EP BrainHealth: Förderung von Projekten zu biologischen, sozialen und umweltbedingten Faktoren der Gehirngesundheit im Bereich Neurodegeneration

Gesundheit des Gehirns und Verlauf neurodegenerativer Erkrankungen über die gesamte Lebensspanne.

Abgabetermin:
10.03.2026 14:00 Uhr (Berlin)
Fördergeber:
für deutsche Antragstellende: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Fördergebiet:
Europa
Antragsberechtigte:
Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Einrichtungen und Träger der Gesundheitsversorgung (z.B. Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen), Unternehmen sowie zivilgesellschaftliche Organisationen und weitere Institutionen (z.B. Vereine, Verbände, Stiftungen); alle Antragsberechtigten können sowohl als Zuwendungsempfänger als auch als Unterauftragnehmer fungieren

Ziele der Förderung

Das Ziel dieser Förderrichtlinie im Rahmen der Europäischen Partnerschaft für die Gesundheit des Gehirns (EP BrainHealth) ist es, biologische, soziale, Lifestyle- und Umweltfaktoren mit Bezug zu neurodegenerativen Erkrankungen zu identifizieren und besser zu verstehen. Die Erkenntnisse sollen beispielsweise Ansätze für potenzielle Wirkmechanismen sowie verbesserte Diagnostik oder Prävention liefern, um die Gehirngesundheit und die Lebensqualität von Patien:tinnen zu verbessern.

Was wird gefördert?

Es wird eine begrenzte Anzahl ambitionierter, innovativer, multinationaler und multidisziplinärer Verbundvorhaben gefördert werden. Diese sollen der Frage nachgehen, wie sich verschiedene Faktoren auf die Gesundheit des Gehirns auswirken und den Verlauf neurodegenerativer Erkrankungen über die gesamte Lebensspanne hinweg beeinflussen.

Die Forschungsansätze müssen sich auf mindestens zwei der drei unten genannten Arten von Faktoren beziehen, die sich auf die Entwicklung der Gehirngesundheit mit Bezug zu neurodegenerativen Erkrankungen auswirken:

  • Biologische Faktoren, zum Beispiel Genetik, Epigenetik, OMICS, Neuroplastizität, Entzündung, Synaptogenese, neurologische Kreisläufe, vaskuläre Faktoren, sensorische Beeinträchtigungen, Komorbiditäten;
  • Lebensstil und soziale Faktoren, zum Beispiel Bewegung/Sport, Ernährung, Schlaf, Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum, Arbeit (zum Beispiel Einkommen, Beschäftigung), sozioökonomischer Hintergrund/Status, Ethnie, Geschlecht, Bildung, Sicherheit, soziale Interaktionen (Familie/Freunde), Zugang zur Gesundheitsversorgung, Stress, Trauma, Migration;
  • Umweltfaktoren, zum Beispiel Verschmutzung, Urbanität, Katastrophen, Pandemien, Krieg/Konflikte, Klimawandel, Natur.

Darüber hinaus müssen die Projekte mindestens zwei der folgenden Aspekte im Zusammenhang mit den identifizierten Faktoren untersuchen:

  • Prävention, Behandlung und technologische Entwicklung.
  • Wirkungsmechanismen
  • Früherkennung und Diagnose

Wichtige Voraussetzungen für die Förderung

Folgende Aspekte im Zusammenhang mit dieser Bekanntmachung wichtig:

  • Forschungsansätze zur Integration multimodaler Daten, die Verwendung zugänglicher tragbarer Technologien (zum Beispiel mobile Geräte), Wiederverwendung von Medikamenten sowie zu künstlicher Intelligenz beziehungsweise digitalen Zwillingen sind besonders erwünscht.
  • Die Vorhaben sollten untersuchen, wie sich die Faktoren auf die Entwicklung der Gehirngesundheit im Laufe des Lebens auswirken;
  • Ergebnisse, die der Lebensqualität von Patient:innen und ihren Betreuer:innen zugutekommen, sind von besonderer Bedeutung und sollten ausdrücklich definiert und angegeben werden;
  • Es sind Forschungsprojekte erwünscht, die sich auf Behinderungen, Geschlecht, ethische, kulturelle und sozioökonomische Aspekte konzentrieren.

Frau Dr. Sabrina Voß
Frau Dr. Vera Mönter-Telgen
0228 3821-2555
BrainHealth-Calls@dlr.de

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