Düsseldorf: Neues Projekt erforscht Zusammenhang von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Neuer Sonderforschungsbereich „CARDIO-DIABETES-CROSSTALK“: Das Projekt erforscht, wie Diabetes Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflusst – gefördert mit über 11 Mio. Euro von der DFG.

Die Förderung von gleich zwei Sonderforschungsbereichen setzt ein starkes Zeichen für den Wissenschaftsstandort Düsseldorf und besonders natürlich für die HHU. Diese Projekte werden wichtige Forschungsbereiche in der Medizin und in der Pflanzenforschung weiter stärken. Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern der Antragsteams, die durch ihr Engagement, ihre Motivation und ihr Können zu dieser Auszeichnung beigetragen haben.
Prof. Dr. Anja Steinbeck, Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Prof. Dr. Maria Grandoch, Leiterin des Instituts für Translationale Pharmakologie, wird den Sonderforschungsbereich CARDDIAB künftig leiten.
Prof. Dr. Maria Grandoch, Leiterin des Instituts für Translationale Pharmakologie, wird den Sonderforschungsbereich CARDDIAB künftig leiten.
© ninagraphie

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf feiert einen großen Erfolg: Wie die DFG bekannt gab, fördert sie künftig den standortübergreifendem SFB 1774 „CARDIO-DIABETES-CROSSTALK“. Das Forschungsprojekt von untersucht den Zusammenhang von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Der neue SFB 1774 „CARDIO-DIABETES-CROSSTALK“ soll künftig den Zusammenhang zwischen Typ-2-Diabetes und Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems untersuchen. Die Rolle der Sprecherin übernimmt Prof. Dr. Maria Grandoch, Leiterin des Instituts für Translationale Pharmakologie. Für dieses standortübergreifende Projekt kooperieren Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) mit dem Deutschem Diabetes Zentrum DDZ, einem An-Institut der HHU. Außerdem sind die Universitäten München, Münster und Tübingen sowie das Helmholtz Diabetes Center München beteiligt.

In Deutschland leben mehrere Millionen Menschen mit Diabetes. Häufig wird die Erkrankung von Komplikationen begleitet. So ist etwa das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Menschen mit Diabetes viermal höher als bei Menschen ohne Diabetes. Wie genau dieser Zusammenhang entsteht, will der neue Sonderforschungsbereich 1774 „CARDIO-DIABETES-CROSSTALK“ untersuchen. Im Fokus steht dabei die Pathophysiologie beider Erkrankungen. Ziel ist es, die zentralen molekularen Faktoren und das Zusammenspiel von Zellen zu identifizieren, die erklären können, wie Entzündungen entstehen und wie sich Störungen im Stoffwechsel entwickeln und voranschreiten. Dafür legt der SFB 1774 sowohl einen Schwerpunkt auf die Erforschung der molekularen Vorgänge in den betroffenen Organen, als auch auf die Effekte, die eine Störung des Energie-Stoffwechsels auf das Herz-Kreislauf-System hat.

Dass dieses Forschungsprojekt künftig von der DFG gefördert wird, ist eine besondere Auszeichnung für die Studienleiterin Prof. Dr. Maria Grandoch: „Wir freuen uns sehr über die Entscheidung der DFG. Die Förderung ermöglicht, unsere gemeinsamen Forschungsansätze weiter auszubauen und zentrale Fragestellungen in diesem Bereich interdisziplinär zu bearbeiten. Der SFB 1774 verbindet die prioritären Forschungsfelder der Medizinischen Fakultät der HHU miteinander. Prof. Dr. Nikolaj Klöcker, Dekan der Medizinischen Fakultät: „Der SFB knüpft an unsere langjährige Expertise in der Erforschung von Herz- und Gefäßerkrankungen an und schafft gleichzeitig eine Verbindung zu den Schwerpunkten in der Stoffwechsel- und Diabetesforschung sowie der Digitalen Medizin.“

Die Rolle des Co-Sprechers übernimmt Prof. Dr. Robert Wagner (Klinik für Endokrinologie und Diabetologie und DDZ). Am Standort Düsseldorf sind unter anderem außerdem Prof. Dr. Malte Kelm (Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie), Prof. Dr. Michael Roden (Klinik für Endokrinologie und Diabetologie), Prof. Dr. Tobias Marschall (Leiter des Instituts für Medizinische Biometrie und Bioinformatik, Direktor des Zentrums für Digitale Medizin), PD Dr. med. Mareike Cramer (Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie), PD Dr. Oana-Patricia Zaharia (Klinik für Endokrinologie und Diabetologie) und Prof. Dr. Eckhart Lammert (Institut für Stoffwechselphysiologie) beteiligt.

Bei der DFG wurde für das Projekt ein Fördervolumen von mehr als elf Millionen Euro über eine Laufzeit von knapp vier Jahren beantragt.


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