BMFTR: Leitprojekte für die Nutzung von KI in Wertschöpfungsketten

Die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Schlüsselbranchen soll gestärkt und der Transfer leistungsfähiger KI-Anwendungen in die industrielle Praxis beschleunigt werden.

Abgabetermin:
01.11.2026 - Projektskizzen
Fördergeber:
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Fördergebiet:
Deutschland
Fördersumme:
i. d. R. 10 bis 20 Mio. Euro pro Konsortium
Förderdauer:
max. 3 Jahre (erste Förderphase); max. 2 Jahre (zweite Förderphase)
Antragsberechtigte:
Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert im Rahmen des Fachprogramms „Zukunft der Wertschöpfung“ Leitprojekte zur Entwicklung und Erprobung industrieller, domänenspezifischer KI-Lösungen.

Ziele der Förderung

Mit der Förderrichtlinie verfolgt das BMFTR das Ziel, leistungsfähige KI-Lösungen für industrielle Wertschöpfungsketten zu entwickeln, in realen Anwendungsumgebungen zu demonstrieren und den breiten Transfer in die Praxis vorzubereiten. Geförderte Leitprojekte sollen über einzelne Anwendungsfälle hinausgehen und einen substanziellen Beitrag zur technologischen Souveränität sowie zur Wettbewerbsfähigkeit deutscher Schlüsselbranchen leisten.

Im Mittelpunkt stehen domänenspezifische KI-Anwendungen, die komplexe Wertschöpfungsprozesse optimieren, die Zusammenarbeit entlang von Liefer- und Produktionsnetzwerken verbessern und neue datengetriebene Geschäftsmodelle ermöglichen. Die Vorhaben sollen gleichzeitig wissenschaftliche Exzellenz mit einer klaren Verwertungs- und Transferperspektive verbinden.

Was wird gefördert?

Interdisziplinäre Verbundprojekte, die innovative KI-Technologien entwickeln, integrieren und unter realitätsnahen Bedingungen erproben. Bewerben sollen sich groß angelegte Leitprojekte mit erheblicher Strahlkraft für Wirtschaft und Forschung.

Zu den förderfähigen Aktivitäten gehören unter anderem:

  • Maßnahmen zum Wissenstransfer, zur Standardisierung und zur Verwertung der Projektergebnisse.
  • Entwicklung und Integration domänenspezifischer KI-Technologien,
  • Demonstration skalierbarer KI-Lösungen entlang kompletter Wertschöpfungsketten,
  • Aufbau interoperabler Daten- und Softwarestrukturen,
  • Validierung der entwickelten Lösungen in industriellen Anwendungsszenarien,

Bedeutung für die innovative Medizin

Auch wenn sich die Bekanntmachung branchenübergreifend an industrielle Wertschöpfungsketten richtet, ergeben sich interessante Anknüpfungspunkte für die Gesundheitswirtschaft:

  • Insbesondere Unternehmen der Medizintechnik, Diagnostik, Biotechnologie sowie Anbieter digitaler Gesundheitslösungen können KI-gestützte Verfahren zur Optimierung von Entwicklungs-, Produktions- und Lieferprozessen entwickeln und gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen erproben.
  • Darüber hinaus können KI-basierte Lösungen beispielsweise die Herstellung personalisierter Medizinprodukte, die Qualitätssicherung, regulatorische Prozesse oder resiliente Lieferketten unterstützen.

Für entsprechende Konsortien aus Industrie, Forschung und Gesundheitswirtschaft bietet die Bekanntmachung daher Potenzial für anwendungsnahe Innovationsprojekte.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Stufe sind Projektskizzen einzureichen. Nach erfolgreicher Begutachtung werden ausgewählte Konsortien zur Einreichung förmlicher Förderanträge aufgefordert.

Dr. Ali Altin,
Dr. Dirk Kautz
Dr. Nicole Häusler

domaenenspezifische-KI@vdivde-it.de

Die Geschäftsstelle von Medizin.NRW unterstützt Akteure aus Wissenschaft, Klinik, Wirtschaft und Transfer dabei, passende Fördermöglichkeiten im Bereich der innovativen Medizin zu identifizieren. Dies umfasst insbesondere:

  • eine erste Einordnung geeigneter Förderprogramme,
  • Hinweise auf aktuelle Ausschreibungen,
  • Orientierung zu nationalen, europäischen und NRW-spezifischen Förderwegen,
  • Hinweise auf zuständige Projektträger, Nationale Kontaktstellen und Beratungsangebote,
  • Unterstützung bei der Vernetzung mit potenziellen Kooperationspartnern,
  • Hinweise auf Veranstaltungen und Informationsangebote zu Förderthemen.

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