Innovationspreis des Landes NRW an Bonner Forscherin verliehen

Professorin Dr. Rita Schmutzler, Direktorin des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs der Uniklinik Köln und Koordinatorin des Deutschen Konsortiums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs, erhält den mit 100.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie "Innovation".

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Ministerpräsident Laschet: Unser Land braucht Menschen, die den Mut haben, sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen.

MWIDE

Wie kann die Medizin Brust- und Eierstockkrebs-Erkrankungen wirksam vorbeugen? Wie können wir begrenzte, für die Lebensmittelversorgung essenzielle Rohstoffe auf Dauer sichern? Und mit welchen Tools können wir von Nordrhein-Westfalen aus die Chips der übernächsten Generation designen? Für herausragende Arbeiten in diesen Zukunftsfeldern haben Ministerpräsident Armin Laschet und Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart den Innovationspreis Nordrhein-Westfalen an Persönlichkeiten verliehen, deren Forschungen zur Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen beitragen.
 
„Die diesjährigen Preisträger haben aus einer Idee – einer Vision – heraus etwas Neues, etwas Innovatives und Konkretes entwickelt. Unser Land braucht Menschen wie sie, die den Mut haben, sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen, die sich ans Werk machen und nicht aufgeben, bis sie Lösungen gefunden haben – Menschen mit Visionen und Durchhaltevermögen“, sagte Ministerpräsident Laschet anlässlich der Verleihung am Montag, 31. Mai 2021, in Düsseldorf.

Kategorie „Innovation“: Professorin Dr. Rita Schmutzler

Professorin Schmutzler ist Direktorin des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs der Uniklinik Köln und Koordinatorin des Deutschen Konsortiums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs. Schmutzler ist Gynäkologin und spezialisiert auf die Betreuung von Personen mit einer familiären Belastung für gynäkologische Tumorerkrankungen wie Brust-, Eierstock- und Gebärmutterkrebs. Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen gynäkologische Onkologie, speziell Molekulargenetik des Mamma- und Ovarialkarzinoms, hereditäre gynäkologische Tumorerkrankungen und Krebsprävention. Ziel ihrer Forschungsarbeit ist es, die genetischen Ursachen für die Veranlagung aufzuschlüsseln und betroffenen Frauen vorbeugende Maßnahmen anzubieten, um entweder das Ausbrechen der Erkrankung zu verhindern oder die Krankheit so früh zu erkennen, dass sie heilbar ist.

Professor Schmutzler hat die Versorgung von Tumorpatientinnen und deren Angehörigen durch die Gründung des Deutschen Konsortiums zu einem nationalen und internationalen Leuchtturmprojekt gemacht. Durch die daraus erwachsenen Erkenntnisse um Prävention, frühzeitige Erkennung, Entstehung und Therapie erblich bedingter maligner Tumore hat sich die Wissenschaftlerin in höchstem Masse verdient gemacht.

Minister Pinkwart: „Exzellente Forschung vom Labor in die Praxis zu bringen, das ist Prof. Schmutzler in einzigartiger Weise gelungen. Ihre wegweisende Arbeit zur Krebsprävention ist ein großartiges Beispiel dafür, wie Innovationen unsere Gesellschaft voranbringen. Damit ist sie Ansporn für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihre Ergebnisse anwenden und so das Leben vieler Menschen verändern möchten.“  

Prof. Schmutzler: „Ich freue mich riesig über diese große Auszeichnung meiner Arbeit. Mein besonderer Dank gilt meinem höchst qualifizierten und motivierten Team, ohne das diese Ehrung nicht möglich gewesen wäre. Krebs durch Prävention zu besiegen, das heißt ihn gar nicht erst zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung werden zu lassen, und das mit den modernen Methoden der genomischen Medizin. Das fasziniert und motiviert mich jeden Tag aufs Neue.“

Hintergrund

Die nach dem Zukunftspreis des Bundespräsidenten höchstdotierte Auszeichnung ging an den Bonner Mathematiker Professor Dr. Dr. h.c. Bernhard Korte, die Kölner Medizinerin Professor Dr. Rita Schmutzler und den Aachener Mikrobiologen Dr. Jonas Johannes Christ.

Die Preisgelder:

  • Kategorie Innovation: 100.000 Euro.
  • Kategorie Nachwuchs: 50.000 Euro.
  • Der Ehrenpreis ist nicht mit einem Preisgeld verbunden.

Mit der Auslobung des Innovationspreises rückt die Landesregierung bereits zum elften Mal Persönlichkeiten in den Mittelpunkt, die durch ihre Forschung, Entwicklung und ihren unbedingten Willen zur konkreten Anwendung in herausragender Weise dazu beitragen, dass Innovationen verwirklicht werden.

Weiterführende Informationen

Meldung des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE).