Ziele der Förderung
Frauen sind in vielen medizinischen Datensätzen und klinischen Studien bislang nicht ausreichend repräsentiert. Die daraus resultierenden Datenlücken und Verzerrungen ( und ) können dazu führen, dass geschlechtsspezifische Unterschiede bei Erkrankungen, Diagnostik und Therapie nicht ausreichend berücksichtigt werden.
Mit der Fördermaßnahme sollen innovative -Ansätze, einschließlich KI-basierter Methoden, dazu beitragen, vorhandene Gesundheitsdaten besser nutzbar zu machen und neue Erkenntnisse für die Frauengesundheit sowie eine geschlechtersensible Gesundheitsversorgung zu gewinnen.
Was wird gefördert?
Gefördert werden Forschungsprojekte, die bestehende Datensätze aus Gesundheitsforschung und Versorgung analysieren und für Fragestellungen der Frauengesundheit oder geschlechtersensiblen Medizin nutzbar machen.
Im Mittelpunkt stehen insbesondere:
- die Identifikation und Reduktion geschlechtsspezifischer Verzerrungen in Datensätzen
- die Weiterentwicklung von Datenanalyseverfahren und KI-Methoden
- die Nutzung vorhandener Daten zur Bearbeitung geschlechtersensibler Forschungsfragen
- die Verbesserung der Datengrundlage für zukünftige Forschung und KI-Anwendungen.
Projekte sollen insbesondere Datenbestände bestehender Gesundheitsforschungsdateninfrastrukturen nutzen, beispielsweise aus der Medizininformatik-Initiative (MII), dem Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) oder der NAKO Gesundheitsstudie.
Wichtige Voraussetzungen für die Förderung
Die Vorhaben müssen inter- und transdisziplinär angelegt sein und Expertise aus den Datenwissenschaften, der Frauengesundheit beziehungsweise geschlechtersensiblen Medizin sowie den jeweils relevanten klinischen Fachgebieten zusammenführen.
Grundlage der Projekte sind ausschließlich bereits vorhandene und zugängliche Datensätze. Die Forschungsvorhaben sollen einen klaren Beitrag zur Verbesserung der Datennutzbarkeit und zur Stärkung einer geschlechtersensiblen Gesundheitsforschung leisten.
Die Geschäftsstelle von Medizin.NRW unterstützt Akteure aus Wissenschaft, Klinik, Wirtschaft und Transfer dabei, passende Fördermöglichkeiten im Bereich der innovativen Medizin zu identifizieren. Dies umfasst insbesondere:
- eine erste Einordnung geeigneter Förderprogramme,
- Hinweise auf aktuelle Ausschreibungen,
- Orientierung zu nationalen, europäischen und NRW-spezifischen Förderwegen,
- Hinweise auf zuständige Projektträger, Nationale Kontaktstellen und Beratungsangebote,
- Unterstützung bei der Vernetzung mit potenziellen Kooperationspartnern,
- Hinweise auf Veranstaltungen und Informationsangebote zu Förderthemen.
Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie für ein konkretes Vorhaben eine erste Orientierung zu möglichen Förderwegen suchen.