BMFTR: Klinische Studien mit hoher Relevanz für die Patientenversorgung

Das BMFTR fördert klinische Studien, systematische Übersichtsarbeiten und methodische Begleitforschung mit hoher Relevanz für die Patientenversorgung. Ziel ist es, bestehende Evidenzlücken zu schließen und die medizinische Versorgung nachhaltig zu verbessern.

Abgabetermin:
02.09.2026 - Projektskizzen
Fördergeber:
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Fördergebiet:
Deutschland
Förderdauer:
Modul 1 bis zu 5 Jahre; Modul 2 bis zu 2 Jahre; Modul 3 bis zu 18 Monate; Modul 4 bis zu 5 Jahre
Antragsberechtigte:
Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Einrichtungen und Träger der Gesundheitsversorgung, zivilgesellschaftliche Organisationen

Ziele der Förderung

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert wissenschaftsinitiierte klinische Studien und systematische Übersichtsarbeiten, die wichtige Evidenzlücken in der medizinischen Versorgung schließen. Ziel der Fördermaßnahme ist es, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, die unmittelbar zur Verbesserung der Patientenversorgung in Deutschland beitragen können.

Gefördert werden insbesondere Vorhaben, die eine hohe Relevanz für Patientinnen und Patienten sowie für das Gesundheitssystem aufweisen und deren Ergebnisse langfristig in die medizinische Praxis, Leitlinien oder zukünftige Forschungsaktivitäten einfließen können. Ein besonderer Fokus liegt auf Fragestellungen, die von industriell finanzierten Studien häufig nicht adressiert werden, beispielsweise bei seltenen Erkrankungen, bereits zugelassenen Arzneimitteln oder nicht-medikamentösen Therapieansätzen.

Was wird gefördert?

Die Förderung erfolgt in vier Modulen:

  • Modul 1: Explorative und konfirmatorische klinische Studien
  • Modul 2: Systematische Übersichtsarbeiten zu klinischen Studien
  • Modul 3: Konzeptphasen mit aktiver Beteiligung von Patient:innen sowie weiteren relevanten Zielgruppen
  • Modul 4: Methodische Begleitforschungsprojekte („Studies within a Trial“, SWATs) zur Weiterentwicklung klinischer Studienmethodik

Wichtige Voraussetzungen für die Förderung

Ein zentrales Element der Fördermaßnahme ist die aktive Einbindung von Patient:innen beziehungsweise ihrer Vertretungen in Planung, Durchführung und Verwertung der Forschungsvorhaben. Darüber hinaus müssen Diversitätsaspekte angemessen berücksichtigt werden.

Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Einrichtungen und Träger der Gesundheitsversorgung sowie zivilgesellschaftliche Organisationen mit eigener Rechtspersönlichkeit.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe sind zunächst Projektskizzen einzureichen.

Die Geschäftsstelle von Medizin.NRW unterstützt Akteure aus Wissenschaft, Klinik, Wirtschaft und Transfer dabei, passende Fördermöglichkeiten im Bereich der innovativen Medizin zu identifizieren. Dies umfasst insbesondere:

  • eine erste Einordnung geeigneter Förderprogramme,
  • Hinweise auf aktuelle Ausschreibungen,
  • Orientierung zu nationalen, europäischen und NRW-spezifischen Förderwegen,
  • Hinweise auf zuständige Projektträger, Nationale Kontaktstellen und Beratungsangebote,
  • Unterstützung bei der Vernetzung mit potenziellen Kooperationspartnern,
  • Hinweise auf Veranstaltungen und Informationsangebote zu Förderthemen.

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