JPI HDHL / BMBF : NUTRIMMUNE (2022)

Das BMBF hat die nationale Richtlinie zur Förderung von Forschungsprojekten zum „Einfluss der Ernährung auf das Immunsystem im Wechselspiel von Infektions- und ernährungsbedingten Stoffwechselkrankheiten und das Potential ernährungsbasierter Lösungsansätze“ im Rahmen von JPI HDHL veröffentlicht.

Abgabetermin:
21.04.2022 16:00 Uhr (Berlin) - Einreichung von Projektskizzen
Fördergeber:
BMBF (für deutsche Einrichtungen)
Fördergebiet:
Frankreich, Deutschland, Irland, Israel, Italien, Spanien, Niederlande, UK
Fördersumme:
Max. 350.000 Euro (für deutsche Einrichtungen)
Förderdauer:
36 Monate
Antragsberechtigte:
Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen

Ziel der Förderung

Ziel dieser Förderinitiative ist neue Erkenntnisse über die Wechselwirkungen zwischen der Ernährung und dem Immunsystem im Kontext von Infektionskrankheiten und ernährungsbedingten Stoffwechselkrankheiten zu gewinnen. Darauf aufbauend sollen innovative ernährungsbasierte Ansätze zur Förderung eines gesunden Immunsystems entwickelt werden.

Die Ziele der Förderinitiative werden erreicht, wenn die Ergebnisse das Wissen über eine optimale Ernährung sowie den Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem Immunsystem erweitern oder spezifische Lebensmittel oder Lebensmittelbestandteile zur Förderung eines gesunden Immunsystems identifiziert oder entwickelt werden. Die ­Ergebnisse können langfristig Eingang in Ernährungsempfehlungen oder die Entwicklung von gesundheitsfördernden Produkten finden.

Was wird gefördert?

Im Rahmen der Bekanntmachung werden transnationale Forschungsvorhaben gefördert, die ein besseres Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Ernährung und Immunsystem im Zusammenspiel von Infektionskrankheiten und ernährungsbedingten Stoffwechselkrankheiten ermöglichen.

Relevante Forschungsfragen sind beispielsweise

die Gründe für Unterschiede in der individuellen Anfälligkeit für Infektionskrankheiten und für unterschiedlich schwere Verläufe bei Menschen mit ernährungsbedingten Stoffwechselkrankheiten wie Fettleibigkeit oder Diabetes mellitus Typ 2. 

Der Fokus soll dabei auf den zugrundeliegenden Mechanismen liegen, über die Ernährung, Lebensmittel­zusammensetzung und/oder bestimmte Ernährungsmuster die Immunfunktion beeinflussen. Hierzu zählen sowohl das angeborene als auch das adaptive Immunsystem sowie das Mikrobiom. Die Rolle des menschlichen Genotyps, des Körpergewichts und der Körperzusammensetzung, der körperlichen Fitness und von Stress kann ebenfalls berücksichtigt werden.

Die Projekte sollen, aufbauend auf vorhandenem Wissen, weitere Wirkmechanismen identifizieren (einschließlich gemeinsamer molekularer Pfade) und somit beitragen zu

  • einem besseren Verständnis, wie Ernährung, einzelne Lebensmittel und Ernährungsmuster die Homöostase des Immunsystems, seine Reaktionen (z. B. Entzündungen), eine Fehlregulation und die Anfälligkeit gegenüber ­Infektionskrankheiten im Laufe des Lebens bei Menschen mit ernährungsbedingten Stoffwechselkrankheiten beeinflussen;
  • Erforschung der Frage, wie die Ernährung bei Menschen mit ernährungsbedingten Stoffwechselkrankheiten das Risiko von Infektionen in verschiedenen Krankheitsstadien (einschließlich Prävention, Schweregrad der akuten Infektion, Genesung und Rehabilitation) beeinflussen kann;
  • Entwicklung innovativer, ernährungs- und/oder lebensmittelbasierter Lösungsansätze.

Es können Machbarkeitsstudien zur Entwicklung wirksamer ernährungsbasierter gesundheitsfördernder Interventionen und/oder von innovativen Lebensmitteln zur Förderung eines gesunden Immunsystems bei Menschen mit ernährungsbedingten Stoffwechselkrankheiten beantragt werden. Untersucht werden kann deren Anwendbarkeit in jedem Stadium einer Infektionskrankheit.

Weitere Anforderungen finden Sie in der Förderrichtlinie des BMBF.

Weitere Informationen zur Fördermöglichkeit finden Sie in der Förderrichtlinie des BMBF und auf der Seite von JPI HDHL.

Die Einreichung der Skizzen erfolgt über das gemeinsame Call-Sekretariat und die dort vorgegebene Skizze.

Suchen Sie Fördermöglichkeiten für ein spezifisches Projekt? Sprechen Sie uns gerne jederzeit an,

  • wir unterstützen bei der Suche nach Fördermöglichkeiten,
  • beraten Sie bei der Auswahl geeigneter Förderaufrufe und
  • vermitteln Ihnen weiterführende Ansprechpartner:innen.

Die gemeinsame europäische Programminitiative „Eine gesunde Ernährung für ein gesundes Leben“ (JPI HDHL) wurde 2010 als freiwilliger und partnerschaftlicher Zusammenschluss von Mitgliedsstaaten und assoziierten Staaten der Europäischen Union gegründet. Das übergeordnete Ziel der JPI HDHL ist es, durch länderübergreifende Zusammenarbeit und Koordination von Forschungsaktivitäten den Zusammenhang von Ernährung, Lebensstil und Gesundheit besser zu verstehen. Dieses Wissen soll in Strategien, Produkte und Dienstleistungen umgesetzt und so den Bürgern in Europa und darüber hinaus ein gesunder Lebensstil ermöglicht werden.