Optimal@NRW

Optimierte Akutversorgung geriatrischer Patienten durch ein intersektorales telemedizinisches Kooperationsnetzwerk - rund um die Uhr. Optimal@NRW hat sich zum Ziel gesetzt, die medizinische Akutversorgung von pflegebedürftigen geriatrischen Personen messbar zu verbessern und inadäquate Krankenhauseinweisungen zu vermeiden. An diesem Projekt nehmen 25 stationäre Pflegeeinrichtungen teil.

Projektstart: 01.04.2020

Laufzeit: 48 Monate

Förderung: Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)

Ziele und Produkte:
Die messbare Verbesserung der medizinischen Akutversorgung sowie die Vermeidung inadäquater Krankenhauseinweisungen von pflegebedürftigen geriatrischen Personen.

Eine adäquate pflegerische und medizinische Versorgung von älteren und meist multimorbiden Menschen in Pflegeeinrichtungen und dem häuslichen Umfeld stellt vor dem Hintergrund der demographischen Alterung eine besondere Herausforderung dar.

Das Team der Steuerungsgruppe von Optimal@NRW.
Das Team der Steuerungsgruppe von Optimal@NRW.
© Uniklinik RWTH Aachen

Wir müssen neue Wege gehen, um die Versorgung geriatrischer Patienten gemeinsam besser zu gestalten.

Priv.-Doz. Dr. med. Jörg Christian Brokmann, Projektinitiator

Optimal@NRW hat sich zum Ziel gesetzt, die medizinische Akutversorgung von pflegebedürftigen geriatrischen Personen messbar zu verbessern und inadäquate Krankenhauseinweisungen zu vermeiden. Dazu greift das Projekt die geplanten Änderungen in der Notfallversorgung auf und erweitert diese noch um einen „virtuellen digitalen Tresen“, welcher seitens der Uniklinik RWTH Aachen gemeinsam mit der KV Nordrhein rund um die Uhr betrieben wird.

An Optimal@NRW nehmen 25 stationäre Pflegeeinrichtungen in der Stadt und Städteregion Aachen, im Kreis Düren und Heinsberg teil. Diese Einrichtungen erhalten einen telemedizinischen Visitenwagen, welchen das Pflegepersonal bei akuten Beschwerden einer Bewohnerin oder eines Bewohners nutzen kann, um einen Arzt per Videosprechstunde zu kontaktieren. Sollten der behandelnde Hausarzt oder der kassenärztliche Notdienst nicht erreichbar sein, springt der „virtuelle digitale Tresen“ ein: Fachärzt:innen der Zentralen Notaufnahme der Uniklinik RWTH Aachen übernehmen in diese Fällen die Telesprechstunden, wodurch eine rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit gewährleistet wird.

Wenn eine Behandlung notwendig sein sollte, kann speziell geschultes medizinisches Personal, sogenannte NäPa(Z), in die Pflegeeinrichtungen fahren und Maßnahmen vor Ort durchführen, die der über Video zugeschaltete Arzt vorgibt. Weitere technische Hilfsmittel, wie Frühwarnsysteme und eine zentrale elektronische Patientenakte (zEPA) vereinfachen die intersektorale Zusammenarbeit und dienen einer effizienten Akutversorgung der pflegebedürftigen Personen.

In vielen Fällen kann durch diese direkte, medizinisch betreute Hilfe eine Krankenhauseinweisung vermieden werden.

Optimal@NRW im Video:

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Koordination:

Zentrale Notaufnahme der Uniklinik RWTH Aachen

Kontakt:
Priv.-Doz. Dr. med. Jörg Christian Brokmann
Leiter Zentrale Notaufnahme, Uniklinik RWTH Aachen; Projektinitiator Optimal@NRWoptimal-nrw@ukaachen.de

Projektpartner:

  • BARMER
  • DAK-Gesundheit
  • IKK classic
  • Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
  • Techniker Krankenkasse
  • Universität Bielefeld
  • Senioren- und Pflegezentrum St. Antonius gGmbH
  • Carpe Diem Betrieb von Sozialeinrichtungen GmbH
  • Betreuungszentrum Arche Noah KG
  • Wohn- und Pflegeheim Maria Hilf Burg Setterich GmbH
  • Caritasverband für die Region Düren-Jülich e.V.
  • Wohnanlagen für Senioren und Behinderte Gut Köttenich GmbH & Co KG
  • Alloheim Senioren-Residenzen SE
  • Heinrichs Gruppe

NäPa(Z) steht für Nicht-ärztliche Praxisassistenz mit Zusatzaufgaben. Bei NäPa(Z) handelt es sich beispielsweise um medizinische Fachangestellte, die eine Fortbildung gemacht haben und somit für die Ausführung von ärztlich delegierten Zusatzaufgaben qualifiziert sind.

Bei den Frühwarnsystemen handelt es sich um eine Kombination aus medizinischen Messgeräten und einer automatisierten Auswertung der Messwerte in einem IT-gestützten System.

Eine „Telesprechstunde“, manchmal auch als „Telekonsultation“ oder „Televisite“ bezeichnet, ist wie ein Hausarztbesuch anzusehen. Hierbei kommt der Arzt allerdings nicht physisch zu den Patientinnen und Patienten nach Hause, sondern per Videoschaltung am Computer.