Duisburg/Essen: Was vor, während und nach einer Blutvergiftung passiert

Drs. Graute und Graute Oppermann-Stiftung fördert neues Graduiertenkolleg zur Sepsis-Forschung.

Symbolbild Blutstammzellen,
Blut (Symbolbild).
© AdobeStock | vipman4

Wie entsteht eine „Blutvergiftung“ (Sepsis), warum erkranken manche Menschen besonders schwer und welche Folgen bleiben nach einer akuten Erkrankung? Diesen Fragen widmet sich das Graute-Oppermann-Graduiertenkolleg „PhaSe“ an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE). An dem Kolleg sind auch Wissenschaftler:innen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) beteiligt. Die Drs. Graute und Graute Oppermann-Stiftung fördert das Kolleg mit 150.000 Euro über drei Jahre.

Initiiert haben das neue Graduiertenkolleg die Essener Wissenschaftler Prof. Thorsten Brenner und Prof. Mirko Trilling: „Wir betrachten die verschiedenen Phasen einer Sepsis in einem übergeordneten Forschungsrahmen und verbinden Grundlagenforschung mit klinischer Forschung sowie translationalen Ansätzen“, sagt Prof. Brenner.

Das Akronym „PhaSe“ steht für „Phasenübergreifende Sepsis-Forschung: Prädisponierende Faktoren, akute Erkrankungsphase, Spätfolgen“. Den Forschungsteams geht es vor allem um Faktoren, die das Risiko für eine Sepsis beeinflussen, um die Vorgänge während der akuten Erkrankung und um Spätfolgen. „Die Ergebnisse sollen langfristig auch Betroffenen und dem Gesundheitssystem zugutekommen“, betont Prof. Brenner.

Im Kolleg forschen zukünftig 17 Doktorand:innen in sieben Themenfeldern. Die Projektleiter:innen stammen aus verschiedenen Bereichen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und es werden alle Forschungsschwerpunkte des Universitätsklinikums Essen einbezogen: Herz- und Kreislauferkrankungen, Immunologie und Infektiologie, Onkologie, Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften sowie Transplantation.

Außerdem sind mit  Prof. Nina Babel und Prof. Michael Adamzik Wissenschaftler:innen von der RUB beteiligt, die sich seit Jahren mit der Diagnostik und Therapie von Störungen des Immunsystems beschäftigen, einschließlich der Sepsis. Damit wird die standortübergreifende Zusammenarbeit zwischen den Medizinischen Fakultäten der Universität Duisburg-Essen und der Ruhr-Universität Bochum innerhalb der Universitätsallianz Ruhr weiter gestärkt. Durch die enge Vernetzung und Bündelung der wissenschaftlichen und klinischen Expertise entstehen wertvolle Synergien, die neue Impulse für die interdisziplinäre Forschung und die Weiterentwicklung innovativer Therapieansätze geben.

Die Drs. Graute und Graute Oppermann-Stiftung unterstützt seit 2018 interdisziplinäre klinische Forschung an der Medizinischen Fakultät der UDE. Das Graduiertenkolleg fördert den wissenschaftlichen ärztlichen Nachwuchs und ermöglicht Promovierenden eine Freistellung aus dem Regelstudium für fächerübergreifende Forschungsprojekte. Dadurch können sie sich intensiver auf ihre Projekte konzentrieren.


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