BMFTR: Hightech Spaces – Wettbewerb zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit regionaler Innovationsökosysteme

Förderung von Projekten zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit regionaler Innovationsökosysteme – Hightech Spaces

Abgabetermin:
10.11.2026 - Vorgeschaltetes Interessensbekundungsverfahren. Die Einreichfrist endet am 19. Februar 2027.
Fördergeber:
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt BMFTR
Fördergebiet:
Deutschland
Fördersumme:
rund 20 Mio. € pro Jahr und Hightech Space
Förderdauer:
4 Jahre (2+2: Fortsetzung der Förderung nach zwei Jahren vorbehaltlich einer positiven Zwischenevaluation auf Grundlage klarer Meilensteine und Abbruchkriterien)
Antragsberechtigte:
unternehmensgetriebene Konsortien in regional verankerten Innovationsökosystemen

Mit den Hightech Spaces startet eine zentrale technologieübergreifende Initiative der Hightech Agenda Deutschland (HTAD), die ein zukunftsgerichtetes innovationspolitisches Signal für den Technologiestandort Deutschland setzt. 

Ziele der Förderung

Unter dem Leitmotiv „Stärken stärken“ verfolgt die Rahmenbekanntmachung das Ziel, exzellente Hightech-Standorte in ihrer Entwicklung zu international sichtbaren Wertschöpfungszentren der Zukunft (Hightech Spaces) zu unterstützen. Dabei sollen die prioritären Schlüsseltechnologien und strategischen Forschungsfelder der HTAD zielgerichtet verknüpft werden, um Innovationspotenziale zu erschließen (Technologiekonvergenz). Die geförderten Hightech Spaces sollen private Investitionen (gegebenenfalls ergänzt um öffentliche Mittel) in mindestens gleicher Höhe der Bundesförderung mobilisieren. Sie sollen die Optimierung innovationsfreundlicher Rahmenbedingungen vorantreiben und strukturelle Innovationshemmnisse abbauen. Auf diese Weise entfalten sie Wirkung über die eigenen Grenzen hinaus und schaffen Impulse für langfristige Wertschöpfung und technologische Exzellenz in ganz Deutschland und Europa.

Was wird gefördert?

Es werden anwendungsorientierte, transdisziplinäre und unternehmensgetriebene Initiativen im Sinne einer regionalen Public Private Partnership gefördert. Die Förderung ist auf einen Zeitraum von 4 Jahren ausgelegt, wobei nach zwei Jahren eine ergebnisoffene Zwischenevaluation auf Grundlage klarer Meilensteine und Abbruchkriterien vorgesehen ist.

Im Zentrum der Förderung steht ein Leuchtturmvorhaben von hoher strategischer Relevanz für Wertschöpfung, Innovationskraft und internationale Wettbewerbsfähigkeit des jeweiligen Hightech Spaces, das maßgeblich zur strukturellen Stärkung des Standorts beiträgt.

Zudem werden Katalysator-Vorhaben zur gezielten Beseitigung struktureller Innovationshemmnisse sowie zur systematischen Weiterentwicklung des Innovationsökosystems gefördert.

Gefördert werden können beispielsweise im Rahmen des Leuchtturmvorhabens

  • strategische Investitionen in technische Infrastrukturen zur gemeinsamen Nutzung durch Wissenschaft, Start-Ups und Unternehmen
  • Personal- und FuE-bezogene Projektaufwendungen zur Durchführung der Leuchtturmvorhaben

sowie im Rahmen der Katalysator-Vorhaben

  • Projektbezogene Sachkosten sowie Veranstaltungen, Workshops und Reisen
  • Personalaufwendungen für Koordination und Umsetzung von Pilotprojekten zur Verbesserung der Rahmenbedingungen sowie zur Identifikation und Reduzierung von Innovationshemmnissen
  • Beratungs- und Rechtsdienstleistungen sowie weitere Auftragsvergaben zur fachlichen, organisatorischen und strategischen Begleitung

Wichtige Voraussetzungen für die Förderung

Der Förderaufruf richtet sich an Konsortien, in denen bereits grundlegende Strukturen einer regionalen Public Private Partnership angelegt sind und die über das Potenzial verfügen, diese weiter auszubauen. Zudem müssen die Planungen für das vorgesehene Leuchtturmvorhaben sowie die Katalysator-Vorhaben bereits hinreichend ausdifferenziert vorliegen.

Voraussetzung für die Förderung sind:

  • Belastbare Planungszusagen für die Bereitstellung zusätzlicher Mittel durch private Akteure sowie gegebenenfalls die Länder. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Konsortien zusätzliche finanzielle Beiträge in einem Umfang mobilisieren, welcher den Fördermitteln des BMFTR mindestens entspricht.
  • ein verbindlich organisiertes Konsortium regional verankerter Akteure mit herausragendem wissenschaftlichem und wirtschaftlichem Potenzial im jeweiligen Technologiefeld und etablierten Strukturen zur Koordination aller beteiligten Akteure. Dieses Potenzial ist durch geeignete quantitative Indikatoren zu untermauern,
  • eine langfristige Strategie im Sinne einer regionalen Public Private Partnership, welche das Potenzial zur Entwicklung international wettbewerbsfähiger Wertschöpfungszentren plausibel darlegt und die geförderten Vorhaben sowie die zusätzlichen (durch private Akteure sowie gegebenenfalls die Länder finanzierten) Aktivitäten mit Blick auf die übergeordnete Zielerreichung integriert,
  • eine transdisziplinäre Verknüpfung von mindestens zwei strategischen Forschungsfeldern oder Schlüsseltechnologien der Hightech Agenda Deutschland innerhalb des geplanten Vorhabens,
  • ein strategischer Ansatz zur Identifizierung einschlägiger Innovationshemmnisse und zur deren Reduzierung (u.a. bzgl. bürokratischer und regulatorischer Rahmenbedingungen sowie der zielgerichteten Nutzung gemeinsamer Datenräume),
  • ein ausdifferenziertes Leuchtturmvorhaben, inkl. konkreter Zielsetzungen und Meilensteine, erforderlicher Planungsunterlagen und eines nachvollziehbaren Kosten- und Mengen-Gerüstes,
  • eine Übersicht zusätzlicher (durch private Akteure sowie gegebenenfalls die Länder finanzierter) Aktivitäten, einschließlich eines tragfähigen Managements,
  • Unterstützungsschreiben der Länder und der beteiligten nachgeordneten Verwaltungsebenen sowie privater Partner,

Die Geschäftsstelle von Medizin.NRW unterstützt Akteure aus Wissenschaft, Klinik, Wirtschaft und Transfer dabei, passende Fördermöglichkeiten im Bereich der innovativen Medizin zu identifizieren. Dies umfasst insbesondere:

  • eine erste Einordnung geeigneter Förderprogramme,
  • Hinweise auf aktuelle Ausschreibungen,
  • Orientierung zu nationalen, europäischen und NRW-spezifischen Förderwegen,
  • Hinweise auf zuständige Projektträger, Nationale Kontaktstellen und Beratungsangebote,
  • Unterstützung bei der Vernetzung mit potenziellen Kooperationspartnern,
  • Hinweise auf Veranstaltungen und Informationsangebote zu Förderthemen.

Beitrag teilen:
X
LinkedIn
Mail
Link kopieren