BMFTR: Innovative Datenanalysen für Frauengesundheit und geschlechtersensible Medizin

Ziel ist es, geschlechtsspezifische Verzerrungen in Gesundheitsdaten zu reduzieren und die Datengrundlage für Forschung, Diagnostik und Therapie nachhaltig zu verbessern.

Abgabetermin:
09.08.2026 - Vollantrag
Fördergeber:
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Fördergebiet:
Deutschland
Förderdauer:
i. d. R. bis zu 2 Jahre
Antragsberechtigte:
Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

Ziele der Förderung

Frauen sind in vielen medizinischen Datensätzen und klinischen Studien bislang nicht ausreichend repräsentiert. Die daraus resultierenden Datenlücken und Verzerrungen („Gender Data Gap“ und „Gender Data Bias“) können dazu führen, dass geschlechtsspezifische Unterschiede bei Erkrankungen, Diagnostik und Therapie nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Mit der Fördermaßnahme sollen innovative Data-Science-Ansätze, einschließlich KI-basierter Methoden, dazu beitragen, vorhandene Gesundheitsdaten besser nutzbar zu machen und neue Erkenntnisse für die Frauengesundheit sowie eine geschlechtersensible Gesundheitsversorgung zu gewinnen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Forschungsprojekte, die bestehende Datensätze aus Gesundheitsforschung und Versorgung analysieren und für Fragestellungen der Frauengesundheit oder geschlechtersensiblen Medizin nutzbar machen.

Im Mittelpunkt stehen insbesondere:

  • die Identifikation und Reduktion geschlechtsspezifischer Verzerrungen in Datensätzen
  • die Weiterentwicklung von Datenanalyseverfahren und KI-Methoden
  • die Nutzung vorhandener Daten zur Bearbeitung geschlechtersensibler Forschungsfragen
  • die Verbesserung der Datengrundlage für zukünftige Forschung und KI-Anwendungen.

Projekte sollen insbesondere Datenbestände bestehender Gesundheitsforschungsdateninfrastrukturen nutzen, beispielsweise aus der Medizininformatik-Initiative (MII), dem Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) oder der NAKO Gesundheitsstudie.

Wichtige Voraussetzungen für die Förderung

Die Vorhaben müssen inter- und transdisziplinär angelegt sein und Expertise aus den Datenwissenschaften, der Frauengesundheit beziehungsweise geschlechtersensiblen Medizin sowie den jeweils relevanten klinischen Fachgebieten zusammenführen.

Grundlage der Projekte sind ausschließlich bereits vorhandene und zugängliche Datensätze. Die Forschungsvorhaben sollen einen klaren Beitrag zur Verbesserung der Datennutzbarkeit und zur Stärkung einer geschlechtersensiblen Gesundheitsforschung leisten.

Dr. Heike Kaasch
0228 3821-2369

Dr. Jessica Rosenberg
0228 3821-1895

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