Ziele der Förderung
Ziel der Fördermaßnahme ist die Erschließung innovativer Ansätze sowohl für die Prävention, Diagnostik und Therapie altersbedingter Krebserkrankungen als auch für einen gesellschaftlichen Umgang mit Krebs im Alter.
Die Maßnahme beleuchtet das Thema Alter und Krebs aus verschiedenen wissenschaftlichen Blickwinkeln und ermöglicht dadurch eine holistische Erfassung des gesamten Forschungsgebiets. Die Forschungsergebnisse haben eine hohe gesellschaftliche und gesundheitspolitische Relevanz. Aus ihnen lassen sich evidenzbasierte Empfehlungen zur Verbesserung der Prävention, der Frühdiagnose, der Lebensqualität und der Lebensdauer älterer Krebspatientinnen und Krebspatienten ableiten.
Was wird gefördert?
- Gefördert werden soll eine begrenzte Anzahl von interdisziplinären Forschungsverbünden. Für die Handlungsfelder 1, 2 und 3 (siehe unten) sollen sich die Verbünde aus Arbeitsgruppen verschiedener naturwissenschaftlicher und medizinischer Disziplinen zusammensetzen und bei Bedarf weitere Expertisen wie beispielsweise aus den Bereichen Sozialwissenschaften, IT- und Ingenieurwissenschaften oder Psychologie einschließen.
- Die Verbünde sollen eine bisher ungelöste Herausforderung adressieren und dabei ein kooperatives und koordiniertes Forschungskonzept unter Nutzung der neuesten Untersuchungsmethoden verfolgen.
- Die Arbeit im Verbund soll auf gemeinsam festgelegte Ziele, Fragen und einen gemeinsamen, klinisch orientierten Forschungsgegenstand ausgerichtet sein.
- Wo immer möglich, ist die gezielte Nutzung bereits etablierter Strukturen sowie existierender Datensätze, Patientenregister, Kohorten und Bioproben für die Bearbeitung der Forschungsfragen vorzusehen.
- Die Patientenperspektive ist miteinzubeziehen und kann im beantragten Projekt über ein eigenes Arbeitspaket adressiert und abgebildet werden.
Vier Handlungsfelder
Die Forschungsprojekte sollen sich inhaltlich auf eines der vier unten beschriebenen Handlungsfelder konzentrieren. Eine inhaltliche Überlappung zwischen den Handlungsfeldern ist möglich, wenn der Fokus der geplanten Arbeiten eindeutig nur einem Handlungsfeld zuzuordnen ist. Ebenfalls ist es möglich, Aspekte der Versorgungs- und der Implementierungsforschung zu integrieren mit dem Ziel, altersrelevante Innovationen in Diagnostik, Therapie und Versorgung schneller in die Regelversorgung zu überführen. Auch eine begleitende Betrachtung palliativmedizinischer Aspekte ist möglich.
Wichtige Voraussetzungen für die Förderung
- Von den Partnern eines Verbunds ist ein Koordinator oder eine Koordinatorin zu benennen.
- Die Partner eines Verbundprojekts regeln ihre Zusammenarbeit in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung.
- Der Forschungsverbund benötigt ein überzeugendes organisatorisches Konzept für die Kommunikation und Koordination der verbundinternen Zusammenarbeit, das auch aufzeigt, inwiefern Synergien gebildet werden können. Das Konzept muss auch Elemente der verbundinternen Fortschrittskontrolle enthalten und eine aktive Selbststeuerung des Verbunds ermöglichen.
Kontakt
Dr. Axel Aretz
Dr. Amke Ris
0228/3821-2590
alterundkrebs@dlr.de
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