Stammzellen für die Erforschung und Behandlung von Augenerkrankungen

Biotechnologen der Universität Bonn haben einen "Proof of Concept Grant" des europäischen Forschungsrates erhalten. Das Team an der Augenklinik arbeitet an Stammzellen als Werkzeug zur Erforschung und Behandlung von Degenerationen der Netzhaut und Erblindung.

Photo Volker Busskamp

Projektleiter Prof. Dr. Volker Busskamp

Sven Döring

Der Biotechnologe Prof. Dr. Volker Busskamp von der Universität Bonn hat einen „Proof of Concept Grant“ des Europäischen Forschungsrats (ERC) in Höhe von 150.000 Euro erhalten. Die Förderlinie soll Wissenschaftler dabei unterstützen, ihre Forschungsergebnisse aus vorherigen ERC-Projekten in kommerzielle Anwendungen zu bringen. Volker Busskamp und sein Team arbeiten an der Augenklinik des Universitätsklinikums Bonn an einer Methode, um Degenerationen der Netzhaut und Erblindung zukünftig besser erforschen und behandeln zu können.

Durch seinen 2016 an der TU Dresden gestarteten und mit 1,5 Millionen Euro geförderten ERC Starting Grant hat es Volker Busskamp in den vergangenen Jahren geschafft, eine Technologie zu entwickeln, mit der sich menschliche Stammzellen passgenau zu Photorezeptor-Zellen ausdifferenzieren lassen. Eine möglichst unbegrenzte Menge dieser Zellen zu haben, ist wichtig, um Krankheiten weiter zu erforschen, Wirkstoffe auszutesten und Photorezeptor-Ersatztherapien zu entwickeln.

Mithilfe der nun hinzugekommenen Förderung möchten er und sein Team ihre Entdeckung näher an den Markt bringen. „Unser langfristiges Ziel ist es, mithilfe unserer Forschung neue Medikamente zu entwickeln, mit denen späte Stadien von Netzhautdegenerationen und Blindheit wirksam behandelt werden können“, betont Volker Busskamp.

Der ERC Proof of Concept Grant wird seit 2011 vergeben und hat jeweils eine Laufzeit von einem Jahr. 55 Forscher aus 21 Ländern erhalten in diesem Jahr eine Förderung.

Weitere Informationen

Zur Pressemeldung der Universität Bonn

Kurzvorstellung des Projektes beim ERC (auf Englisch)