BMFTR: Interdisziplinäre Verbünde zu Pathomechanismen von postinfektiösen Erkrankungen 

Im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen werden interdisziplinäre Verbünde zur Erforschung der Pathomechanismen von postinfektiösen Erkrankungen gefördert.

Abgabetermin:
27.01.2027 - Projektskizzen
Fördergeber:
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Fördergebiet:
Deutschland
Förderdauer:
bis zu 3 Jahre
Antragsberechtigte:
Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrich­tungen, Einrichtungen und Träger der Gesundheitsversorgung (zum Beispiel Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen), Unternehmen

Die „Nationale Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen“ stärkt die Erforschung der Ursachen und Mechanismen von Postakuten Infektionssyndromen (PAIS) und erforscht systematisch neue Möglichkeiten für Diagnose, Therapie, Rehabilitation, aber auch Prävention. Die Untersuchung krankheitsrelevanter Pathomechanismen von PAIS soll dazu beitragen, ein besseres Verständnis der Entstehung von PAIS zu erhalten, aus dem sich neue Ansätze für die Verbesserung der Prävention, Diagnose und Therapie ableiten lassen.

Ziele der Förderung

Ziel der Fördermaßnahme ist es, die Pathomechanismen der postakuten Infektionssyndrome weiter aufzuklären und neuartige Möglichkeiten für ihre Beeinflussung zu identifizieren. Dadurch soll ein besseres Verständnis für die Entstehung und unterschiedliche Ausprägung dieser Erkrankungen erreicht und neue Ansätze für die Verbesserung der Prävention, Diagnose und Therapie entwickelt werden. Weiterhin soll die Förderung dazu beitragen, unter Berücksichtigung klinischer Phänotypen mechanistisch basierte Krankheitsendotypen zu definieren, die zukünftig eine Präzisionsmedizin zur Behandlung von PAIS ermöglichen.

Was wird gefördert?

Das BMFTR fördert interdisziplinäre Verbundvorhaben, die auf die weitere Aufklärung, Validierung und funktionelle Charakterisierung grundsätzlich bekannter pathomechanistischer Prozesse bei PAIS sowie deren therapeutische Beeinflussbarkeit fokussieren. Im Vordergrund stehen dabei das Long-/Post-COVID-Syndrom und die post-infektiöse ME/CFS. Vergleichende Untersuchungen dieser Krankheitsbilder mit PAIS, die aus anderen Erregern resultieren, sind ebenfalls möglich.

Die Forschungsansätze sollen von klinisch relevanten Symptomen wie der post-exertionellen Malaise (PEM) oder dem posturalen Tachykardiesyndrom (POTS) sowie von definierten organspezifischen Schädigungen ausgehen. Forschungsansätze müssen auf einer klar mechanistisch begründeten und experimentell überprüfbaren Hypothese basieren, für die bereits belastbare Hinweise vorliegen und die im Rahmen des Vorhabens überprüft werden kann.

Gefördert werden können alle Schritte der präklinischen und klinischen Forschung, die nötig sind, um grundsätzlich bekannte Pathomechanismen für PAIS weiter aufzuklären und Ansatzpunkte für ihre Nutzung in der Prävention, Diagnostik und Therapie zu generieren.

Wichtige Voraussetzungen für die Förderung

  • Antragsteller müssen durch Vorarbeiten ausgewiesen sein, die hinsichtlich des Krankheitsbilds PAIS und Forschungsmethodik einschlägig und durch entsprechende Publikationen belegt sind.
  • Grundsätzlich können auch Wissenschaftler:innen früher Karrierephasen zentral in die Durchführung der Vorhaben eingebunden werden.
  • Die Verbünde müssen interdisziplinär und kooperativ organisiert sein und alle zur Bearbeitung erforderlichen Partner aus Wissenschaft, Klinik und Industrie einbeziehen. Dazu gehören auch Betroffene oder ihre Vertretungen.

Dr. Andrea Delekate
Dr. Fabian Gondorf
Dr. Friederike Maaßen
0228 3821-2630
pais@dlr.de

Die Geschäftsstelle von Medizin.NRW unterstützt Akteure aus Wissenschaft, Klinik, Wirtschaft und Transfer dabei, passende Fördermöglichkeiten im Bereich der innovativen Medizin zu identifizieren. Dies umfasst insbesondere:

  • eine erste Einordnung geeigneter Förderprogramme,
  • Hinweise auf aktuelle Ausschreibungen,
  • Orientierung zu nationalen, europäischen und NRW-spezifischen Förderwegen,
  • Hinweise auf zuständige Projektträger, Nationale Kontaktstellen und Beratungsangebote,
  • Unterstützung bei der Vernetzung mit potenziellen Kooperationspartnern,
  • Hinweise auf Veranstaltungen und Informationsangebote zu Förderthemen.

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