Ziele der Förderung
Das Ziel dieser Förderrichtlinie im Rahmen der Europäischen Partnerschaft für die Gesundheit des Gehirns (EP BrainHealth) ist es, biologische, soziale, Lifestyle- und Umweltfaktoren mit Bezug zu neurodegenerativen Erkrankungen zu identifizieren und besser zu verstehen. Die Erkenntnisse sollen beispielsweise Ansätze für potenzielle Wirkmechanismen sowie verbesserte Diagnostik oder Prävention liefern, um die Gehirngesundheit und die Lebensqualität von Patien:tinnen zu verbessern.
Was wird gefördert?
Es wird eine begrenzte Anzahl ambitionierter, innovativer, multinationaler und multidisziplinärer Verbundvorhaben gefördert werden. Diese sollen der Frage nachgehen, wie sich verschiedene Faktoren auf die Gesundheit des Gehirns auswirken und den Verlauf neurodegenerativer Erkrankungen über die gesamte Lebensspanne hinweg beeinflussen.
Die Forschungsansätze müssen sich auf mindestens zwei der drei unten genannten Arten von Faktoren beziehen, die sich auf die Entwicklung der Gehirngesundheit mit Bezug zu neurodegenerativen Erkrankungen auswirken:
- Biologische Faktoren, zum Beispiel Genetik, Epigenetik, OMICS, Neuroplastizität, Entzündung, Synaptogenese, neurologische Kreisläufe, vaskuläre Faktoren, sensorische Beeinträchtigungen, Komorbiditäten;
- Lebensstil und soziale Faktoren, zum Beispiel Bewegung/Sport, Ernährung, Schlaf, Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum, Arbeit (zum Beispiel Einkommen, Beschäftigung), sozioökonomischer Hintergrund/Status, Ethnie, Geschlecht, Bildung, Sicherheit, soziale Interaktionen (Familie/Freunde), Zugang zur Gesundheitsversorgung, Stress, Trauma, Migration;
- Umweltfaktoren, zum Beispiel Verschmutzung, Urbanität, Katastrophen, Pandemien, Krieg/Konflikte, Klimawandel, Natur.
Darüber hinaus müssen die Projekte mindestens zwei der folgenden Aspekte im Zusammenhang mit den identifizierten Faktoren untersuchen:
- Prävention, Behandlung und technologische Entwicklung.
- Wirkungsmechanismen
- Früherkennung und Diagnose
Wichtige Voraussetzungen für die Förderung
Folgende Aspekte im Zusammenhang mit dieser Bekanntmachung wichtig:
- Forschungsansätze zur Integration multimodaler Daten, die Verwendung zugänglicher tragbarer Technologien (zum Beispiel mobile Geräte), Wiederverwendung von Medikamenten sowie zu künstlicher Intelligenz beziehungsweise digitalen Zwillingen sind besonders erwünscht.
- Die Vorhaben sollten untersuchen, wie sich die Faktoren auf die Entwicklung der Gehirngesundheit im Laufe des Lebens auswirken;
- Ergebnisse, die der Lebensqualität von Patient:innen und ihren Betreuer:innen zugutekommen, sind von besonderer Bedeutung und sollten ausdrücklich definiert und angegeben werden;
- Es sind Forschungsprojekte erwünscht, die sich auf Behinderungen, Geschlecht, ethische, kulturelle und sozioökonomische Aspekte konzentrieren.
Kontakt
Frau Dr. Sabrina Voß
Frau Dr. Vera Mönter-Telgen
0228 3821-2555
BrainHealth-Calls@dlr.de
Die Geschäftsstelle von Medizin.NRW unterstützt Akteure aus Wissenschaft, Klinik, Wirtschaft und Transfer dabei, passende Fördermöglichkeiten im Bereich der innovativen Medizin zu identifizieren. Dies umfasst insbesondere:
- eine erste Einordnung geeigneter Förderprogramme,
- Hinweise auf aktuelle Ausschreibungen,
- Orientierung zu nationalen, europäischen und NRW-spezifischen Förderwegen,
- Hinweise auf zuständige Projektträger, Nationale Kontaktstellen und Beratungsangebote,
- Unterstützung bei der Vernetzung mit potenziellen Kooperationspartnern,
- Hinweise auf Veranstaltungen und Informationsangebote zu Förderthemen.
Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie für ein konkretes Vorhaben eine erste Orientierung zu möglichen Förderwegen suchen.
Melden Sie sich jetzt an für unsere Innovations-Community und tauschen Sie sich aus mit Akteur:innen der zukunftsfähigen Spitzenmedizin in NRW!