30.03.2026
Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen beteiligen sich an dem bundesweiten Forschungsvorhaben UncovRT. In diesem Projekt geht es um die Folgen für die Lebensqualität nach einer Strahlentherapie. Sie arbeiten in der Klinik für Partikeltherapie am Westdeutschen Protonentherapiezentrum Essen und verantworten den pädiatrischen Schwerpunkt innerhalb des Projekts. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt BMFTR fördert UncovRT mit rund zwei Millionen Euro im Zuge der Nationalen Dekade gegen Krebs. Davon fließen 420.000 Euro nach Essen.
Was passiert im Gehirn nach der Therapie?
UncovRT steht für „“. Die Forschungsteams fragen sich, was im Gehirn nach einer Strahlentherapie passiert – und warum manche Patient:innen noch Jahre später unter den Folgen der Behandlung leiden. Ein besseres Verständnis dieser Spätfolgen soll helfen, diese in Zukunft früher erkennen und langfristig vermeiden zu können.
Das Team am Westdeutschen Protonentherapiezentrum Essen WPE untersucht vor allem Kinder und Jugendliche mit Hirn- oder Schädelbasistumoren, die mit Protonen bestrahlt wurden. Die Protonentherapie ist eine präzise Form der Strahlentherapie, bei der gesundes Gewebe mehr geschont wird als bei herkömmlicher Bestrahlung. Dennoch können auch hierbei Spätfolgen auftreten, beispielsweise Beeinträchtigungen von Konzentrations- und Gedächtnisleistungen. „Wir möchten herausfinden, warum solche Veränderungen entstehen und welche Patient:innen ein hohes Risiko haben“, sagt Prof. Dr. Beate Timmermann. Sie ist Medizinische Leiterin am Standort Essen.
Mehr Lebensqualität für junge Krebsüberlebende
Im Verbund kooperieren Teams aus Dortmund, Essen, Dresden, Hamburg und Heidelberg. Sie bauen eine Datenbank mit klinischen Daten, Aufnahmen aus bildgebenden Verfahren und biologischen Informationen auf. Zudem untersuchen sie in Laborstudien die biologischen Ursachen von strahlenbedingten Hirnschäden und testen Medikamente, die solche Schäden möglicherweise verhindern können.
Auch Betroffene werden eingebunden und bringen ihre Perspektive ein. Dank neuer Erkenntnisse sollen nicht nur Krebstherapien verbessert werden, sondern vor allem die Lebensqualität von Menschen, die einen Hirntumor überlebt haben.
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