Köln: Über 300.000 Euro für Forschung zu KI in der Radiologie

Förderung der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung zu multimodalen KI-Modellen.

Dr. Jonathan Kottlors
© Michael Wodak

Dr. Jonathan Kottlors, Oberarzt in der Neuroradiologie des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Uniklinik Köln, hat für sein neues Forschungsprojekt zum Thema KI-gestützte Entscheidungsprozesse auf Basis von Bild- und Kontextinformationen in der Radiologie eine Förderung der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) von über 300.000 Euro erhalten. Das Projekt ist seiner Forschungsgruppe „Foundation Models in Radiology“ angegliedert.

Diagnostik kontextabhängig

In der radiologischen Diagnostik kann ein Bildbefund je nach Kontext unterschiedlich bewertet werden. Eine auf einem Röntgenbild erkannte Läsion kann im Zusammenhang mit einer malignen Vorerkrankung eine andere diagnostische Bedeutung haben als ohne diese Zusatzinformation. Dies hat unmittelbaren Konsequenzen für die weitere diagnostische Einordnung.

Multimodale KI-Modelle

Während bisherige KI-Anwendungen Bilddaten in der Regel isoliert analysieren, ermöglichen moderne multimodale KI-Modelle die gemeinsame Verarbeitung von Bild- und Kontextinformationen. Hierdurch entsteht erstmals die Möglichkeit, radiologische Befunde kontextabhängig durch KI einordnen zu lassen. Ähnlich tun es erfahrene Radiologinnen und Radiologen im klinischen Alltag.

Klinisch anwendbare Lösungen

Im Rahmen des Forschungsprojekts soll diese Interaktion systematisch untersucht werden. Ziel ist es, die kontextabhängige Gewichtung unterschiedlicher Informationsquellen zu analysieren. So soll besser verstanden werden, wie Bild- und Kontextinformationen in KI-gestützten Entscheidungsprozessen zusammenwirken. Die gewonnenen praxisnahen Erkenntnisse sollen zügig in klinisch anwendbare KI-Lösungen überführt werden.


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