Ziele der Förderung
Das Programm „Transferinitiative F.A.S.T. – Forschung, Ausgründungen, Skalierung, Transfer“ zielt darauf ab, den Wissens- und Technologietransfer zwischen wissenschaftlicher Forschung und Wirtschaft bundesweit zu stärken und zu beschleunigen. In Hochschulen und Forschungseinrichtungen entstehen viele exzellente Ideen. Doch es gelingt noch zu selten, diese zügig in marktfähige Produkte, Dienstleistungen, Geschäftsmodelle oder Unternehmensgründungen zu überführen. Zudem gelangen umgekehrt unternehmerische Entwicklungs- und Innovationsbedarfe noch zu selten in die Forschung. F.A.S.T. setzt hier an, indem eine systemische Lücke geschlossen wird. Denn die Transferinitiative bringt mit ihren Maßnahmen Wirtschaft und Forschung – mit dem Ziel, mehr Innovationen zu schaffen – systematisch zusammen.
Was wird gefördert?
Das Förderprogramm F.A.S.T. ist modular und gestuft aufgebaut, um flexible Anpassungen an neue Entwicklungen zu ermöglichen. Mit dieser Förderrichtlinie werden im Speziellen die Fördermodalitäten für die Transferhubs festgelegt. Die detaillierten Fördermodalitäten der weiteren Förderformate (wie , , ) werden in einer nachfolgenden Förderbekanntmachung definiert.
Die Förderung der Transferhubs gliedert sich in eine Konzeptphase und eine Umsetzungsphase.
Konzeptphase
In der Konzeptphase erarbeiten insgesamt circa 12 ausgewählte Konsortien (verteilt über die Schlüsseltechnologien der HTAD) in einem wettbewerblichen Verfahren und in einem Zeitraum von 100 Tagen umfassende Hub-Konzepte für den Aufbau und die Umsetzung eines Transferhubs für einen Zeithorizont von bis zu zehn Jahren, wobei der inhaltliche Schwerpunkt auf den ersten fünf Jahren liegt. Die Konzeptphase startet mit der Bekanntgabe der Auswahlergebnisse und wird voraussichtlich im Zeitraum von Dezember 2026 bis Ende Februar 2027 gefördert. In den Hub-Konzepten werden die unter Punkt 1 genannten förderpolitischen Ziele adressiert.
Umsetzungsphase
Im Anschluss an die Konzeptphase erhalten circa 6 Transferhubs die Chance, ihr Hub-Konzept umzusetzen. Die Umsetzungsphase ist auf zehn Jahre ausgelegt; die erste Förderphase hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Wettbewerbliche Zwischenevaluationen nach circa drei und circa sieben Jahren können zu einer deutlich gekürzten Förderung oder zum Abbruch der Förderung einzelner Hubs führen.
Wichtige Voraussetzungen für die Förderung
Voraussetzung für eine Zuwendung ist die geeignete Mitwirkung in einem Transferhub, der zur Förderung in der Konzept- oder Umsetzungsphase ausgewählt wurde; die Mitgliedschaft in einem Hubkonsortium ist hierfür keine Voraussetzung
In der Umsetzungsphase
Die Transferhubs werden durch ein Hub-Management gesteuert. Das Hub-Managementteam sollte aus mindestens einer Person aus einer wissenschaftlichen Einrichtung und mindestens einer Person aus der Praxis bestehen und eine verantwortliche Sprecherin oder einen verantwortlichen Sprecher gegenüber dem Zuwendungsgeber benennen. Das Hub-Management ist verantwortlich für die Budgetsteuerung und organisiert die Entwicklung, Auswahl und Betreuung von Innovationsideen und -teams in den geförderten Transferprojekten. Das Hub-Management ist verpflichtet, faire, bürokratiearme und transparente Auswahl- und Entscheidungsprozesse für die Transferprojekte zu definieren und umzusetzen. Diesbezügliche Vorgaben oder Auflagen des Zuwendungsgebers sind einzuhalten.
Das Hub-Management ist im Sinne einer „lernenden Maßnahme“ verpflichtet, in einem engen Austausch mit dem vom BMFTR beauftragten Service Desk Antrags- und Förderprozesse sowie Förderformate zu reflektieren, weitere Modellprojekte mitzuentwickeln und Innovationsteams sowie Hub-Partnereinrichtungen zu unterstützen.
Kontakt
Dr. Kirsten Kunkel & Dr. Isabel Schäfer
030 20199-3676
FAST@ptj.de
Die Geschäftsstelle von Medizin.NRW unterstützt Akteure aus Wissenschaft, Klinik, Wirtschaft und Transfer dabei, passende Fördermöglichkeiten im Bereich der innovativen Medizin zu identifizieren. Dies umfasst insbesondere:
- eine erste Einordnung geeigneter Förderprogramme,
- Hinweise auf aktuelle Ausschreibungen,
- Orientierung zu nationalen, europäischen und NRW-spezifischen Förderwegen,
- Hinweise auf zuständige Projektträger, Nationale Kontaktstellen und Beratungsangebote,
- Unterstützung bei der Vernetzung mit potenziellen Kooperationspartnern,
- Hinweise auf Veranstaltungen und Informationsangebote zu Förderthemen.
Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie für ein konkretes Vorhaben eine erste Orientierung zu möglichen Förderwegen suchen.