Düsseldorf: 1,4 Millionen Euro für neue Alzheimer- und Demenzforschung

Die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) unterstützt Wissenschaftler:innen, die in ihren Projekten zentrale Fragen zu Ursachen, Diagnosen, Prävention und Therapien von Alzheimer und anderen Demenzformen untersuchen.

Mit unserer Forschungsförderung möchten wir dazu beitragen, die fehlenden Puzzleteile zu finden, die für ein umfassendes Verständnis von Alzheimer und anderen Demenzformen notwendig sind. Wir sind überzeugt, dass die Förderung von unabhängiger Grundlagenforschung dabei der Schlüssel ist
Dr. Anne Pfitzer-Bilsing, Leiterin Wissenschaft bei der AFI
3 D Gehirn schwebt über einer Hand, Human Brain Project
Symbolbild: Gehirn © AdobeStock | vegefox.com

Lässt sich das Alzheimer-Risiko durch einen einzigen Bluttest vorhersagen? Kann man das Risikogen ApoE4 umprogrammieren und so Alzheimer vorbeugen? Welche Risikofaktoren im Erbgut begünstigen die Frontotemproale Demenz? Und sind subjektiv wahrgenommene Gedächtnisprobleme ein frühes Anzeichen für Demenz?

In der Demenzforschung gibt es nach wie vor viele offene Fragen. Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative (AFI) unterstützt deshalb zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in ihren Projekten zentrale Fragen zu Ursachen, Diagnosen, Prävention und Therapien von Alzheimer und anderen Demenzformen untersuchen. In der neuen Förderrunde werden vielversprechende Forschungsarbeiten an Hochschulen und Instituten in Bonn, Hamburg, Köln, Leipzig, München und St. Augustin mit rund 1,4 Millionen Euro gefördert.

Mit Lecanemab (Handelsname Leqembi) und Donanemab (Handelsname Kisunla) stehen zwar zwei neue Alzheimer-Medikament in Europa wahrscheinlich kurz vor der Zulassung. Eine Heilung der Krankheit ist aber immer noch nicht in Sicht. Die genauen Ursachen und Mechanismen der Alzheimer-Erkrankung sind bislang nicht vollständig erforscht. Auch bei anderen Demenzformen, wie etwa der Frontotemporalen Demenz, mangelt es noch an grundlegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Prof. Dr. Matteo Bergami
Uniklinik Köln und Forschungszentrum für Alternsforschung Köln
Wie trägt eine erhöhte Plastizität des Hippocampus zu einem milderen Verlauf der Alzheimer-Krankheit bei?

Prof. Dr. Martin Fuhrmann
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Bonn
Eine Gentherapie zur Prävention sporadischer Alzheimer-Erkrankungen

Dr. Alpha Tom Kodamullil
Fraunhofer-Institut SCAI St. Augustin
Personalisierte Alzheimer-Therapie durch die Analyse komplexer Patientendaten

Prof. Dr. Anja Schneider
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Bonn
Welche Risikofaktoren im Erbgut begünstigen die Frontotemporale Demenz?

Prof. Dr. Dr. Monique Breteler
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Bonn
Kann ein einziger Bluttest das Risiko auf eine Alzheimer-Erkrankung vorhersagen?


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