BMFTR: Klinische Studien zu postinfektiösen Erkrankungen

Das BMFTR fördert klinische Studien und systematische Übersichtsarbeiten zu postinfektiösen Erkrankungen im Rahmen der Nationalen Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen. Ziel ist es, bestehende Evidenzlücken zu schließen und die Versorgung von Betroffenen nachhaltig zu verbessern.

Abgabetermin:
02.09.2026 - Projektskizzen
Fördergeber:
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Fördergebiet:
Deutschland
Förderdauer:
Modul 1 bis zu 5 Jahre; Modul 2 bis zu 2 Jahre; Modul 3 bis zu 18 Monate
Antragsberechtigte:
Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Einrichtungen und Träger der Gesundheitsversorgung, weitere geeignete Forschungseinrichtungen und Organisationen

Ziele der Förderung

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert wissenschaftsinitiierte klinische Studien und systematische Übersichtsarbeiten zur Verbesserung der Versorgung von Patient:innen mit postinfektiösen Erkrankungen. Die Fördermaßnahme ist Teil der neu gestarteten Nationalen Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen und soll dazu beitragen, bestehende Evidenzlücken bei Diagnostik und Therapie gezielt zu schließen.

Im Fokus stehen insbesondere sogenannte Postakute Infektionssyndrome (PAIS), zu denen unter anderem das Post-COVID-Syndrom sowie weitere komplexe Erkrankungen nach Infektionen gehören. Trotz der hohen Krankheitslast bestehen in diesem Bereich weiterhin erhebliche Wissens- und Versorgungslücken. Ziel der Förderung ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, die langfristig zu einer besseren Diagnostik, wirksameren Therapien und einer verbesserten Versorgung der Betroffenen beitragen können.

Gefördert werden Einzelvorhaben in drei Modulen:

  • Modul 1: Explorative und konfirmatorische klinische Studien zu diagnostischen Verfahren und Therapiekonzepten bei postakuten Infektionssyndromen (PAIS)
  • Modul 2: Systematische Übersichtsarbeiten zu klinischen Studien im Bereich PAIS
  • Modul 3: Konzeptphasen für klinische Studien mit aktiver Beteiligung von Patient:innen sowie weiteren relevanten Zielgruppen

Wichtige Voraussetzungen für die Förderung

Ein wesentliches Merkmal der Fördermaßnahme ist die aktive Einbindung von Betroffenen und ihren Angehörigen in die Planung und Durchführung der Forschungsprojekte. Die Perspektiven der Patient:innen sollen frühzeitig in die Entwicklung von Forschungsfragen, Studiendesigns und Endpunkten einfließen.

Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Einrichtungen und Träger der Gesundheitsversorgung sowie weitere geeignete Forschungseinrichtungen und Organisationen.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe sind zunächst Projektskizzen einzureichen.

Dr. Andrea Delekate
Dr. Andeas Künne
Dr. Friederike Maaßen

0228/3821-2630
PAIS@dlr.de

Die Geschäftsstelle von Medizin.NRW unterstützt Akteure aus Wissenschaft, Klinik, Wirtschaft und Transfer dabei, passende Fördermöglichkeiten im Bereich der innovativen Medizin zu identifizieren. Dies umfasst insbesondere:

  • eine erste Einordnung geeigneter Förderprogramme,
  • Hinweise auf aktuelle Ausschreibungen,
  • Orientierung zu nationalen, europäischen und NRW-spezifischen Förderwegen,
  • Hinweise auf zuständige Projektträger, Nationale Kontaktstellen und Beratungsangebote,
  • Unterstützung bei der Vernetzung mit potenziellen Kooperationspartnern,
  • Hinweise auf Veranstaltungen und Informationsangebote zu Förderthemen.

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