BMBF: Hybride Interaktionssysteme

Gefördert werden innovative Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die durch eine Verknüpfung präsenter und virtueller Zusammenarbeit die Aufrechterhaltung der Gesundheit auch in Ausnahmesituationen ermöglichen.

Abgabetermin:
15.11.2022 - Module 1 und 2: 10.02.2021
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Fördergebiet:
Deutschland
Förderdauer:
3 Jahre
Antragsberechtigte:
Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie ­zivilgesellschaftliche Akteure

Technologien, die solche Mischformen der Interaktion ermöglichen, sollen einen fließenden Übergang zwischen der Unterstützung des Alltags in bewährter Weise und seiner Aufrechterhaltung in Ausnahmesituationen gewährleisten. Dabei soll z. B. Präsenzinteraktion kurzfristig ersetzbar sein und langfristig ergänzt werden können. Die neuartigen Systeme passen ihren Grad an Hybridität (Vermischung) von Interaktionsformen dem Bedarf der Nutzenden und den realen Bedingungen an.

MODUL 3: Verbundprojekte zur Entwicklung hybrider Interaktionssysteme zur Unterstützung der Diagnose von gesundheitlichen Spätfolgen einer COVID-19-Erkrankung

In diesem neuen Modul werden die gesundheitlichen Spätfolgen einer COVID-19-Erkrankung adressiert.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Projekte, die eine technologische und soziale Innovation unter Einbezug von Interaktionstechnologien entwickeln. Diese soll beispielsweise den Diagnoseprozess zu gesundheitlichen Spätfolgen einer COVID-19-Erkrankung unterstützen. Auch denkbar sind Projekte, die durch Interaktionstechnologien die Vernetzung von Patient:innen mit medizinischem Fachpersonal und Expert:innen zur Diagnose bzw. Koordinierung zu unterstützen. Dies schließt auch eine Vernetzung der Akteure innerhalb des Gesundheitswesens ein.

Was wird NICHT gefördert?

Die Förderung von Projekten, die interaktive Systeme zur Unterstützung therapeutischer Prozesse (z. B. Unterstützung der Übungsdurchführung im heimischen Umfeld) entwickeln, ist nicht vorgesehen. Der Fokus von Modul 3 liegt auf den Bereichen Datenerfassung- und Auswertung für Diagnose sowie Vernetzung.

Fördervoraussetzungen

Die geplanten Innovationen müssen in mindestens einem der nachfolgend genannten Aspekte deutlich über den gegenwärtigen Stand von Forschung und Entwicklung hinausgehen und einen erheblichen Mehrwert für Nutzende aufweisen:

  • Durch die Erfassung von Gesundheitsdaten werden hybride Formen der Diagnose und Kooperation auch auf Distanz ermöglicht.
  • Durch die Entwicklung datenbasierter Verfahren wird die medizinische Weiterverwendung von Gesundheitsdaten zu diagnostischen bzw. Beratungszwecken ermöglicht.
  • Durch die gezielte Kontaktherstellung und den Austausch zwischen betroffenen Patient:innen und spezialisierten Versorgern sowie Versorgungsakteuren untereinander wird eine verbesserte und bedarfsgerechtere Diagnostik – auch über räumliche Distanzen hinweg – ermöglicht.

Die Projektverbünde müssen wissenschaftliche Publikationen mit Bezug zur in Modul 3 beschriebenen Thematik vorweisen. Zudem ist darzustellen, dass die Verbundpartner nachweislich Zugriff auf eine für das jeweilige Untersuchungsdesign ausreichend große Gruppe Betroffener haben.

Zur Änderungsbekanntmachung

Informationsveranstaltung

Eine erste Informationsveranstaltung zu Modul 3 fand am 28. September 2022 statt.

Ein weiterer Termin wird am 19. Oktober 2022 angeboten.

Hier geht es zur Anmeldung.

Zum Bekanntmachungstext beim BMBF

Informationen des zuständigen Projektträgers VDI/VDE Innovation + Technik GmbH

Online-Informationsveranstaltungen zur Bekanntmachung finden am 15.12.2020 und am 13.01.2021 statt.