Ziele der Förderung
Viele junge, hoch qualifizierte Ärzt:innen gehen nach dem Studium ins Ausland, weil sie dort an Universitäten, Instituten und Kliniken bessere Arbeitsbedingungen vorfinden. Die Jung-Stiftung möchte mit dem Karriere-Förderpreis besonders talentierten Mediziner:innen Anreize geben, nach Deutschland zurückzukehren. Ziel ist es, den medizinischen Forschungsstandort Deutschland zu stärken und langfristig auch ein Umdenken in der deutschen Forschungspolitik zu bewirken.
Was wird gefördert?
Der Jung-Karriere-Förderpreis für medizinische Forschung richtet sich an die Nachwuchsmediziner:innen, die – bevorzugt nach zweijähriger wissenschaftlicher Forschungsarbeit im weltweiten Ausland – an einer deutschen Klinik tätig sein wollen, um vertieft wissenschaftlich zu arbeiten und gleichzeitig eine klinische Ausbildung zum Facharzt anstreben. Er umfasst eine Förderung in Höhe von 210.000 Euro, mit der der Stipendiat, die Stipendiatin über einen Zeitraum von drei Jahren ein eigenes Forschungsprojekt finanziert.
Wichtige Voraussetzungen für die Förderung
Die Ausschreibung richtet sich an Mediziner:innen in der Facharztausbildung, die mindestens zwei Jahre lang wissenschaftlich geforscht haben (vorzugsweise im Ausland), über einen dokumentierten wissenschaftlichen Leistungsnachweis verfügen und zum Abschluss ihrer Facharztausbildung nach Deutschland zurückkehren. Die Arbeit sollte an einem deutschen akademischen Krankenhaus durchgeführt werden.
Bei Antritt des Preises sollte der Bewerber für mindestens ein Jahr von seinen klinischen Pflichten entbunden sein, bevor er eine zusätzliche klinische Ausbildung aufnimmt, mit Unterbrechungen für insgesamt weitere 2 Jahre. Die Bewerber sind nicht verpflichtet, zum Zeitpunkt der Bewerbung eine Gastinstitution anzugeben, die in Absprache mit der Stiftung nach Erhalt des Jung Career Advancement Award ausgewählt werden sollte.
Die Geschäftsstelle von Medizin.NRW unterstützt Akteure aus Wissenschaft, Klinik, Wirtschaft und Transfer dabei, passende Fördermöglichkeiten im Bereich der innovativen Medizin zu identifizieren. Dies umfasst insbesondere:
- eine erste Einordnung geeigneter Förderprogramme,
- Hinweise auf aktuelle Ausschreibungen,
- Orientierung zu nationalen, europäischen und NRW-spezifischen Förderwegen,
- Hinweise auf zuständige Projektträger, Nationale Kontaktstellen und Beratungsangebote,
- Unterstützung bei der Vernetzung mit potenziellen Kooperationspartnern,
- Hinweise auf Veranstaltungen und Informationsangebote zu Förderthemen.
Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie für ein konkretes Vorhaben eine erste Orientierung zu möglichen Förderwegen suchen.