Arnsberg: Dr. Michael Lichtenberg für German Medical Award 2026 nominiert

Innovative Gefäßmedizin mit Schwerpunkten auf der Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit und Beckenvenenthrombosen.

Ich freue mich sehr über diese Nominierung und empfinde sie als große Wertschätzung für unsere Arbeit. Dahinter steht die Arbeit eines ganzen Teams hier am Klinikum. Von der Sekretärin bis zum Ober- und Chefarzt ist das ein gemeinsamer Erfolg.
Dr. Michael Lichtenberg, Chefarzt der Klinik für Angiologie am Alexianer Klinikum Hochsauerland in Arnsberg
Dr. Michael Lichtenberg, Chefarzt der Klinik für Angiologie am Alexianer Klinikum Hochsauerland in Arnsberg
Dr. Michael Lichtenberg, Chefarzt der Klinik für Angiologie am Alexianer Klinikum Hochsauerland in Arnsberg
© Klinikum Hochsauerland

Dr. Michael Lichtenberg, Chefarzt der Klinik für Angiologie am Alexianer Klinikum Hochsauerland in Arnsberg, ist für den German Medical Award 2026 in der Kategorie „Innovative Therapie“ nominiert. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen moderne minimal-invasive Verfahren, die schwere Durchblutungsstörungen behandeln und Amputationen verhindern sollen. Ziel ist es, die Mobilität der Patienten zu erhalten. Die Preisverleihung findet am 12. November 2026 in Düsseldorf statt.

Der German Medical Award würdigt herausragende Leistungen von Ärztinnen und Ärzten. Er gilt heute als eine der renommiertesten Auszeichnungen im deutschsprachigen Medizinsektor. Im Mittelpunkt stehen dabei neue Ansätze, die bereits heute nachweislich einen konkreten Nutzen für die Patienten haben. Schirmherr des German Medical Award 2026 ist Matthias Heidmeier, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ein zentraler Schwerpunkt der Arbeit von Dr. Lichtenberg und seinem Team ist die Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK). Ziel ist es, auch bei fortgeschrittener Erkrankung die Durchblutung möglichst wiederherzustellen und Amputationen zu vermeiden.

Bei der PAVK sind die Arterien in Beinen und Füßen verengt oder verschlossen, sodass die Muskulatur nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird. Typisch sind Schmerzen beim Gehen: Betroffene müssen deshalb immer wieder stehen bleiben – scheinbar so, als würden sie Schaufenster betrachten. Daher wird die PAVK im Volksmund auch „Schaufensterkrankheit“ genannt. Im fortgeschrittenen Stadium können schlecht heilende Wunden entstehen, im schlimmsten Fall droht die Amputation von Zehen, Fuß oder Bein.

Genau das will Dr. Lichtenberg möglichst verhindern. Für ihn geht es dabei nicht nur um den Erhalt des Beins, sondern vor allem auch darum, den Patient:innen die Mobilität und damit die Lebensqualität zu bewahren: „Was ist eines der höchsten Güter für einen Menschen, der auf zwei Beinen steht? Mit zwei Beinen laufen zu können und nicht nach fünf Metern stehen bleiben zu müssen, weil die Durchblutung so schlecht ist.“

Moderne minimal-invasive Verfahren ermöglichen es heute, selbst sehr kleine und schwer zugängliche Gefäße bis weit in den Fuß hinein wieder zu öffnen. Dadurch lässt sich die Durchblutung verbessern, sodass Wunden wieder eine Chance auf Heilung haben und Amputationen möglichst verhindert werden können. „Unser Ziel ist, dass der Patient mit beiden Füßen wieder nach Hause geht“, sagt Dr. Lichtenberg.

Einen weiteren Schwerpunkt hat Dr. Lichtenberg in den vergangenen Jahren bei der Behandlung von Erkrankungen der Beckenvenen aufgebaut. Dazu gehören Beckenvenenthrombosen ebenso wie chronische Unterleibsschmerzen durch gestaute Venen im Becken, das sogenannte Pelvic-Congestion-Syndrom. „Damit sind wir zur größten Klinik in Deutschland für Beckenvenenverfahren geworden“, sagt Dr. Lichtenberg.

Zum Einsatz kommen moderne minimal-invasive Katheterverfahren, mit denen Blutgerinnsel aus den Beckenvenen schonend entfernt werden können. Bei Bedarf werden zusätzlich moderne Gefäßstützen (Stents) eingesetzt, um verengte oder verschlossene Venen dauerhaft offen zu halten. Entscheidend ist für Dr. Lichtenberg auch hier der konkrete Patientennutzen: „Unser Ziel ist, dass die Patienten wieder schmerzfrei werden und ihren Alltag unbeschwert gestalten können – ob beim Sport, in der Freizeit oder bei Unternehmungen mit der Familie und mit Freunden.“

Auch die große praktische Erfahrung spielt bei der Arbeit von Dr. Lichtenberg eine zentrale Rolle. Mit knapp 900 PAVK-Eingriffen pro Jahr ist die Klinik für Angiologie am Klinikum Hochsauerland laut Klinikatlas – einer öffentlichen Datenbank mit Vergleichszahlen deutscher Kliniken – die größte Abteilung für diese Indikation in Nordrhein-Westfalen. „Wer viele dieser Eingriffe durchführt, verfügt natürlich auch über eine entsprechend hohe Expertise“, sagt Dr. Lichtenberg. „Unser Ansporn ist es, diese Erfahrung in möglichst gute Behandlungsergebnisse für unsere Patient:innen umzusetzen.“

Gleichzeitig beschäftigt sich der Gefäßmediziner intensiv mit neuen Behandlungsmöglichkeiten. Das von ihm geleitete angiologische Studienzentrum betreut derzeit rund 45 nationale und internationale Studien. Neue Verfahren können dadurch früh wissenschaftlich geprüft und Erfahrungen aus der Forschung in die Behandlung einbezogen werden.

Auch der internationale Austausch gehört für Dr. Lichtenberg dazu. Er ist regelmäßig auf Fachkongressen vertreten und arbeitet mit Gefäßmediziner:innen aus verschiedenen Ländern zusammen. „Ich bin durch den engen Austausch mit Kollegen weltweit immer auf dem neuesten Stand der Forschung – und genau das versuchen wir unseren Patienten zugänglich zu machen: alles, was neu entwickelt wird oder gerade in Studien untersucht wird.“

Dr. Michael Lichtenberg ist Chefarzt der Klinik für Angiologie am Alexianer Klinikum Hochsauerland in Arnsberg und leitet dort zudem das hauseigene Zentrum für Beckenvenenobstruktionen. Er ist Facharzt für Innere Medizin, Angiologie und Kardiologie sowie Diplom-Gesundheitsökonom und gilt als national und international anerkannter Spezialist für die minimalinvasive Behandlung von Gefäßerkrankungen.


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