GO-Bio next

Validierung der Erkenntnisse und Technologien und Unternehmensgründung aus biotechnologischen Forschungsprojekten – typischerweise mit langen Entwicklungszeiträumen und hohem Finanzbedarf.

Abgabetermin:
15.09.2024 - Abgabetermine jeweils zum 15. März und 15. September eines Jahres, voraussichtlich bis mindestens 2027.
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Fördergebiet:
Deutschland
Fördersumme:
Förderphase I: Abhängig vom jeweiligen Projekt; i.d.R. oberhalb von 2,5 Mio. Euro. Förderphase II: Abhängig vom jeweiligen Projekt.
Förderdauer:
In der Regel drei Jahre für jede der beiden Förderphasen.
Antragsberechtigte:
Förderphase I: gründungswillige Forschungsteams deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Förderphase II: kleine technologieorientierte Kapitalgesellschaften.

Ziele der Förderung

Ziel der geförderten Projekte soll es sein, lebenswissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien zu validieren und in Form einer Unternehmensgründung verwerten.

Was wird gefördert?

Die Förderung ist in zwei Phasen aufgebaut. In der ersten Phase fördert das BMBF Forschungsvorhaben an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, in der zweiten Phase die Weiterführung dieser Vorhaben im Gründungsunternehmen.

Um die Teams für den Markt fit zu machen, fördert das GO-Bio next Programm zusätzlich die unternehmerische Kompetenz der Forschenden mit den sogenannten GründungsGesprächen. Hier erhalten die geförderten Teams der GO-Bio initial Machbarkeitsphase und der GO-Bio next Förderung hilfreiche und praxisbezogene Informationen, die sie gezielt auf ihre Firmengründung und die Unternehmensführung vorbereiten.

Gegenstand der Förderung ist die Entwicklung innovativer FuE-Ansätze im Bereich der Lebenswissenschaften mit hohem Kommerzialisierungspotenzial bis zu einem Reifegrad, der

  • eine erfolgreiche Ausgründung ermöglicht (erste Förderphase) bzw.
  • die Basis für eine nachhaltige Entwicklung des ausgegründeten Unternehmens legt (zweite Förderphase).

Die Vorhaben sollen einen großen Bedarf in den Lebenswissenschaften adressieren und sich dadurch auszeichnen, dass sie aufgrund der noch fehlenden technologischen Reife nicht ohne öffentliche Förderung umgesetzt werden können.

Explizit ausgenommen sind Vorhaben, die den Schwerpunkten Agrar-, Lebensmittel- und Ernährungsforschung zuzuordnen sind.

Die GO-Bio next Förderung erfolgt in zwei Phasen über eine Dauer von jeweils maximal drei Jahren:

In der ersten Förderphase erarbeiten die Teams das Proof-of-Concept für den Forschungsansatz bzw. entwickeln dieses weiter. Das BMBF fördert Forschungsvorhaben bis zu einem Reifegrad, der eine Ausgründung und Gegenfinanzierung durch Investoren in der anschließenden zweiten Phase ermöglicht. Diese zweite Phase ist im akademischen Bereich angesiedelt, aber es finden bereits vorbereitende Maßnahmen für eine Unternehmensgründung statt. Begleitend sollen die Forschungsteams konkrete Kommerzialisierungsstrategien für die weitere Umsetzung auf Basis der wissenschaftlichen Ergebnisse entwickeln.

In der zweiten Förderphase erfolgt die Überführung dieser Strategien in die wirtschaftliche Verwertung. Fördergeld-Empfänger sind die gegründeten Unternehmen, die als wichtige Fördervoraussetzung eine privatwirtschaftliche Co-Finanzierung aufbringen müssen. Die Teams sollen den Reifegrad des Forschungsansatzes weiter erhöhen, Strategien für die Markteinführung ausarbeiten und das Geschäftsmodell weiter konkretisieren.

Üblicherweise erfolgt die Bewerbung für die zweite Förderphase nach erfolgreichem Abschluss von Phase I. Ein „Quereinstieg“, also eine direkte Bewerbung auf Phase II, ist bei Erfüllen aller Kriterien auch möglich.

Das BMBF fördert in beiden Phasen nur Einzelvorhaben. Die Höhe der Fördersumme pro Projekt ist bei beiden Förderphasen individuell von den Projektinhalten abhängig.

Wichtige Voraussetzungen für die Förderung

Im Gegensatz zu EXIST Forschungstransfer richtet sich GO-Bio next an Forschungsprojekte, bei denen bei Antragstellung lange Entwicklungszeiträume, ein hoher Finanzbedarf (auch nach der Firmengründung) und ein hohes Entwicklungsrisiko absehbar sind.

Kontakt

Dr. Dirk Kautz
Dr. Nicole Häusler

Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
030 31 00 78-5515
GO-Bio-next@vdivde-it.de

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