Nordrhein-Westfalen erhält eigenes Institut für Digitalisierungsforschung

Das CAIS soll Lösungen für digitale Transformation und Teilhabe im Alltag finden. In vier Forschungsprogrammen und einem "Forschungsinkubator" erforscht das CAIS die Digitalisierung in all ihren Facetten. Das Land NRW fördert Gestaltung der digitalen Transformation mit künftig sechs Millionen Euro pro Jahr.

Prof. Baurmann und Herr Pfenner auf der Bühne bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides.

CAIS-Direktor Prof. Michael Baurmann und Geschäftsführer Tim Pfenner.

CAIS, Michael Schwettmann

Mit dem Ausbau des bisherigen Wissenschaftskollegs in ein eigenständiges Forschungsinstitut erhält die ganzheitliche Erforschung der Digitalisierung und ihrer Wirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft nun einen festen Ort in Nordrhein-Westfalen: Das Land unterstützt das neue, in Bochum angesiedelte Forschungsinstitut CAIS mit zunächst 2,1 Millionen Euro im Jahr 2021 und im Endausbau ab 2024 mit jährlich sechs Millionen Euro. Das CAIS wird sich im Rahmen von inter- und transdisziplinären Forschungsprogrammen der digitalen Transformation in all ihren Facetten widmen. Erforscht werden soll unter anderem, wie digitale Innovationen die Demokratie verändern, inwiefern KI für das Gemeinwohl eingesetzt werden kann sowie welche Rolle KI künftig im Bildungsbereich spielt oder wie die Digitalisierung bei der Bekämpfung des Klimawandels helfen kann. Das CAIS verfolgt dabei einen ganzheitlichen Forschungsansatz, der Geistes- und Sozialwissenschaften mit technikwissenschaftlichen Überlegungen verzahnt. Auch anwendungsorientierte Fragestellungen sowie ethische Grundfragen der Digitalisierung spielen dabei eine Rolle. Ziel des CAIS ist es, den Prozess der Digitalisierung aktiv zu gestalten und ihre enormen Chancen gesellschaftlich breit nutzbar zu machen.

Pfeiffer-Poensgen: Kompetenzschwerpunkt in NRW

„Der Ausbau des Instituts für Digitalisierungsforschung CAIS in Nordrhein-Westfalen schafft die Struktur, Forschungsfragen rund um den digitalen Wandel in der Gesellschaft schnell zu identifizieren, zu bearbeiten und aus verschiedenen Forschungsperspektiven ganzheitlich zu betrachten. Damit rundet das CAIS den bereits exzellenten digitalen Kompetenzschwerpunkt des Landes Nordrhein-Westfalen in Bochum in optimaler Weise ab“, sagt Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft.

Baurmann: Gestaltung einer digitalen Gesellschaft

„Wir wollen mit exzellenter Forschung im Dialog mit der Öffentlichkeit an der menschenfreundlichen Gestaltung einer digitalen Gesellschaft mitwirken“, sagt CAIS-Direktor Prof. Michael Baurmann. „Dabei sehen wir keine Spannung zwischen technologischem Fortschritt und ethischer Orientierung. Denn nur, wenn Menschen Digitalisierung wertschätzen können, werden sie sich auch vorbehaltlos bei der Entfaltung ihrer enormen Potenziale engagieren.“

Über das CAIS

Der Trägerkreis des CAIS besteht aus der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Duisburg-Essen, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, dem GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, dem RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und dem Grimme Institut.

Hintergrund

Nordrhein-Westfalen verfügt in der Region Bochum über einen starken digitalen Kompetenzschwerpunkt. Neben dem CAIS gehören auch das Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre, an der Ruhr-Universität Bochum das Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit (HGI), das Exzellenzcluster CASA und das Center of Computer Science (CCS) sowie an der TU Dortmund das Dortmund Data Science Center (DoDSc) und das KI-Kompetenzzentrum Maschinelles Lernen Rhein-Ruhr (ML2R) dazu.

Weiterführende Informationen

Internetseite des CAIS

Meldung des MKW vom 11.05.2021

Meldung des CAIS vom 11.05.2021

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