BMFTR: Pilotprojekte zur Entwicklung und Erprobung von Komponenten und Anforderungen für sichere Verarbeitungsumgebungen

Richtlinie zur Förderung von Pilotprojekten zur Entwicklung und Erprobung von Komponenten und Anforderungen für sichere Verarbeitungsumgebungen (Secure Processing Environments) in der Gesundheitsforschung.

Abgabetermin:
28.10.2026 - Das Verfahren ist zweistufig angelegt.
Fördergeber:
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Fördergebiet:
Deutschland
Förderdauer:
3 Jahre
Antragsberechtigte:
staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen, institutionell geförderte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaften mit eigener Rechtsperson (zum Beispiel eingetragener Verein)

Ziele der Förderung

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert Pilotprojekte zur Entwicklung und Erprobung sicherer Verarbeitungsumgebungen (Secure Processing Environments, SPE) für die Gesundheitsforschung. Ziel ist es, sensible Gesundheits- und Forschungsdaten aus bestehenden Dateninfrastrukturen sicher und datenschutzkonform für wissenschaftliche Analysen nutzbar zu machen. Die Daten sollen dabei die geschützte Infrastruktur möglichst nicht verlassen.

Was wird gefördert?

Im Mittelpunkt stehen modulare und übertragbare Lösungen, die den Zugriff auf und die Verarbeitung von multizentrischen Gesundheitsdaten ermöglichen. Gefördert werden können unter anderem technische Schnittstellen, Verschlüsselungs- und Sicherheitstechnologien, Konzepte für Zugriffsrechte und Cybersecurity sowie Datenschutz- und Governance-Modelle. Auch die Entwicklung von Standards und interoperablen Schnittstellen ist vorgesehen. Gefördert werden Pilotprojekte als Einzelprojekte aus verschiedenen Fachbereichen an einer Einrichtung. Oder auch kleine Verbundprojekte (mit in der Regel bis zu drei Partnern), die sich mit der Entwicklung und Erprobung von technischen und organisatorischen Voraussetzungen befassen, auf deren Grundlage forschungsfreundliche SPE im Einklang mit den regulatorischen Anforderungen realisiert werden können.

Wichtige Voraussetzungen für die Förderung

Die Pilotprojekte sollen an bestehende Gesundheitsforschungsdateninfrastrukturen (GFDI) angebunden werden und bereits vorhandene multizentrische Daten für die Erprobung nutzen. Dazu zählen beispielsweise die Medizininformatik-Initiative MII, das Netzwerk Universitätsmedizin NUM, die nationale Forschungsdateninfrastruktur und die NAKO Gesundheitsstudie. Neue Daten sollen im Rahmen der Projekte dagegen nicht erhoben werden.

Besonders wichtig ist die spätere Übertragbarkeit und Skalierbarkeit der entwickelten Lösungen. Die Projekte sollen dazu beitragen, Mindestanforderungen und Standards für sicherer Verarbeitungsumgebungen zu definieren und damit auch die Anschlussfähigkeit Deutschlands an den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) zu stärken.

Frau Dr. Katja von Storch
Telefon: 0228 3821-2214

Frau Dr. Nanette Kälin
Telefon: 0228 3821-1251

Die Geschäftsstelle von Medizin.NRW unterstützt Akteure aus Wissenschaft, Klinik, Wirtschaft und Transfer dabei, passende Fördermöglichkeiten im Bereich der innovativen Medizin zu identifizieren. Dies umfasst insbesondere:

  • eine erste Einordnung geeigneter Förderprogramme,
  • Hinweise auf aktuelle Ausschreibungen,
  • Orientierung zu nationalen, europäischen und NRW-spezifischen Förderwegen,
  • Hinweise auf zuständige Projektträger, Nationale Kontaktstellen und Beratungsangebote,
  • Unterstützung bei der Vernetzung mit potenziellen Kooperationspartnern,
  • Hinweise auf Veranstaltungen und Informationsangebote zu Förderthemen.

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