Strategiekonferenz stellt Weichen für die innovative Medizin aus NRW

Weichenstellung für die innovative Medizin „Made in NRW“: Das Cluster Medizin.NRW hat am Donnerstag, dem 30. Oktober 2019,  auf einer Strategiekonferenz gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft über die künftige Ausrichtung der innovativen Medizin in NRW diskutiert. Mit seiner Strategie will das Cluster Empfehlungen für alle beteiligten Akteure entwickeln und seine Stellung als Kompetenzplattform für strategische Partnerschaften untermauern.

Staatssekretärin Storsberg; © Medizin.NRW

Staatssekretärin Storsberg bei der Strategiekonferenz des Clusters Medizin.NRW im Oktober 2019

Medizin.NRW

Am Donnerstag, dem 30. Oktober 2019, hat das Cluster Medizin.NRW gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft wichtige Schritte für eine neue Strategie für die innovative Medizin aus NRW  unternommen.

Eingestimmt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Grußwort von Annette Storsberg, Staatssekretärin im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. „Die hohe Dichte der Bevölkerung und der Versorgungsstruktur in Nordrhein-Westfalen bieten beste Bedingungen für medizinische Spitzenforschung. Diese Potentiale optimal zu nutzen und die Spitzenposition des Landes in der Gesundheitsforschung weiter auszubauen, ist forschungspolitisches Ziel der Landesregierung. Dem Cluster „Medizin.NRW“ kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu: Seit Januar dieses Jahres verbindet das Cluster medizinische, technologische und wirtschaftliche Kompetenzen in einem Netzwerk“ ordnete sie die Rolle des Clusters ein.

Der seit Oktober im Amt befindliche neue Clustermanager, Dr. Patrick Guidato, stellte die Ziele der Strategie heraus. „Indem wir die zügige Übertragung  von Forschungsergebnissen in die klinische Anwendung in NRW stärken, wollen wir einen nachhaltigen Vorteil für die Patientinnen und Patienten und für die Akteure des Innovationssystems Medizin schaffen“, so Patrick Guidato.

Mit dem Hauptvortrag des Tages zum Thema Weichenstellung für die Medizin der Zukunft leitete Sita Schubert, Geschäftsführerin  COMM-OP Europe GmbH & Co. KG, in das Thema ein. Dabei lobte Schubert auch den Gesundheitsstandort NRW. „Mit Blick auf die Wissenschaftsszene können Unternehmen der Gesundheitswirtschaft kaum eine bessere Wahl treffen. Und mit Blick auf die Wirtschaftsleistung der nordrhein-westfälischen Gesundheitswirtschaft blutet mein bayerisches Herz“, erklärte Schubert.

Anschließend gaben Prof. Dr. Jürgen Schüttler vom Universitätsklinikum Erlangen und geschäftsführender Vorstand  von Medical Valley EMN e. V., sowie Prof. Dr. Horst Domdey Einblicke in die Arbeit anderer lokaler Cluster- und Netzwerkorganisationen. Sie machten deutlich, wie aktive Beratungs- und Vernetzungsaktivitäten zur Stärkung einer Region beitragen können. Beide stellten die Bedeutung von Clusterarbeit heraus und unterstrichen zugleich die Notwendigkeit einer zielgerichteten Strategie. „Für Erfolge in der Gesundheitsforschung und -wirtschaft sind Kooperationen und strategische Partnerschaften entscheidend. Es ist nicht immer leicht, die verschiedenen Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft zur Zusammenarbeit in einem Cluster zu bewegen. Dafür braucht es eine gemeinsame Strategie", bekräftigte Professor Schüttler. Mit Blick auf die Zusammenarbeit von Kliniken und Unternehmen stellte Professor Domdey fest: „In der innovativen Medizin sind eigentlich nur Verbundprojekte erfolgreich. Die Herausforderung besteht darin, den Unternehmen Zugang zu forschenden Kliniken zu ermöglichen und umgekehrt.“

Trends und Herausforderungen auf dem Weg in die Zukunft der innovativen Medizin in NRW standen in einer Podiumsdiskussion im Mittelpunkt Neben den Vortragenden des Tages waren dabei auch die Leiterinnen und Leiter der Arbeitsgruppen im Strategieprozess des Clusters, Dr. Anke Diehl, Digital Change Managerin an Universitätsmedizin Essen, Dr. Hermann Monstadt, Geschäftsführer der Phenox GmbH und Dr. Susanne Isfort, koordinierende Geschäftsführerin am Center for Translational & Clinical Research RWTH Aachen vertreten.

Die Impulse des Vormittags nutzten die Arbeitsgruppen im Strategieprozess des Clusters anschließend, um konkrete Handlungsempfehlungen und Maßnahmen für das Strategiepapier zu erarbeiten. Einen ersten Einblick in die Zwischenergebnisse des Strategieprozesses gab das Cluster am 18. November 2019 im Rahmen der MEDICA, der weltweit größten Medizinmesse, auf dem Forum des Landesgemeinschaftsstandes der Fachöffentlichkeit. Im Anschluss wurden die präsentierten  Zwischenergebnisse mit den Besuchern der MEDICA diskutiert.