Der Kostendruck im Gesundheitssystem steigt, das Thema Low-Value Care wird dadurch dringlicher: Wie aber lassen sich medizinische Leistungen, die für Patientinnen und Patienten wenig oder keinen Nutzen bieten und unnötig Ressourcen beanspruchen, überhaupt systematisch identifizieren? Diese Frage steht im Mittelpunkt des diesjährigen IQWiG-Herbst-Symposiums.
Evidenz und wissenschaftliche Grundlagen
Im ersten Block geht es um Evidenz und wissenschaftliche Grundlagen: Verena Vogt, Professorin für Quantitative Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Jena und Mitglied der FinanzKommission Gesundheit, zeigt, wie man mit GKV-Routinedaten misst. Simone van Dulmen vom in Nijmegen berichtet über Erfahrungen aus den Niederlanden. Jean-François Chenot, Direktor der Abteilung Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Greifswald, spricht über das Spannungsfeld zwischen praktischer Vernunft, Evidenz und regulatorischen Vorgaben.
Low-Value Care aus verschiedenen Perspektiven
Im zweiten Teil beleuchten die Referenten aus verschiedenen Perspektiven: Franz Knieps, langjähriger Vorstandsvorsitzender des BKK Dachverbandes, erläutert die gesetzliche Sicht. Gregor Bornes vom Gesundheitsladen Köln schildert die Perspektive der Patientinnen und Patienten, Matthias Wilken vom BPI die der Pharmaindustrie. Claudia Spies von der Berliner Charité spricht über die Grenzen von bei Schwerkranken.
Den Abschluss bildet ein moderierter Dialog mit allen sowie eine Abschlussdiskussion mit Einbindung des Publikums zu konkreten nächsten Schritten auf dem Weg von der Identifikation zur Reduktion von in Deutschland..
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