtigen wirtschaftlichen Akteur und zu einem attraktiven Arbeits- und Lebensraum mit einem hohen Maß an Innovation, Nachhaltigkeit und Zusammenhalt zu machen.
Das EU-Programm Interreg North-West Europe (NWE) fördert grenzüberschreitende Kooperationen zwischen mindestens drei Partnerorganisationen aus den Teilnehmerländern. Ziel ist es, Innovation, Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft sowie soziale Inklusion voranzutreiben. Die Förderquote liegt bei bis zu 60 % der Projektkosten.
Die fünf Prioritäten im Überblick:
- Klima & Umwelt
Förderung von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel, Schutz und Wiederherstellung ökologischer Infrastrukturen sowie Reduktion von Umweltverschmutzung. - Energiewende
Steigerung der Energieeffizienz und Ausbau erneuerbarer Energien. - Kreislaufwirtschaft
Unterstützung des Übergangs zu ressourcenschonenden und zirkulären Wirtschaftssystemen. - Innovation & Resilienz
Ausbau von Forschung, Technologieentwicklung und Innovationsfähigkeit – auch digital – zur Stärkung regionaler Widerstandskraft. - Inklusive Gesellschaft
Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung, Gesundheitsversorgung sowie Förderung sozialer und kultureller Teilhabe.
Für die Spitzenmedizin kann Interreg insbesondere dann relevant sein, wenn Gesundheitsinnovationen mit regionaler Entwicklung, Versorgung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Fachkräfteentwicklung, Resilienz oder grenzüberschreitender Zusammenarbeit verbunden werden. Entscheidend ist dabei, dass das Vorhaben einen klaren transnationalen Mehrwert für den Programmraum aufweist.
Die Initiative Innovative Gesundheit (IHI) ist eine europäische öffentlich-private Partnerschaft im Gesundheitsbereich. Sie bringt die Europäische Union, Industrieverbände und weitere Akteure zusammen, um große, sektorübergreifende Herausforderungen in Gesundheit, Medizin, Life Sciences und Versorgung zu adressieren.Die Ziele der IHI sind:
- Gesundheitsforschung und -innovation zu einem echten Nutzen für Patientinnen und Gesellschaft zu machen;
- sichere und wirksame Gesundheitsinnovationen zu entwickeln, die das gesamte Spektrum der Versorgung abdecken;
- die europäische Gesundheitsbranche weltweit wettbewerbsfähig zu machen.
Inhaltlich fokussieren sich die Projekte der IHI auf folgende Akvitäten:
- Entdeckung, Entwicklung und Erprobung neuer Moleküle, Wirkmechanismen, Verfahren und Technologien;
- Entwicklung von Methoden zur Bewertung der Sicherheit, der gesundheitlichen Auswirkungen oder zur gesundheitsökonomischen Bewertung;
- Tätigkeiten im Vorfeld der Normung;
- Beiträge zur Regulierungswissenschaft;
- Pilotprojekte / Machbarkeitsnachweise, einschließlich In-silico-Versuche (d. h. virtuelle Versuche).
Die IHI ist besonders relevant für größere, konsortiale Vorhaben mit klarer europäischer Dimension. Typische Themen sind unter anderem:
- Prävention, Diagnostik und Therapie von Erkrankungen,
- digitale Gesundheit und Gesundheitsdaten,
- patientenorientierte Versorgung,
- Translation und Implementierung neuer Technologien,
- sektorenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Klinik, Industrie und weiteren Akteuren.
Für einzelne kleine Projekte oder frühe Vorarbeiten ist IHI in der Regel weniger geeignet. Die Ausschreibungen setzen meist leistungsfähige internationale Konsortien und eine starke Einbindung relevanter Stakeholder voraus.
Förderberechtigte
Jede Organisation mit Sitz in der EU oder einem mit Horizont Europa assoziierten Land kann eine IHI-Förderung erhalten. In der Praxis unterstützt die IHI-Finanzierung in erster Linie die Teilnahme von Organisationen wie
- Universitäten,
- Forschungseinrichtungen,
- Patientenorganisationen,
- kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
Je nach Art der Ausschreibung können auch größere Unternehmen für eine IHI-Förderung in Frage kommen.
Mindestens 45 % des Projektbudgets müssen aus Beiträgen von Industriepartnern / beitragenden Partnern stammen (in Ausnahmefällen kann ein geringerer Prozentsatz zugelassen werden).
Innovative Health initiative
Weitere Informationen zur IHI finden Sie hier.
Aktuelle Ausschreibungen der IHI finden Sie bei unseren aktuellen Fördermöglichkeiten oder auf der Webseite der IHI.
Außerdem können Entwürfe für künftige Ausschreibungen bereits hier eingesehen werden.
Die Förderberatung des Bundes ist eine zentrale Informations- und Beratungsangebote, die dabei hilft sich in der vielfältigen Förderlandschaft zurecht zu finden. Dort findet sich unter anderem auch die Lotsenstelle für KMU.
HighTech Agenda Deutschland
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert Forschung und Innovation entlang zentraler Zukunftstechnologien und gesellschaftlicher Herausforderungen. Mit der Hightech Agenda Deutschland setzt die Bundesregierung einen aktuellen strategischen Rahmen für Forschung, Technologieentwicklung und Innovation. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Schlüsseltechnologien wie
- Künstliche Intelligenz,
- Quantentechnologien,
- Mikroelektronik,
- Biotechnologie,
- klimaneutrale Energie- und
- Mobilitätstechnologien sowie Raumfahrt.
Für die Spitzenmedizin ist insbesondere die Biotechnologie-Roadmap der Hightech Agenda relevant. Sie adressiert unter anderem neue Therapieformen, Zell- und Gentherapien, mRNA-Technologien, Diagnostik, Gesundheitsdaten, KI-gestützte Anwendungen und die Stärkung translationaler Infrastrukturen. Förderbekanntmachungen des BMFTR sollten daher regelmäßig auf Bezüge zu Medizin, Life Sciences, Biotechnologie, Medizintechnik, Daten, KI und Translation geprüft werden.
Aktuelle Fördermöglichkeiten mit Bezug zur Spitzenmedizin finden Sie in unserer Rubrik sowie bei der Förderberatung des Bundes.
Hier stellen wir einige zentrale Förderinitativen dar, die über eine einzelne Antragsfrist hinaus für einen längeren Zeitraum geöffnet sind.
Mit der Förderinitiative KMU-innovativ unterstützt das BMFTR Spitzenforschung Spitzenforschung in kleinen und mittlere Unternehmen (KMU) in verschiedenen Technologiefeldern.
Für dieS pitzenmedizin besonders relevante Technologiefelder sind:
- Medizintechnik
Förderanträge können ganzjährig eingereicht werden. - Biomedizin
Die Einreichung von Projektskizzen ist zwei mal Jährlich, jeweils zum 15. April und 15. Oktober möglich.
Ein zweistufiges Verfahren mit verbindlichen Fristen gibt Planungssicherheit. Bereits zwei Monate nach dem Stichtag zur Einreichung der Projektskizze stehen die für eine Förderung geeigneten Forschungsvorhaben fest. Über die Bewilligung einer Förderung wird ebenfalls innerhalb von zwei Monaten nach Vorlage der vollständigen Unterlagen entschieden.
Über etwaige Fristen zur Antragsstellung sowie die Aufrufe informieren wir auch über unsere aktuellen Fördermöglichkeiten.
Die steuerliche Forschungsförderung unterstützt Unternehmen bei Forschungs- und Entwicklungsvorhaben unabhängig von Branche, Größe oder Gewinnsituation. Unternehmen können für begünstigte FuE-Aufwendungen eine Forschungszulage beantragen. Der reguläre Fördersatz beträgt 25 Prozent der förderfähigen Aufwendungen. Für kleine und mittlere Unternehmen kann ein erhöhter Fördersatz von 35 Prozent gelten.
Förderfähig können unter anderem interne Personalkosten, bestimmte Aufwendungen für Auftragsforschung sowie weitere begünstigte Kostenbestandteile sein. Die maximale Bemessungsgrundlage und die konkreten Anforderungen wurden in den vergangenen Jahren erweitert. Für Unternehmen aus Medizin, Medizintechnik, Biotechnologie, Diagnostik, digitaler Gesundheit und angrenzenden Bereichen kann die steuerliche Forschungsförderung eine wichtige Ergänzung zu projektbezogenen Zuschussprogrammen sein.
Das Antragsverfahren für die Gewährung der Forschungszulage ist zweistufig. Zunächst ist eine Bescheinigung für das FuE-Vorhaben zu beantragen. Mit einer positiven Bescheinigung kann anschließend ein Antrag auf Forschungszulage beim zuständigen Finanzamt gestellt werden.
VIP+ unterstützt die Validierung von Forschungsergebnissen mit erkennbarer Anwendungs- und Verwertungsperspektive. Das Programm ist besonders relevant, wenn wissenschaftliche Ergebnisse aus Hochschulen, Universitätskliniken oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen systematisch auf ihre technische, gesellschaftliche oder wirtschaftliche Anwendbarkeit geprüft werden sollen.
Für Vorhaben in der innovativen Medizin kann VIP+ insbesondere dann interessant sein, wenn aus Forschungsergebnissen neue Technologien, Verfahren, Diagnostika, digitale Lösungen, Plattformtechnologien oder andere transferrelevante Ansätze entstehen könnten. Fragen der Schutzrechte, regulatorischen Anforderungen, Markt- und Verwertungsperspektive sollten dabei frühzeitig mitgedacht werden.
Spezifische Bekanntmachungen zur Validierung, klinischen Evidenz oder Translation in der Medizintechnik sollten ergänzend unter den aktuellen Förderaufrufen geprüft werden.
BMBF Förderung
Weitere Informationen zur High-Tech-Strategie 2025 finden Sie hier.
Informationen zu Förderung, Projekten und Bekanntmachung des BMFTR in den Themenfeldern der innovativen Medizin finden Sie auf www.gesundheitsforschung-bmftr.de.
Steuerliche Forschungsförderung
Weitere Informationen zur steuerlichen Forschungsförderung und zum Antragsverfahren finden sich auf der Webseite der Bescheinigungsstelle Forschungszulage.
Ressortforschung
Das Bundesministerium für Gesundheit fördert Forschungsvorhaben, die zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens, zur Verbesserung von Prävention und Versorgung, zur Stärkung der Gesundheitskompetenz, zur Digitalisierung, zur Bewältigung gesundheitlicher Krisen und zur evidenzbasierten Gesundheitspolitik beitragen.
Grundlage ist der jeweils aktuelle Rahmenplan Ressortforschung. Für Akteur:innen der Spitzenmedizin sind insbesondere Förderbekanntmachungen relevant, die Versorgungsforschung, Public Health, Digitalisierung, Prävention, Gesundheitsdaten, Patientensicherheit, Gesundheitskompetenz, Krisenresilienz oder die Weiterentwicklung von Gesundheitsstrukturen adressieren.
Handlungsfelder
Die aktuellen sechs Handlungsfelder der Ressortforschung sind:
BMG Förderung
Weitere Informationen zur Ressortforschung des BMG finden Sie hier.
Aktuelle Förderaufrufe des BMG finden Sie hier oder auf unserer Seite zu aktuellen Förderaufrufen.
Der Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss fördert neue Versorgungsformen und Versorgungsforschung. Ziel ist es, die Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung qualitativ weiterzuentwickeln und wissenschaftlich zu evaluieren.
Für Akteure aus Medizin, Gesundheitsversorgung, Versorgungsforschung, Digitalisierung, Prävention, Pflege, Rehabilitation und klinischer Praxis kann der Innovationsfonds besonders relevant sein. Gefördert werden können unter anderem:
- neue sektorübergreifende Versorgungsformen,
- innovative Versorgungsmodelle,
- Projekte zur Versorgungsforschung,
- Evaluationen,
- Projekte zur Entwicklung oder Weiterentwicklung medizinischer Leitlinien.
Die Ausschreibungen erscheinen regelmäßig und unterscheiden sich nach Themen, Förderformaten, Fristen und Anforderungen an Konsortien. Medizin.NRW sollte relevante Bekanntmachungen des Innovationsfonds daher regelmäßig im Bereich „Aktuelle Förderaufrufe“ aufgreifen.
Innovationsfonds
Aktuelle Förderaufrufe des BMG finden Sie hier oder auf unserer Seite zu aktuellen Förderaufrufen.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert insbesondere anwendungsnahe Forschung und Entwicklung, Innovation in Unternehmen, Gründung, Technologietransfer, Normung, Beratung und Markterschließung. Für Akteure der innovativen Medizin sind die Programme vor allem dann relevant, wenn Unternehmen, Start-ups, KMU oder anwendungsnahe Entwicklungs- und Transferprojekte im Mittelpunkt stehen.
Patentierung und Normung
Die Fördermöglichkeiten durch das Programm „WIPANO – Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen“ unterstützen bei
Das Programm WiPANO („Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen“) des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) unterstützt Unternehmen und öffentliche Forschungseinrichtungen dabei, ihre Forschungsergebnisse durch Schutzrechte (z. B. Patente) zu sichern und in die praktische Anwendung zu bringen.
Zielgruppe:
- Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
- Hochschulen
- Forschungseinrichtungen
Förderschwerpunkte:
- Patentierung & Verwertung: Unterstützung bei der rechtlichen Sicherung und wirtschaftlichen Umsetzung neuer technischer Erfindungen.
- Normung & Standardisierung: Förderung von Projekten, die innovative Ergebnisse in Normen, Standards oder Spezifikationen überführen, um deren Markteinführung zu erleichtern.
Förderfähige Maßnahmen:
- Beratung und Dienstleistungen im Patentierungsprozess
- Erstellung von Markt- und Technologieanalysen
- Gebühren für Schutzrechtsanmeldungen
- Mitarbeit in Normungsgremien und Erarbeitung neuer Standards
Förderquote:
- Bei Unternehmen: bis zu 50 % der förderfähigen Ausgaben
- Bei Forschungseinrichtungen: bis zu 100 %
Besonderheit:
WiPANO schließt die Lücke zwischen Forschungsergebnis und Marktreife, indem es die rechtliche Absicherung und Standardisierung als entscheidende Schritte im Innovationsprozess finanziell unterstützt.
Existenzgründungen
Das Programm EXIST des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) unterstützt Studierende, Absolvent:innen und Wissenschaftler:innen dabei, innovative Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft heraus umzusetzen. Ziel ist es, eine lebendige Gründungskultur an Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu fördern und technologie- sowie wissensbasierte Start-ups zu unterstützen.
Förderlinien:
- EXIST-Gründerstipendium
- Für Einzelpersonen oder Teams mit einer innovativen, wissensbasierten Geschäftsidee.
- Finanzierung des Lebensunterhalts, Sachausgaben und Coaching über bis zu 12 Monate.
- EXIST-Forschungstransfer
- Für forschungsintensive und technologisch anspruchsvolle Gründungsvorhaben mit hohem Entwicklungsaufwand.
- Förderung in zwei Phasen:
- Phase 1: Entwicklung von Prototypen und Marktreife.
- Phase 2: Gründung und Markteintritt.
- EXIST-Women
- Speziell für gründungsinteressierte Frauen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
- Ziel ist es, mehr Frauen für die unternehmerische Selbstständigkeit zu gewinnen und den Anteil weiblicher Gründungsteams zu erhöhen.
- Beinhaltet Qualifizierung, Coaching, Mentoring und in der Konzeptphase eine finanzielle Unterstützung.
Förderfähige Ausgaben (je nach Förderlinie):
- Lebensunterhalt für Gründer:innen
- Sachmittel (Material, Geräte, Software)
- Beratungs- und Coachingleistungen
- Patentanmeldungen und Schutzrechte
Förderquote:
Abhängig von Förderlinie und Projektumfang; bei Forschungstransfer Phase 1 bis zu 100 % der förderfähigen Ausgaben.
Besonderheit:
Neben finanzieller Unterstützung bietet EXIST intensive fachliche Begleitung, Zugang zu Netzwerken und eine enge Betreuung durch die Hochschule oder Forschungseinrichtung.
- Abhängig von Förderlinie und Umfang; bei Forschungstransfer Phase 1 bis zu 100 % der förderfähigen Ausgaben.
Besonderheit:
Neben finanzieller Förderung bietet EXIST eine intensive fachliche Begleitung, um Gründungsteams bestmöglich auf den Markteintritt vorzubereiten.
INVEST bringt Start-ups und private Investoren zusammen. Die Förderung besteht aus einem Erwerbszuschuss und einem Exitzuschuss:
- Mit dem Erwerbszuschuss erhalten Business Angels 15 Prozent ihrer Investition steuerfrei erstattet, wenn sie sich mit mindestens 25.000 Euro Wagniskapital an Start-ups beteiligen.
- Mit dem Exitzuschuss können auch Steuern auf Gewinne aus den Investments pauschal erstattet werden.
INVEST: Das Förderprogramm einfach erklärt
Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU)
Das Programm go-inno des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Handwerksbetriebe bei der Entwicklung und Umsetzung von Produkt- und technischen Verfahrensinnovationen.
Gefördert wird die Beratung durch autorisierte Beratungsunternehmen, die Innovationspotenziale aufzeigen und den gesamten Innovationsprozess begleiten.
Förderinhalte:
- Innovationscheck
- Analyse der Ausgangssituation und Identifizierung von Innovationspotenzialen.
- Potenzialanalyse
- Konkrete Untersuchung der geplanten Innovation, inklusive Markt- und Wettbewerbsanalyse, Technologiebewertung und Kosten-Nutzen-Abschätzung.
- Umsetzungsberatung
- Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von Innovationsprojekten, z. B. Erstellung eines Realisierungskonzepts, Fördermittelberatung und Projektmanagement.
Förderquote:
- Zuschuss von bis zu 50 % der Beratungskosten (max. 20 Beratertage).
- Die Abrechnung und Antragstellung erfolgt über das autorisierte Beratungsunternehmen, nicht durch das KMU selbst.
Zielgruppe:
- Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten
- Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme ≤ 20 Mio. €
- Sitz oder Betriebsstätte in Deutschland
Besonderheit:
Der einfache Zugang über autorisierte Beratungsunternehmen entlastet die KMU von Bürokratie und sichert eine praxisnahe, qualitätsgeprüfte Beratung.
Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie mittelständische Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Ziel ist es, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands zu stärken.
Gefördert werden technologie- und branchenoffene Projekte, die neue Produkte, Verfahren oder technische Dienstleistungen entwickeln.
Förderinhalte:
- Einzelprojekte: Eigenständige Forschungs- und Entwicklungsprojekte eines Unternehmens.
- Kooperationsprojekte: Gemeinsame FuE-Vorhaben mehrerer Unternehmen oder zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen.
- Kooperationsnetzwerke: Aufbau und Management von Netzwerken mit mindestens sechs Unternehmen, unterstützt durch ein professionelles Netzwerkmanagement.
Förderquote:
- Abhängig von Unternehmensgröße, Projektart und Standort (strukturschwache Regionen können höhere Quoten erhalten).
- Zuschüsse für Personalkosten, Aufträge an Dritte, Materialkosten und Reisen.
- In der Regel zwischen 25 % und 55 % der förderfähigen Ausgaben.
Zielgruppe:
- KMU nach EU-Definition
- Mittelständische Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten
- Forschungseinrichtungen als Kooperationspartner
Besonderheit:
ZIM ist technologie- und themenoffen – entscheidend ist der Innovationsgehalt und die wirtschaftliche Verwertbarkeit des Projekts. Auch internationale Kooperationen sind möglich.
Für die Spitzenmedizin ist ZIM besonders relevant, wenn KMU anwendungsnahe Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit klarer Verwertungsperspektive durchführen möchten. Dies kann einzelbetrieblich, in Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen oder im Rahmen von Innovationsnetzwerken erfolgen. Mögliche Themen reichen von Medizintechnik und Diagnostik über digitale Anwendungen bis zu neuen Produktions-, Analyse- oder Versorgungstechnologien.
Industrielle Forschung
Das Förderprogramm Innovationskompetenz „INNO-KOM – Forschungsergebnisse für den Mittelstand“ unterstützt die innovative Leistungsfähigkeit gemeinnütziger externer Industrieforschungseinrichtungen, um so die Innovationskraft strukturschwacher Regionen Deutschlands nachhaltig zu stärken.
Seit 2009 konzentrierte sich das Vorläuferprogramm INNO-KOM-Ost auf gemeinnützige externe Forschungseinrichtungen in Ostdeutschland. Am 1. Januar 2017 wurde das Erfolgsmodell unter dem neuen Namen INNO-KOM auf strukturschwache Regionen in ganz Deutschland ausgeweitet.
Die Einrichtungen können ihre Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Vorlaufforschung (VF) und auch der marktorientierten Entwicklung (MF) bis zu max. 550.000 Euro sowie auch investive Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der wissenschaftlich-technischen Infrastruktur finanziell unterstützen lassen.
Wer wird gefördert?
Rechtlich selbständige gemeinnützige externe Industrieforschungseinrichtungen können im Rahmen ihrer nicht wirtschaftlichen Tätigkeit gefördert werden, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllen:
- Das Institut ist weder Teil einer Hochschule, noch einer (grundfinanzierten) Wissenschaftsgemeinschaft und erhält keine institutionelle Förderung von mehr als 20 Prozent.
- Der Hauptsitz der Einrichtung oder eine Zweigstelle befindet sich in einer strukturschwachen Region Deutschlands entsprechend den Fördergebieten der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“.
- Das Institut stellt die Forschungs- und Entwicklungsergebnisse der Allgemeinheit, insbesondere den kleinen und mittleren Unternehmen, in nicht diskriminierender Weise zur Verfügung.
- Die Forschungseinrichtung verfügt über die grundlegende technische Ausstattung, anerkannte wissenschaftliche Kompetenz sowie ausreichendes qualifiziertes wissenschaftlich-technisches Personal und ist wirtschaftlich gefestigt.
- Die Anwendung des Transparenzrichtlinien-Gesetzes ist sichergestellt.
Innovative Beschaffung
Das Kompetenzzentrum innovative Beschaffung (KOINNO) unterstützt öffentliche Auftraggeber bei der strategischen Nutzung von Beschaffung als Innovationsinstrument. Für die Spitzenmedizin kann dies relevant sein, wenn neue Lösungen in Krankenhäusern, Forschungseinrichtungen, Kommunen oder anderen öffentlichen Einrichtungen erprobt, beschafft oder skaliert werden sollen.
KOINNO ist damit weniger ein klassisches Förderprogramm, sondern ein Beratungs- und Unterstützungsangebot zur innovationsorientierten öffentlichen Beschaffung.
Folgende KOINNO-Services können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem öffentlichen Sektor kostenfrei in Anspruch nehmen:
„Die Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND schafft Räume, in denen Innovator:innen Risiken eingehen und radikal anders denken können.“ – SPRIN-D
Die Bundesagentur für Sprunginnovationen, SPRIND, unterstützt besonders ambitionierte Vorhaben mit dem Potenzial für disruptive technologische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Wirkung. Im Mittelpunkt stehen sogenannte Sprunginnovationen, also Ansätze, die bestehende technologische oder marktliche Grenzen deutlich verschieben können.
SPRIND ist kein klassischer Fördermittelgeber für reguläre Forschungs- oder Entwicklungsprojekte. Die Agentur arbeitet mit Challenges, Tochtergesellschaften, Projektfinanzierungen und weiteren Instrumenten, um besonders risikoreiche Innovationsvorhaben voranzubringen. Für die innovative Medizin kann SPRIND relevant sein, wenn technologische Ansätze in Bereichen wie Diagnostik, Biotechnologie, Medizintechnik, Daten, KI, Plattformtechnologien oder Versorgung einen außergewöhnlich hohen Innovations- und Wirkungssprung erwarten lassen.
Was sind Sprunginnovationen?
Eine Sprunginnovation ist eine Innovation, die
- einen komplett neuen Markt erschafft,
- einen existierenden Markt so grundlegend verändert, oder
- ein massives technologisches, soziales oder ökologisches Problem löst.
Beispiele für Sprunginnovationen aus der innovativen Medizin sind z. B. Penicillin, das Elektronenmikroskop oder auch mRNA Impfstoffe.
Leistungen von SPRIN-D
SPRIND ist kein Fördermittelgeber und besitzt deshalb keine Förderrichtlinien. Stattdessen untersützt SPRIN-D geförderte Projekte in sechs Bereichen:
- Finanzierung
Suche von passenden Finanzierungswerkszeug. - Rat und Tat
Einbringung von technologischer und unternehmerische Expertise. - Business Services
Unterstützung z.B. bei Buchhaltung, Controlling, Rechtsberatung, Produktmanagement und Marketing. - Teambuilding
Unterstützung bei der Zusammenstellung von Teams. - Netzwerk-Ausbau
Die SPRIN-D stellt ihr exzellentes Netzwerk aus Wissenschaft und Wirtschaft bereit. - Zusammenarbeit nach Maß
Jede Kooperation wird darüber hinaus individuell und persönlich gestaltet.
SPRIN-D
Weitere Informationen zur SPRIN-D finden Sie hier.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist die Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland. Die DFG fördert, unterstützt und begleitet Forschung und Innovation in allen Themenbereichen.
Für promovierte Forscher:innen an Forschungseinrichtungen (im In- und Ausland) bietet die DFG verschiedene Möglichkeiten zur Förderung der wissenschaftlichen Karriere an. Die Förderung erfolgt zeitlich begrenzt und bezogen auf eine wissenschaftliche Fragestellung, die im Rahmen der Förderung bearbeitet wird. Im Fokus der Förderung steht die Unterstützung wissenschaftlich exzellenter Nachwuchskräfte. Hier bietet die DFG vier Förderprogramme an:
- Walter Benjamin-Programm
Das Walter Benjamin-Programm ermöglicht es Wissenschaftler:innen in der Qualifizierungsphase im Anschluss an die Promotion, ein eigenes Forschungsvorhaben am Ort ihrer Wahl selbständig umzusetzen. - Forschungsstipendien
Das Forschungsstipendium soll Nachwuchswissenschaftler:innen ermöglichen, an einem Ort ihrer Wahl im Ausland ein umgrenztes Forschungsprojekt durchzuführen, sich in diesem Zusammenhang in neue wissenschaftliche Methoden einzuarbeiten oder ein größeres Forschungsvorhaben abzuschließen. - Emmy Noether-Programm
Das Emmy Noether-Programm eröffnet herausragend qualifizierten Nachwuchswissenschaftler:innen die Möglichkeit, sich durch die eigenverantwortliche Leitung einer Nachwuchsgruppe über einen Zeitraum von sechs Jahren für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren. - Heisenberg-Programm
Das Heisenber-Programm richtet Sich an Nachwuchswissenschaftler:innen die bereits alle Vorraussetzungen erfüllen, um auf eine unbefristete Professur berufen zu werden. Diese können im Rahmen des Programms an einem Ort Ihrer Wahl hochkarätige Forschungsprojekte fortsetzen, während sie sich auf eine Leitungsposition vorbereiten.
Darüber hinaus vergibt die DFG regelmäßig verschiedene Preise zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und zur Ehrung herausragender wissenschaftlicher Leistungen.
Die DFG fördert gezielt Forschungsprojekte mit verschiedenen Formaten und Instrumenten. Im Vordergrund steht hier die Förderung von klar definierten Projekten bzw. Netzwerken zur Bearbeitung spezifischer Forschungsfragen und Themen. Ausschlaggebend für die Förderung ist hier vor allem die wissenschaftliche Exzellenz des Ansatzes und der Antragssteller:innen. Konkret bietet die DFG hier folgende Förderprogramme an:
- Sonderforschungsbereiche (Antragstellung durch Institutionen)
Sonderforschungsbereiche sind langfristige, auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegte Forschungseinrichtungen, in denen Wissenschaftler:innen im Rahmen eines fächerübergreifenden Forschungsprogramms zusammenarbeiten. Sonderforschungsbereiche ermöglichen die Bearbeitung innovativer, anspruchsvoller, aufwendiger und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben. - Einzelprojekte / Sachbeihilfe (Antragstellung durch Personen)
Die Sachbeihilfe ermöglicht Wissenschaftler:innen themenunabhängig die Durchführung eines thematisch und zeitlich begrenzten Forschungsvorhabens. In der Regel werden Einzelprojekte / Sachbeihilfe für drei Jahre gewährt und können auch für die Finanzierung der eigenen Stelle genutzt werden. Thematisch verwandte Einzelprojekte können auch gebündelt als Antragspaket eingereicht werden. Jedes der Projekte muss dabei in sich abgeschlossen sein. Begutachtung, Bewertung und Entscheidung erfolgen bezogen auf die einzelnen Projekte. - Reinhart Koselleck-Projekte (Antragstellung durch Personen)
Exzellente Wissenschaftler:innen sollen im Rahmen von Reinhart Koselleck Projekten die Möglichkeit erhalten, hoch innovative und risikobehaftete Projekte durchzuführen. Die Förderdauer beträgt fünf Jahre und es können Mittel zwischen 500.000 und 1,25 Mio Euro beantragt werden. - Forschungsgruppen und klinische Forschungsgruppen (Antragstellung durch Personen)
- In einer Forschungsgruppe arbeiten herausragende Wissenschaftler:innen gemeinsam an einem Forschungsvorhaben, welches bezogen auf den thematischen, zeitlichen und finanziellen Umfang über die Förderungsmöglichkeiten im Rahmen von Einzelprojekten hinaus geht.
- Davon losgelöst werden klinische Forschungsgruppen gesondert gefördert. Ziel ist die Förderung von Forschungsverbünden in der krankheits- oder patientenorientierten (translationalen) klinischen Forschung und die dauerhafte Implementierung von wissenschaftlichen Arbeitsgruppen in klinischen Einrichtungen.
- Die Förderung von Forschungsgruppen und klinischen Forschungsgruppen ist auf 8 Jahre (4+4) angelegt.
- Klinische Studien (Antragstellung durch Personen)
Im Programm Klinische Studien werden themenunabhängig Vorhaben der patientennahen klinischen Forschung und insbesondere interventionelle klinische Studien, zu denen Klinische Machbarkeitsstudien (Phase II) und Klinische Interventionsstudien (Phase III) zählen, gefördert. Ziel der Förderung ist das Erbringen eines Wirksamkeitsnachweises im Rahmen der Studie. - Schwerpunktprogramme (Antragstellung durch Personen)
Schwerpunktprogramme unterstützen überregionale Kooperationen und können vom Senat der DFG eingerichtet werden, wenn die koordinierte Förderung für das betreffende Gebiet wissenschaftlichen Gewinn verspricht. Über die aus der Wissenschaft vorgeschlagenen Initiativen zur Einrichtung von Schwerpunktprogrammen verhandelt der Senat einmal im Jahr. Einreichungsfrist hierfür ist jeweils der 15. Oktober eines jeden Jahres. Schwerpunktprogramm werden für sechs Jahren gefördert.
Die DFG fördert unter dem Titel „Foren“ in verschiedenen Formaten z. B. Kollegs, Netzwerke und Exzellenzcluster sowie unter dem Titel „Infrastrukturen“ konkrete wissenschaftliche Infrastrukturen wie z. B. Großgeräte aber auch Kosten für Open-Access Publikationen. Konkret fördert die DFG hier:
Foren
- Kolleg-Forschungsgruppen
- Wissenschaftliche Netzwerke
- Nachwuchsakademien
- Projektakademien
- Internationale wissenschaftliche Veranstaltungen
- Graduiertenkollegs
- DFG-Forschungszentren
Infrastrukturen
Förderung durch die DFG
Einen Überblick über das Förderportfolio der DFG finden Sie hier.
Auf Landesebene stehen in Nordrhein-Westfalen verschiedene Förder- und Unterstützungsangebote für Forschung, Innovation, Transfer, Gründung, Mittelstand und regionale Entwicklung zur Verfügung.
Eine wichtige Rolle spielt zudem die regionale Innovationsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Innovationsfeld „Innovative Medizin, Gesundheit und Life Science“ ist für die Spitzenmedizin besonders relevant und bildet einen strategischen Bezugsrahmen für Förder- und Transferaktivitäten im Land.
Aktuelle Fördermöglichkeiten sollten ergänzend über das Förderportal „Nordrhein-Westfalen fördert“, die EFRE/JTF-NRW-Programmseiten, die NRW.BANK sowie die Förderübersichten von Medizin.NRW geprüft werden.
Die Ministerien und Einrichtungen des Landes NRW bieten komplementär zu den Angeboten auf europäischer und nationaler Ebene eigene Förder- und Beratungsmöglichkeiten an. Zentrale Förderer und Ansprechpartner sind hier in NRW insbesondere
- das Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW),
- das Ministerium für Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE),
- die NRW.BANK im Bereich der Unternehmensförderung sowie
- NRW.Global Business im Bereich der Internationalisierung.
Aktuelle Förderaufrufe aus NRW finden Sie auf unserer gleichnamigen Unterseite.
Darüber hinaus existieren einige permanent oder wiederkehrend geöffnete Förder-, Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für verschiedene Zielgruppen.
Das Gründungsstipendium.NRW unterstützt Gründer in der frühen Phase der Unternehmensgründung. Gefördert werden innovative Geschäftsideen mit einem monatlichen Stipendium über einen Zeitraum von bis zu zwölf Monaten. Das Programm richtet sich an Gründer und Gründerteams, die eine tragfähige Geschäftsidee weiterentwickeln und ein Unternehmen in Nordrhein-Westfalen aufbauen möchten.
Da Programmvolumen, Antragsverfahren und Jurytermine von der aktuellen Fördersituation abhängen können, sollten Interessierte vor Antragstellung den aktuellen Programmstatus prüfen.
Die Auswahl und das Coaching der Stipendiat:innen erfolgt durch die landesweiten Gründernetzwerke wie die STARTERCENTER NRW, die Digital Hubs und weitere Inkubatoren und Akzeleratoren.
Die frühere RWP-Beratungsförderung wird inzwischen unter der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ geführt. Über die Beratungsförderung können kleine und mittlere Unternehmen Unterstützung für externe Beratungsleistungen erhalten. Gefördert werden können je nach Programmstand unter anderem strategische, wirtschaftliche, organisatorische oder innovationsbezogene Beratungen.
Seit 2007 bietet das Land NRW jungen Forscher:innen attraktive Möglichkeiten zur Rückkehr nach NRW. Mit jeweils bis zu 1,25 Mio. Euro über fünf Jahre können sich Nachwuchswissenschaftler:innen an Universität in NRW eine Nachwuchsgruppe aufbauen.
Das Verfahren gestaltet sich dabei so, dass die Förderzusage personengebunden erfolgt und die Nachwuchswissenschaftler:innen dies in die Verhandlungen mit den teilnehmenden Hochschulen in NRW einbringen können. Grundsätzlich besteht dabei die Möglichkeit, auch Zukunftsperspektiven über den Förderzeitraum hinaus zu vereinbaren. Von dieser Möglichkeit wurde in der Vergangenheit intensiv Gebrauch gemacht: Der überwiegende Teil der bisher Geförderten verfügt mittlerweile über eine Professur.
Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW NRW) hat seine Forschungsförderung im jahr 2020 neu ausgerichtet. Im Kern geht es darum, einer freien und wissenschaftsgetriebenen Forschung Vorrang zu gewähren. Ziel ist es, mit regelmäßigen und themenoffenen Aufrufen über alle Hochschultypen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen hinweg, kooperative Vorhaben zur Herausbildung neuer Forschungsprofile und zur Etablierung starker Forschungsnetzwerke zu fördern.
Die Umsetzung der Forschungsförderung erfolgt in vier verschiedenen Handlungsfeldern:
- Forschungsprofile
- Vernetzung
- Transfer
- Vision
Über Ausschreibungen des MKW informieren wir über unsere Unterseite aktuelle Förderaufrufe.
Innovationsstrategie
Ein zentraler Orientierungspunkt für die Forschungsförderung des Landes NRW ist die regionale Innovationsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen (2021-2027). In dieser werden zentrale Handlungsfelder beschrieben zu denen auch das Handlungsfeld „Innovative Medizin, Gesundheit und Life Science“ zählt.
Mehr dazu finden Sie hier.
Auch auf regionaler und kommunaler Ebene stehen Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Verfügung. Dazu zählen insbesondere
- Wirtschaftsförderungen,
- Industrie- und Handelskammern,
- Handwerkskammern,
- kommunale Förderprogramme,
- regionale Innovationsnetzwerke,
- Gründungszentren,
- Technologiezentren und
- Hochschultransferstellen.
Unser Netzwerk
Als Cluster Medizin.NRW sind wir mit einer Vielzahl von regionalen und kommunalen Einrichtungen vernetzt und stellen gerne den Kontakt her.
Neben öffentlichen Institutionen existiert eine Vielzahl von Stiftungen, die sich im Bereich der Förderung von Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs, Transfer, Gründungen und weiteren Themen betätigen. Stiftungen haben häufig attraktive Förderkonditionen fördern aber nur eine begrenzte Anzahl von Projekten und der Wettbewerb ist hoch. Dennoch kann sich die Förderung durch Stiftungen sehr lohnen.
Über aktuelle Ausschreibungen von Stiftungen im Bereich der innovativen Medizin informieren wir über unsere Unterseite aktuelle Förderaufrufe. Darüber hinaus finden sich nachfolgend einige große Stiftungen mit bedeutsamen Fördermöglichkeiten für die innovative Medizin.
Die Alexander von Humbold Stiftung fördert fach- und themenunabhängig Wissenschaftskooperationen zwischen exzellenten ausländischen und deutschen Forscher:innen verschiedener Karrierestufen.
Die Stiftung bietet eine Programmsuche an, mit der die passgenauen Fördermöglichkeiten gefunden werden können.
Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung widmet sich der Förderung medizinischer Wissenschaft und unterstützt medizinisch-humanitäre Hilfsprojekte. Die Leitmotive der medizinisch-wissenschaftlichen Förderung sind: wissenschaftliche Exzellenz und die Förderung medizinischer Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler.
Die EKFS bietet fünf Förderlinien mit wiederkehrenden Ausschreibungen an und fördert darüber hinaus auch anlassbezogene Sonderprojekte zu aktuellen Themen. Die Förderlinien der EFKS sind:
- Erst- und Zweitantragstellung
Zielgruppe: Exzellente junge Wissenschaftler:innen am Anfang ihrer Karriere.
Thema: offen im Rahmen des Stiftungszweckes.
Antragstellung: Jederzeit. - Schlüsselprojekte
Zielgruppe: Exzellente und international anerkannte Wissenschaftler:innen.
Thema: Projekte mit dem Potenzial grundlegende für ein ganzes Forschungsfeld richtungweisende Entdeckungen zuerzeugen.
Antragstellung: Jederzeit. - Stipendien
Mit den Stipendien soll der Grundstein zur Karriere als Clinician Scientist gelegt werden. Dafür bietet die EKFS für verschiedene Karrierestufen passgenaue Programme an: - Kollegs
Mit ihrer Förderung für Kollegs unterstützt die EKFS Standorte der Hochschulmedizin bei der Ausbildung exzelenter Nachwuchswissenschaftler:innen. Hier bietet die EKFS drei Förderlinien an, die regelmäßig geöffnet werden: - Translatorische Projekte
Im Rahmen der EKFS Translatorik-Förderlinie sollen innovative Projekte mit hohem Translationspotenzial, für die das jeweilige patientenrelevante Anwendungspotenzial klar definiert ist und für die die ersten überzeugenden Forschungsergebnisse bereits vorliegen, unterstützt werden. Dies geschieht z.B. durch Finanzierung von Schlüsselexperimenten oder Studien, die für die Validierung des medizinischen Ansatzes bzw. des Medizinproduktes erforderlich sind. Außerdem haben Projekte, die im Rahmen der Translatorik-Förderlinie gefördert werden, die Möglichkeit, bei der Projektentwicklung und dem Technologie- und Wissenstransfer in die Anwendung eine enge Betreuung durch Experten zu erhalten.
Die VolkswagenStiftung ist eine eigenständige, gemeinnützige Stiftung privaten Rechts mit Sitz in Hannover. Mit einem Fördervolumen von insgesamt etwa 150 Millionen Euro pro Jahr ist sie die größte private deutsche wissenschaftsfördernde Stiftung und eine der größten Stiftungen hierzulande überhaupt.
Die Stiftung fördert ihrem satzungsgemäßen Auftrag entsprechend Wissenschaft und Technik in Forschung und Lehre. Sie entwickelt mit Blick auf zukunftsweisende Forschungsgebiete eigene Förderinitiativen; diese bilden den Rahmen ihrer Förderaktivitäten und werden als Teil des eigenen Veranstaltungsangebots thematisch aufgegriffen.
Besondere Aufmerksamkeit widmet die VolkswagenStiftung dem wissenschaftlichen Nachwuchs sowie der Zusammenarbeit von Forscher:innen auch jenseits wissenschaftlicher, kultureller und staatlicher Grenzen.
Die VolkswagenStiftung hat im Jahr 2021 ihre Strategie neu ausgerichtet und fokussiert sich auf drei Bereiche:
- Exploration
- Gesellschaftliche Transformationen
- Wissen über Wissen – Reflexion und Praxis der Wissenschaften
- sowie den Schwerpunkt „Wissenschaft in der Gesellschaft“
Einen Überblick über aktuelle Förderangebote der VolkswagenStiftung finden Sie hier.
Die richtige Stiftung finden
Allein in Deutschland existieren über mehr als 12.000 Stiftungen. Um hier relevante Stiftungen zu finden, die als Förderer in Betracht kommen gibt es mehrere Websites, die hier kostenlose und kostenpflichtige Suchmöglichkeiten anbieten, wie z. B.:
Die Einwerbung von Wagniskapital bzw. Venture Capital stellt eine zentrale Herausforderung für junge Unternehmen, Start-ups und Gründer:innen dar. Kapital wird dabei in verschiedenen Phasen des Aufbaus eines Unternehmens benötigt. Grundsätzlich wird dabei in drei Phasen unterschiedene, die selbst noch in verschiedene Phasen unterteilt werden können:
- Early-Stages (Frühphasen)
- Seed-Phase
- Start-up-Phase
- Expansion Stages(Wachstumsphasen, Expansionsphase, Growth-Phase)
- Wachstumsphase
- Bridge-Phase
- Later Stages (Endphasen)
Im nachfolgenden werden einige Finanzierungs-, Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten aufgelistet, die sich auf die Seed- und Start-up-Phase beziehen.
Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investiert Risikokapital in junge Technologieunternehmen und sorgt für die notwendige Betreuung und Unterstützung des Managements von jungen Start-ups. Voraussetzungen für eine Finanzierung sind vielversprechende Forschungsergebnisse, eine innovative technologische Basis sowie eine chancenreiche Marktsituation.
Die Angebote des HTGF richten sich an High-Tech-Startups
- aus den Bereichen Digital Tech, Industrial Tech, Life Sciences, Chemie sowie angrenzenden Geschäftsfeldern,
- die höchstens drei Jahre alt sind
- die nicht mehr als 500.000 Euro an Eigenkapital, stillen Beteiligungen oder Wandeldarlehen von anderen Investoren erhalten habe,
- die ihren Hauptsitz in Deutschland oder eine selbständige Zweigniederlassung dort haben, wenn das Unternehmen im europäischen Ausland ansässig ist.
Der HTGF investiert bis zu 1 Million Euro in der Seedrunde und bis zu 3 Millionen Euro über alle Finanzierungsrunden in Start-ups. Darüber hinaus unterstützt der HTGF bei der Suche nach externen Investor:innen.
Der German Accelerator unterstützt deutsche Start-ups bei der Skalierung ihrer Geschäftsmodelle und bei der Nutzung von Wachstumschancen ausländischer Start-up-Hubs. Der GA bietet drei Programmlinien und ein speziell auf den Life Science Sektor zugeschnittenes Programm:
Wichtige Voraussetzung für eine Unterstützung durch den German Accelerator ist der Firmensitz in Deutschland und die Existenz in des Unternehmens in einer der nachfolgenden Geschäftsformen: UG, AG, GmbH, GmbH & Co. KG.
INVEST bringt Start-ups und private Investierende zusammen, die an mutige Ideen glauben. Das Förderprogramm mobilisiert mehr privates Wagniskapital von Business Angels und hilft somit Start-ups dabei, leichter einen Investierenden zu finden.
Die INVEST-Förderung besteht zunächst aus einem Erwerbszuschuss. Veräußert der Investierende seine Anteile zu einem späteren Zeitpunkt, kann er/sie zusätzlich von einem Exitzuschuss profitieren.
Weitere Informationen zu INVEST.
Weitere Informationen
Einen Überblick zu Unternehmensgründungen und Wagniskapital bietet unter anderem auch das BMWK auf seiner Website.
