Siegen: Startschuss für eine neue Ära exzellenter Forschung

Im Beisein von Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, ist an der Universität Siegen das Forschungszentrum INCYTE feierlich eröffnet worden. Das neue High-Tech-Zentrum stärkt die Spitzenforschung in Siegen und ganz Nordrhein-Westfalen.

Exzellente Wissenschaft braucht eine exzellente Ausstattung. Mit INCYTE schaffen wir optimale Arbeitsbedingungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem deutschlandweit einmaligen Laborgebäude. Verschiedene Disziplinen werden hier gemeinsam intelligente Mikrosensoren und innovative Materialen entwickeln und so an der Lösung zentraler Zukunftsfragen in den Bereichen Industrie, Mobilität und Medizin arbeiten. Das stärkt den Wissenschafts- und den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen.
Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft MKW des Landes Nordrhein-Westfalen:
Eröffnung des INCYTE (von links): Prof. Dr. Benjamin Butz, Prof. Dr. Peter Haring Bolívar, Anke Richter (BLB NRW), Ministerin Ina Brandes, Uni-Rektorin Prof. Dr. Stefanie Reese, Kanzlerin Iris Litty und Prof. Dr. Patrick Scheele.
Eröffnung des INCYTE (von links): Prof. Dr. Benjamin Butz, Prof. Dr. Peter Haring Bolívar, Anke Richter (BLB NRW), Ministerin Ina Brandes, Uni-Rektorin Prof. Dr. Stefanie Reese, Kanzlerin Iris Litty und Prof. Dr. Patrick Scheele.
© Universität Siegen / Sascha Hüttenhain

Neue Maßstäbe für die Forschung im Profilbereich „Neue Materialien, Sensorik und Künstliche Intelligenz“ der Universität Siegen. Mit einem Festakt ist auf dem Adolf Reichwein-Campus jetzt das Forschungszentrum INCYTE eröffnet worden. Ein interdisziplinäres High-Tech-Zentrum für Nanoanalytik, Nanochemie und cyber-physische Sensortechnologien.

Auf rund 5.200 Quadratmetern Nutzfläche vereint das INCYTE hochmoderne Labore, Reinräume und biochemische Forschungsbereiche. Rund 150 Gäste aus Wissenschaft, Politik und Industrie nahmen an der Eröffnung teil. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Patrick Scheele, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Ferdinand-Braun-Instituts, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik. Das Thema: „Zukunft der Mikroelektronik in Europa mit der Pilotline für Heterogene Integrierte Elektronische Systeme APECS“.

„Das INCYTE ist ein Forschungszentrum mit immenser nationaler und internationaler Strahlkraft, ein großartiger Leuchtturm für die Universität Siegen und für Mikroelektronik in Nordrhein-Westfalen. Unser Dank gilt dem Land, das unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern optimale Bedingungen für Forschung auf Weltklasseniveau ermöglich“, erklärten Uni-Rektorin Prof. Dr. Stefanie Reese und Kanzlerin Iris Litty. „Ebenso danken wir allen Kolleginnen und Kollegen sehr herzlich, die sich in den vergangenen Jahren mit großem Engagement für dieses Projekt eingesetzt haben.“

Mit dem neuen Forschungszentrum verfügt die Universität Siegen über eine deutschlandweit einzigartige Infrastruktur. Verschiedene Disziplinen arbeiten in den Laboren Hand in Hand, um intelligente mikrointegrierte Sensoren und innovative Materialien für vielfältige Anwendungsfelder zu entwickeln und zu analysieren. Von der Medizin über industrielle Anwendungen bis hin zur Mobilität. Zugleich steht das INCYTE exemplarisch für eine neue Generation kooperativer Forschungsinfrastrukturen. Interdisziplinär zusammenarbeitende Forschende nutzen die Labore und Anlagen gemeinschaftlich, um Lösungen für zentrale Zukunftsfragen zu entwickeln. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Bau mit rund 95 Millionen Euro.

„Die Infrastruktur im INCYTE steht auch externen Partnern offen, um Forschung und Entwicklung gemeinsam wirksam umsetzen zu können – darunter andere Universitäten, Forschungseinrichtungen, Ausgründungen sowie mittelständische Unternehmen aus der Region und darüber hinaus“, betont Prof. Dr. Peter Haring Bolívar. Er hat das Projekt gemeinsam mit Kolleg:innen maßgeblich konzipiert und vorangetrieben.

Errichtet wurde das INCYTE auf einer Fläche von knapp 11.000 Quadratmetern durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB NRW). Dabei galt es, höchste bauliche Anforderungen zu erfüllen. So wurden die Labore für die hochempfindlichen Elektronenmikroskope bis zu sieben Meter tief in den Felsen gebaut. Für einen erschütterungsfreien Betrieb ruhen die Geräte auf einem rund 100 Tonnen schweren Betonfundament. „35.000 Kubikmeter Erde wurden bewegt, damit der Fels selbst zur Schutzschicht für die sensible Messtechnik wird. Aber das INCYTE ist nicht nur ein technisches Meisterwerk. Das viergeschossige Atrium mit seinen lichtdurchfluteten Kuppeln bildet einen lebendigen Mittelpunkt, der Austausch und Begegnung fördert – denn Forschung entsteht nicht allein im Labor“, sagte Anke Richter. Sie ist Leiterin der Dortmunder Niederlassung des BLB NRW.

Neben hochspezialisierten Laboren beherbergt das INCYTE auch Räume für Lehrveranstaltungen, rund 200 Arbeitsplätze sowie Bereiche für Gastwissenschaftler:innen. Für eine nachhaltige Energieversorgung wurden auf dem Dach rund 130 Solarmodule installiert. Eine umfangreiche Dachbegrünung trägt zur natürlichen Wärmeregulierung bei und verbessert das Mikroklima am Standort.


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