BMFTR: Förderung von Forschungsverbünden zum Thema Alter und Krebs – Nationale Dekade gegen Krebs

Das Thema Alter und Krebs ist komplex, erfordert eine Überwindung wissenschaftlicher Fachgrenzen und wurde in der medizinischen Forschung noch nicht hinreichend berücksichtigt.

Abgabetermin:
20.02.2026
Fördergeber:
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Fördergebiet:
Deutschland
Förderdauer:
bis zu 3 Jahre
Antragsberechtigte:
staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Selbsthilfegruppen, Patientenorganisationen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft.

Ziele der Förderung

Ziel der Fördermaßnahme ist die Erschließung innovativer Ansätze sowohl für die Prävention, Diagnostik und Therapie altersbedingter Krebserkrankungen als auch für einen gesellschaftlichen Umgang mit Krebs im Alter.

Die Maßnahme beleuchtet das Thema Alter und Krebs aus verschiedenen wissenschaftlichen Blickwinkeln und ermöglicht dadurch eine holistische Erfassung des gesamten Forschungsgebiets. Die Forschungsergebnisse haben eine hohe gesellschaftliche und gesundheitspolitische Relevanz. Aus ihnen lassen sich evidenzbasierte Empfehlungen zur Verbesserung der Prävention, der Frühdiagnose, der Lebensqualität und der Lebensdauer älterer Krebspatientinnen und Krebspatienten ableiten.

Was wird gefördert?

  • Gefördert werden soll eine begrenzte Anzahl von interdisziplinären Forschungsverbünden. Für die Handlungsfelder 1, 2 und 3 (siehe unten) sollen sich die Verbünde aus Arbeitsgruppen verschiedener naturwissenschaftlicher und medizinischer Dis­ziplinen zusammensetzen und bei Bedarf weitere Expertisen wie beispielsweise aus den Bereichen Sozialwissenschaften, IT- und Ingenieurwissenschaften oder Psychologie einschließen.
  • Die Verbünde sollen eine bisher ungelöste Herausforderung adressieren und dabei ein kooperatives und koordiniertes Forschungskonzept unter Nutzung der neuesten Untersuchungsmethoden verfolgen.
  • Die Arbeit im Verbund soll auf gemeinsam festgelegte Ziele, Fragen und einen gemeinsamen, klinisch orientierten Forschungsgegenstand ausgerichtet sein.
  • Wo immer möglich, ist die gezielte Nutzung bereits etablierter Strukturen sowie existierender Datensätze, Patientenregister, Kohorten und Bioproben für die Bearbeitung der Forschungsfragen vorzusehen.
  • Die Patientenperspektive ist miteinzubeziehen und kann im beantragten Projekt über ein eigenes Arbeitspaket adressiert und abgebildet werden.

Die Forschungsprojekte sollen sich inhaltlich auf eines der vier unten beschriebenen Handlungsfelder konzentrieren. Eine inhaltliche Überlappung zwischen den Handlungsfeldern ist möglich, wenn der Fokus der geplanten Arbeiten eindeutig nur einem Handlungsfeld zuzuordnen ist. Ebenfalls ist es möglich, Aspekte der Versorgungs- und der Implementierungsforschung zu integrieren mit dem Ziel, altersrelevante Innovationen in Diagnostik, Therapie und Versorgung schneller in die Regelversorgung zu überführen. Auch eine begleitende Betrachtung palliativmedizinischer Aspekte ist möglich.

Wichtige Voraussetzungen für die Förderung

  • Von den Partnern eines Verbunds ist ein Koordinator oder eine Koordinatorin zu benennen.
  • Die Partner eines Verbundprojekts regeln ihre Zusammenarbeit in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung.
  • Der Forschungsverbund benötigt ein überzeugendes organisatorisches Konzept für die Kommunikation und Koordination der verbundinternen Zusammenarbeit, das auch aufzeigt, inwiefern Synergien gebildet werden können. Das Konzept muss auch Elemente der verbundinternen Fortschrittskontrolle enthalten und eine aktive Selbststeuerung des Verbunds ermöglichen.

Suchen Sie Fördermöglichkeiten für ein spezifisches Projekt? Sprechen Sie uns gerne jederzeit an,

  • wir unterstützen bei der Suche nach Fördermöglichkeiten,
  • beraten Sie bei der Auswahl geeigneter Förderaufrufe und
  • vermitteln Ihnen weiterführende Ansprechpartner:innen.

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