BMFTR: Use Cases für die Anwendung von In-silico-Methoden in der Medizin (e2Health)

Das BMFTR fördert Use Cases zur modellhaften und versorgungsrelevanten Anwendung von In-silico-Methoden in der Medizin. Ziel ist es, digitale Modelle, Simulationen und KI-gestützte Verfahren näher an die medizinische Praxis zu bringen und ihren Nutzen für die Gesundheitsversorgung aufzuzeigen.

Abgabetermin:
27.08.2026 - Projektskizzen
Fördergeber:
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Fördergebiet:
Deutschland
Fördersumme:
90.000 Euro (Machbarkeitsphase); n.a. (Realisierungsphase)
Förderdauer:
bis zu 10 Monate (Machbarkeitsphase), bis zu 3 Jahre (Realisierungsphase)
Antragsberechtigte:
Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Unternehmen

Ziele der Förderung

Digitale Modelle und Simulationen gewinnen für die medizinische Forschung und Versorgung zunehmend an Bedeutung. Mithilfe von In-silico-Methoden können biologische Prozesse, Krankheitsverläufe oder Therapieeffekte rechnergestützt abgebildet und analysiert werden. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten, medizinische Entscheidungen zu unterstützen, Entwicklungsprozesse zu beschleunigen und die Gesundheitsversorgung zu verbessern.

Mit dem Forschungs- und Förderkonzept „e2Health – In silico-Forschung für die Medizin der Zukunft“ verfolgt das BMFTR das Ziel, Deutschland als Innovationsstandort für die computergestützte Medizin zu stärken und den Transfer vielversprechender In-silico-Ansätze in die praktische Anwendung voranzubringen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden anwendungsorientierte Use Cases, die den Nutzen von In-silico-Methoden für konkrete Fragestellungen in Forschung oder Versorgung modellhaft demonstrieren.

Die Vorhaben können beispielsweise folgende Themen adressieren:

  • computergestützte Vorhersagen von Krankheitsverläufen,
  • digitale Zwillinge und patientenspezifische Modelle,
  • KI-gestützte Entscheidungsunterstützung,
  • Simulationen zur Entwicklung und Bewertung von Therapien,
  • In-silico-Ansätze zur Optimierung klinischer Prozesse.

Im Mittelpunkt steht die Anwendung bereits vorhandener oder weiterentwickelter Methoden auf konkrete medizinische Fragestellungen mit erkennbarem Nutzen für die Gesundheitsversorgung.

Wichtige Voraussetzungen für die Förderung

Die Vorhaben müssen einen klaren Versorgungsbezug aufweisen und den Mehrwert der eingesetzten In-silico-Methoden nachvollziehbar belegen.

Erwartet werden interdisziplinäre Konsortien, die Expertise aus Medizin, Gesundheitsversorgung, Informatik, Datenwissenschaften, Mathematik oder verwandten Fachgebieten zusammenführen.

Darüber hinaus sollen die Projekte eine realistische Perspektive für die spätere Überführung der entwickelten Lösungen in Forschung, Versorgung oder regulatorische Anwendungen aufzeigen.

Dr. Constanze Hahn-Neuhausen
0228 3821-1865
constanze.hahn-neuhausen@dlr.de


Herr Dr. Sebastian Hückesfeld
0228 3821-2387
sebastian.hueckesfeld@dlr.de

Die Geschäftsstelle von Medizin.NRW unterstützt Akteure aus Wissenschaft, Klinik, Wirtschaft und Transfer dabei, passende Fördermöglichkeiten im Bereich der innovativen Medizin zu identifizieren. Dies umfasst insbesondere:

  • eine erste Einordnung geeigneter Förderprogramme,
  • Hinweise auf aktuelle Ausschreibungen,
  • Orientierung zu nationalen, europäischen und NRW-spezifischen Förderwegen,
  • Hinweise auf zuständige Projektträger, Nationale Kontaktstellen und Beratungsangebote,
  • Unterstützung bei der Vernetzung mit potenziellen Kooperationspartnern,
  • Hinweise auf Veranstaltungen und Informationsangebote zu Förderthemen.

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