BMFTR: e2Health – In-silico-Forschung für die Medizin der Zukunft

Gefördert werden Forschungsprojekte zum Systems Engineering mit In-silico-Methoden. Ziel ist es, innovative computergestützte Methoden und Softwarewerkzeuge für die Gesundheitsforschung weiterzuentwickeln und ihre Anwendung in der biomedizinischen Forschung zu stärken.

Abgabetermin:
20.08.2026 12:00 Uhr (Berlin) - Projektskizzen
Fördergeber:
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Fördergebiet:
Deutschland
Förderdauer:
bis zu 3 Jahren
Antragsberechtigte:
Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft

Ziele der Förderung

Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten, biologische Prozesse und Krankheitsverläufe mithilfe computergestützter Modellierungen und Simulationen – sogenannter In-silico-Methoden – zu analysieren. Diese Verfahren ergänzen klassische experimentelle Ansätze und können dazu beitragen, Forschungsprozesse zu beschleunigen sowie den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die medizinische Anwendung zu verbessern.

Mit der Fördermaßnahme verfolgt das BMFTR das Ziel, neue Methoden des Systems Engineering für die Gesundheitsforschung zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen innovative Ansätze, die komplexe biologische Systeme modellieren, verschiedene Datenquellen integrieren und leistungsfähige Softwarewerkzeuge für die biomedizinische Forschung bereitstellen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden interdisziplinäre Verbundprojekte zur Entwicklung neuer oder verbesserter In-silico-Methoden und Softwarewerkzeuge für die Gesundheitsforschung.

Die Vorhaben sollen insbesondere:

  • neue Computermodelle und Analysewerkzeuge entwickeln oder bestehende Ansätze wesentlich weiterentwickeln,
  • verschiedene biologische und medizinische Datenquellen integrieren,
  • Methoden zur bioinformatischen Datenverarbeitung, Analyse und Simulation bereitstellen,
  • ihre Leistungsfähigkeit anhand relevanter biomedizinischer Fragestellungen demonstrieren und validieren.

Die Entwicklung der Methoden steht dabei im Vordergrund; konkrete medizinische Anwendungsfälle dienen insbesondere der Validierung und Demonstration des entwickelten Ansatzes.

Wichtige Voraussetzungen für die Förderung

Die Vorhaben müssen als interdisziplinäre Verbundprojekte durchgeführt werden und Expertise aus den Bereichen Medizin, Lebenswissenschaften, Informatik, Mathematik oder verwandten Disziplinen zusammenführen.

Erwartet werden innovative methodische Ansätze mit einem klar erkennbaren Mehrwert gegenüber dem Stand der Technik. Die entwickelten Methoden und Softwarewerkzeuge sollen langfristig für eine breite Nutzung in der biomedizinischen Forschung geeignet sein und einen Beitrag zur Weiterentwicklung der In-silico-Medizin leisten.

Dr. René Wolf-Eulenfeld
02461 61-96376


Dr. Christian Eder
02461 61-3254

Die Geschäftsstelle von Medizin.NRW unterstützt Akteure aus Wissenschaft, Klinik, Wirtschaft und Transfer dabei, passende Fördermöglichkeiten im Bereich der innovativen Medizin zu identifizieren. Dies umfasst insbesondere:

  • eine erste Einordnung geeigneter Förderprogramme,
  • Hinweise auf aktuelle Ausschreibungen,
  • Orientierung zu nationalen, europäischen und NRW-spezifischen Förderwegen,
  • Hinweise auf zuständige Projektträger, Nationale Kontaktstellen und Beratungsangebote,
  • Unterstützung bei der Vernetzung mit potenziellen Kooperationspartnern,
  • Hinweise auf Veranstaltungen und Informationsangebote zu Förderthemen.

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