JPIAMR: Durchbrechung von Resistenzen durch innovatives Design

Neuer Call der Joint Programming Initiative on Antimicrobial Resistance, JPIAMR, zum Thema "Durchbrechung von Resistenzen durch innovatives Design".
 

Abgabetermin: 08. März 2022
Fördergeber: An JPIAMR beteiligte nationale und regionale Förderorganisationen
Fördergebiet: Europa
Förderdauer: 3 Jahre
Fördersumme: max. 300.000 € Euro für BMBF-geförderte Verbundpartner
Antragsberechtigte: Transnationale Verbünde mit 3-6 Partnern aus mindestens 3 Ländern. Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen

Im Rahmen der JPIAMR wurde eine gemeinsame Bekanntmachung der beteiligten Förderorganisationen veröffentlicht. Von deutscher Seite ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Förderer beteiligt.

Thema: "Disrupting drug resistance using innovative design"

Ziel der Förderrichtlinie ist es, zum einen zur Verbesserung der Behandlung von bakteriellen oder durch Pilze verursachten Infektionen (einschließlich Koinfektionen) beizutragen. Zum anderen zielt die Förderrichtlinie darauf ab, die Prävention von Entstehung oder Verbreitung von Resistenz in Mensch, Tier und Pflanze durch die Verbesserung der Wirksamkeit, Spezifität, Anwendung, Kombination und/oder Adaptation von Wirkstoffen oder Pflanzenschutzmitteln zu erhöhen.

Transnationale kooperative Forschungsanträge müssen zumindest eines der folgenden Ziele verfolgen:
Verbesserung der Behandlung von bakteriellen oder durch Pilze verursachten Infektionen (einschließlich Koinfektionen) und/oder Prävention des Entstehens oder der Ausbreitung von Resistenzen in Mensch, Tier oder Pflanzen durch
die Verbesserung der Wirksamkeit, Spezifität, Anwendung, Kombination und/oder Adaptation von Wirkstoffen oder
Pflanzenschutzmitteln.
Anträge sollen sich auf lizensierte Antibiotika oder Fungizide beziehen oder auf Wirkstoffe in präklinischer oder früher
klinischer Entwicklung und folgende Themen beinhalten:

  • Verbesserung von Wirksamkeit und/oder Spezifität von Therapeutika bzw. Pflanzenschutzmitteln durch chemische Modifizierung (einschließlich Optimierung von Leitstrukturen);
  • Repurposing von Therapeutika/Pflanzenschutzmitteln;
  • Optimierung von Wirkstoffkombinationen in Therapeutika oder Pflanzenschutzmitteln, auch durch Zusatztherapien, einschließlich therapeutischer Impfung;
  • Design und Implementierung neuer Strategien einschließlich Optimierung der Dosierung für bessere Anwendbarkeit, Wirksamkeit und Einsatz von einzelnen Wirkstoffen oder Kombinationen von Antibiotika oder Fungiziden;
  • Design und Implementierung von innovativen Werkzeugen, einschließlich neuer chemischer Verfahren oder Materialien für bessere Anwendbarkeit, Wirksamkeit und Einsatz von einzelnen Wirkstoffen oder Kombinationen von Antibiotika oder Fungiziden.

Folgende One-Health-Settings können berücksichtigt werden: Menschliche Gesundheit, Tiergesundheit (einschließlich Wild-, Nutz- und Haustiere, Fische) und Nutz- und Wildpflanzen. Dabei können nur ein oder mehrere Settings berücksichtigt werden.

Nicht gefördert werden:
– Anträge zu antiviralen oder antiparasitischen Wirkstoffen;
– Forschung zu oder Suche nach neuen Wirkstoffen, neuen Impfstoffen und neuen Wirkorten;
– Anträge zur Entwicklung neuer Diagnostika oder therapiebegleitender Diagnostik als alleiniger Fragestellung.