Köln: Emmy Noether-Gruppe für Dr. Silvana Valtcheva

Dr. Silvana Valtcheva erhält 1,7 Millionen Euro aus dem Emmy Noether-Programm der DFG zum Aufbau einer neuen Nachwuchsgruppe an der Uniklinik Köln zum Thema "Mütterliche Fürsorge".

Dr. Silvana Valtcheva
Dr. Silvana Valtcheva © Christian Wittke

Dr. Silvana Valtcheva hat kürzlich eine Förderung über 1,7 Millionen Euro im Rahmen des renommierten Emmy Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingeworben. Das Emmy Noether-Programm eröffnet besonders qualifiziertem wissenschaftlichen Nachwuchs die Möglichkeit, eigenverantwortlich eine Nachwuchsgruppe zu leiten und sich so für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren. Die Fördermittel werden zunächst für drei Jahre bewilligt und für drei weitere Jahre in Aussicht gestellt.

Als Stipendiatin und Nachwuchsgruppenleiterin forscht Dr. Silvana Valtcheva seit dem 1. Mai 2022 am Institut für Vegetative Physiologie der Medizinischen Fakultät (Direktorin: Prof. Tatiana Korotkova). Für ihre Forschung zur mütterlichen Fürsorge verwendet sie Tiermodelle. Sie sucht nach Antworten auf die Frage, wie das Gehirn nach der Geburt auf verschiedene Signale der Nachkommen reagiert. Ihr Labor untersucht dazu die neuronalen Bahnen und Mechanismen der synaptischen Plastizität, die die Freisetzung des Neurohormons Oxytocin aus dem Hypothalamus und das mütterliche Verhalten bei Mäusen steuern. Eine entscheidende Rolle spielen hier die Ebene der Synapsen, der Schaltkreise und das Verhalten. Bei ihren Untersuchungen kombinieren Dr. Silvana Valtcheva und ihr Team mehrere moderne Ansätze, darunter In-vivo- und In-vitro-Elektrophysiologie, Faserphotometrie, virale Tracing-Ansätze, Opto- und Chemogenetik, molekulare und pharmakologische Instrumente und neu entwickelte Oxytocin-Sensoren.

Die Forschung von Dr. Valtcheva zu postpartalen Anpassungen der Hormonausschüttung und des mütterlichen Verhaltens ist sowohl für die Stoffwechsel- als auch für die Bewegungsforschungsbereiche der medizinischen Fakultät von besonderem Interesse und soll zu einer vielfältigen Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsgruppen auf dem gesamten Campus führen. Sie ist außerdem Mitglied des Exzellenzclusters CECAD.