EP PerMed: Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „ Zell- und Gentherapie für die personalisierte Medizin“

Im Rahmen von EP PerMed fördert das BMFTR Forschungsprojekte zum Thema „ Zell- und Gentherapie für die personalisierte Medizin“.

Abgabetermin:
20.01.2027 14:00 Uhr (Berlin) - ("Pre-Proposals")
Fördergeber:
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt BMFTR und Bundesministerium für Gesundheit BMG (für deutsche Antragstellende)
Fördergebiet:
Europa
Fördersumme:
max. 300.000 Euro für den deutschen Partner
Förderdauer:
3 Jahre
Antragsberechtigte:
• Universitäten (einschließlich Universitätskliniken), klinische Einrichtungen und Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen und Industrie

Ziele der Förderung

Ziel der vorliegenden Fördermaßnahme ist die Entwicklung von Zell- und Gentherapien für die personalisierte Medizin. Die geförderten transnationalen Verbünde müssen sich auf die Entwicklung und Validierung einer innovativen und neuen Zell- und Gentherapien für die personalisierte Medizin fokussieren.

Was wird gefördert?

Im Rahmen dieser Ausschreibung gelten CGT als innovativ und neuartig, wenn sie klare therapeutische Vorteile gegenüber der Standardtherapie bieten, wie beispielsweise eine verbesserte Wirksamkeit, erhöhte Sicherheit, länger anhaltende Wirkungen oder die Fähigkeit, bisher unbehandelbare Erkrankungen zu behandeln.

Mindestens einer der folgenden Ansätze muss zum Einsatz kommen:

  • Somatische Zelltherapien (z. B. in Form von Stammzellen, Organoiden oder Zellen des Immunsystems);
  • Gentherapien in Form von Genersatz-, Genadditions- oder Gensuppressionstherapien unter Verwendung viraler und nicht-viraler Vektoren oder Genom-Editierung;
  • Kombinierte Zell- und Gentherapien in Form genetisch veränderter Zellen;
  • Neuartige biologische Produkte wie mRNA, andere nukleinsäurebasierte Methoden und extrazelluläre Vesikel als Träger für genbasierte therapeutische Verfahren.

Die Forschungsprojekte müssen physiologisch relevante präklinische Modelle verwenden (z. B. menschliche Zellkulturen,Organoide, Organ-on-Chips, Tiermodelle). Darüber hinaus müssen sie fundierte Vorergebnisse vorweisen (z. B. ein definiertes Vektor- oder Zellsystem, ein bestehendes präklinisches Modell) und einen glaubwürdigen Weg zur klinischen Anwendung beschreiben.

Ergänzend zu den oben genannten Forschungsbereichen können Vorschläge Folgendes umfassen:

  • Diagnostische Ansätze, sofern ein klarer Bezug zur personalisierten CGT besteht, um eine Patientenstratifizierung zu ermöglichen oder das Ansprechen, die Wirksamkeit, die Dosierungsoptimierung, Nebenwirkungen oder Toxizität vorherzusagen.
  • Entwicklung neuartiger Herstellungs- oder Verabreichungsmethoden, sofern diese ein personalisiertes CGT-Grundgerüst beinhalten.
  • Präklinische In-vitro-/In-vivo-Charakterisierungsassays für neuartige und personalisierte CGT zur Bewertung wichtige Aspekte wie Chargenkonsistenz, Biodistribution, Wirksamkeit, Stabilität, Sicherheit und Verträglichkeit zu bewerten, idealerweise gemäß den Standards der Guten Laborpraxis (GLP), sofern dies aus regulatorischer Sicht für die weitere Entwicklung und die Übertragung auf Patienten erforderlich ist.

Die Ausschreibung des BMFTR folgt in Kürze hier.

Es werden ausschließlich transnationale Projekte gefördert, jedes Konsortium muss mindestens drei Partner aus unterschiedlichen Länder der Europäischen Union oder assoziierten Ländern, es darf keine rechtliche Verbindung untereinander geben.

Weitere Informationen

DatumEvent
04.11.2026Veröffentlichung der transnationalen Ausschreibung
03. 12.2026Informationsveranstaltung
20.01.2027 (14:00 Uhr)Frist für die Einreichung von Projektskizzen („Pre-Proposals“)
Voraussichtlich Anfang April 2027Mitteilung der Ergebnisse der Bewertung des Erstvorschlags und Aufforderung zur Einreichung der ausführlichen Projektbeschreibung („full proposal“)
25.05.2027Frist für die Einreichung der ausführlichen Projektbeschreibung („full proposal“)
Anfang August 2027Phase der Stellungnahme zu Gutachterkommentaren („rebuttal“)
Voraussichtlich im Oktober / November 2027Mitteilung der Finanzierungsentscheidungen an die Antragsteller
Ende 2027, Anfang 2028Voraussichtlicher Projektbeginn (gemäß den regionalen/nationalen Förderbestimmungen)

Frau Dr. Ute Preuss
Frau Dr. Alexandra Becker
Telefon: 0228 3821-2211
permed@dlr.de

Die Geschäftsstelle von Medizin.NRW unterstützt Akteure aus Wissenschaft, Klinik, Wirtschaft und Transfer dabei, passende Fördermöglichkeiten im Bereich der innovativen Medizin zu identifizieren. Dies umfasst insbesondere:

  • eine erste Einordnung geeigneter Förderprogramme,
  • Hinweise auf aktuelle Ausschreibungen,
  • Orientierung zu nationalen, europäischen und NRW-spezifischen Förderwegen,
  • Hinweise auf zuständige Projektträger, Nationale Kontaktstellen und Beratungsangebote,
  • Unterstützung bei der Vernetzung mit potenziellen Kooperationspartnern,
  • Hinweise auf Veranstaltungen und Informationsangebote zu Förderthemen.


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