Sechs Spitzentalente in der Medizinforschung kommen nach NRW

Das Rückkehrprogramm des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW bringt sechs Spitzentalente in der innovativen Medizin nach NRW und fördert diese mit je 1,25 Mio. Euro.

Stockfoto: Wissenschaftlicher Nachwuchs
Symbolbild: Sechs Spitzentalente in der Medizinforschung kommen nach NRW © Adobe Stock

Um innovative Lösungen für die großen Zukunftsfragen unserer Zeit zu entwickeln, braucht Nordrhein-Westfalen die besten wissenschaftlichen Köpfe. Mit ihrem bundesweit einzigartigen Rückkehrprogramm sorgt die Landesregierung dafür, dass im Ausland tätige Spitzentalente zurück nach Deutschland kommen und an einer Universität in Nordrhein-Westfalen eine eigene Forschungsgruppe aufbauen können. In der neuen Runde des Rückkehrprogramms sind jetzt sechs aufstrebende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zu verschiedenen medizinischen Themen forschen, ausgewählt worden. Das Land fördert sie über fünf Jahre jeweils mit bis zu 1,25 Millionen Euro.

Wissenschaftsministerin Ina Brandes sagt: „Für neue Therapien gegen Krankheiten wie Krebs, Alzheimer oder Corona brauchen wir exzellente Forscherinnen und Forscher, die neue Wege gehen. Genau hier setzen wir mit unserem Rückkehrprogramm an: Wir holen ambitionierte Nachwuchskräfte nach Nordrhein-Westfalen und bieten ihnen die Chance, ihre Forschung in einem leistungsstarken Umfeld voranzutreiben. Die Rückkehrer erhöhen die Innovationskraft der Universitäten in der Medizin in Nordrhein-Westfalen.“

Die sechs Spitzentalente sind:

Dr. Dr. Lukas Kunz (Columbia University, New York, USA)
Seine Forschung zu neuronalen Mechanismen von Orientierung und Erinnerung besitzt das Potenzial, zu wichtigen Fortschritten im Verständnis und der Therapie von Alzheimer beizutragen.

Dr. Katharina Maria Scherer (University of Cambridge, Großbritannien)
Sie trägt mit ihrer Arbeit dazu bei, Viren besser zu verstehen. Ihr Fokus liegt dabei auf Atemwegsviren, womit sie die Grundlage für die Therapie einer Vielzahl von weit verbreiteten Krankheiten wie zum Beispiel Covid-19 legt.

Dr. Kai Markus Schneider (University of Pennsylvania, Philadelphia, USA)
Er forscht an dem auch als „zweitem Gehirn“ bezeichneten Nervensystem des Darms. Dabei verfolgt er das Ziel, Mechanismen zu entschlüsseln, durch die Nerven- und Gliazellen im Darm entzündliche Prozesse und Tumorentstehung beeinflussen. Seine Forschung soll so zu neuartigen und vielversprechenden Therapien beitragen.

Dr. Miriam Kutsch (Duke University, Durham, North Carolina, USA)
Sie legt mit ihrer Forschung die Grundlage für neue Therapieansätze im Bereich oft potenziell lebensbedrohlicher bakterieller Infektionen. Angesichts des wachsenden Problems der Antibiotikaresistenzen ein Thema, das in der Medizin immer akuter wird und wo Lösungen dringend benötigt werden.

Dr. Yannic Bartsch (Ragon Institute of MGH, MIT and Harvard, Cambridge, USA)
Er verfolgt das Ziel, zu einem besseren Verständnis von Antikörpern und somit zu innovativen therapeutischen Ansätzen und neuen Impfstrategien beizutragen. Ein mögliches Anwendungsfeld, das die Bedeutung der Forschung im Bereich der Infektionskrankheiten zudem unterstrichen hat, ist die Corona-Pandemie.

Dr. Carolin Schneider (University of Pennsylvania, Philadelphia, USA)
Sie wird ihren Fokus auf ein besseres Verständnis und letztlich auf bessere Behandlungsmöglichkeiten der metabolisch assoziierten Fettlebererkrankung legen. Für diese häufigste Lebererkrankung der westlichen Welt, die den Nährboden für lebensbedrohliche Erkrankungen wie Leberzirrhose und Leberzellkrebs bildet, gibt es bislang kaum zugelassene Therapien.


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