Telemedizin@NRW

Als Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung von chronisch kranken Patienten im häuslichen Umfeld stellt das Projekt Telemedizin@NRW eine herstellerunabhängige Plattform für Telemonitoring-Anwendungen bereit. Es wird koordiniert von der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care der Uniklinik RWTH Aachen.

Projektstart: 01.01.2020

Laufzeit: 36 Monate

Förderung: Leitmarkt LifeSciences.NRW

Ziele und Produkte:
Entwicklung einer herstellerunabhängigen Plattform für Telemonitoring-Anwendungen

Schematische Darstellung des Telemedizin@NRW-Projektes
Schematische Darstellung des Telemedizin@NRW-Projektes
© Uniklinik RWTH Aachen

Telemonitoring befindet sich aktuell in einer Sackgasse. Insellösungen einzelner Hersteller, ein Mangel an offenen Schnittstellen, fehlende Skalierbarkeit und komplexe Regularien führen zu hohen Kosten im Gesundheitsmarkt und wenig Akzeptanz bei den Anwendern. Genau hier setzt das Innovationsprojekt an:

Ziel von Telemedizin@NRW ist es, Ärzt:innen dabei zu helfen, Telemedizin, insbesondere Telemonitoring, in ihren Berufsalltag zu integrieren, um so einen unkomplizierten, ortsunabhängigen Patientenkontakt zu ermöglichen.

Hierzu entwickelt die Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care der Uniklinik RWTH Aachen im Verbund mit dem Universitätsklinikum Münster, der Medulife GmbH, der Degedi Pro Physio GmbH und der Forcare GmbH/Philips GmbH eine herstellerunabhängige Plattform für Telemonitoring-Anwendungen. Zudem widmet sich die Samedi GmbH der technischen Implementierung, die X-tention GmbH sichert das Projekt datenschutzrechtlich ab und die ZTG GmbH unterstützt die Inhalte für das Webportal und die Öffentlichkeitsarbeit.

Prof. Dr. Gernot Marx und Christina Kalvelage
„Wir unterstützen Ärzt:innen dabei, Telemedizin in ihren Berufsalltag zu integrieren. Unsere Vision ist es, einen unkomplizierten, ortsunabhängigen Patientenkontakt zu ermöglichen und somit zukünftig spürbar die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern.“ Prof. Dr. Gernot Marx und Christina Kalvelage, Konsortial- bzw. Projektleitung Telemedizin@NRW.
© Uniklinik RWTH Aachen

Auf der Plattform Telemedizin.NRW können sich Ärzt:innen zukünftig gezielt nach Anwendungen, Evidenzreports, technischen Standards oder gesetzlichen Regularien erkundigen und erhalten bei Bedarf auch eine persönliche Beratung. Sobald sie sich für ein telemedizinisches Gerät entschieden haben und erhobene Daten im Alltag analysieren möchten, können sie sich via Webbrowser auf der Plattform einloggen, die Messwerte ihres Patienten datenschutzkonform einsehen und für eine Therapieoptimierung nutzen.

Im Projekt wird dies zunächst in den Use Cases Tele-Kardiologie, Tele-Dermatologie und Tele-Pulmologie umgesetzt. In Zukunft soll die Plattform sukzessive auf weitere Indikationen ausgeweitet werden und somit zu einer zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung von chronisch kranken Patienten im häuslichen Umfeld beitragen.

Das Projekt wird vom Land NRW im Rahmen des Leitmarktes LifeSciences.NRW gefördert.

Koordination:

Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care der Uniklinik RWTH Aachen

Projektpartner:

Universitätsklinikum Münster

medulife GmbH

Degedi Pro Physio GmbH

Forcare GmbH/Philips GmbH

Weitere Unterstützung durch:

Samedi GmbH/Digital Infusion GmbH

ZTG GmbH

X-tention GmbH

Kontakt:

Uniklinik RWTH Aachen
Innovationszentrum Digitale Medizin

Konsortialführer:
Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA

gmarx@ukaachen.de

Projektleitung:

Christina Kalvelage, M.SC.

ckalvelage@ukaachen.de

Telemonitoring: Überwachung der Vitalparameter (z. B. Blutdruck oder Herzfrequenz) eines Patienten /einer Patientin im häuslichen Umfeld.