ERA PerMed: Europäische Projekte zur Personalisierten Medizin

Das ERA-Netz ERA PerMed hat eine weitere transnationale Bekanntmachung für Forschungsprojekte zur personalisierten Medizin veröffentlicht.

Veröffentlichung: 14. Dezember 2020

Abgabetermin: 04. März 2020 (pre-proposals), 16.Juni 2020 (full proposals)

Fördergeber: An ERA PerMed beteiligte nationale Förderorganisationen

Fördergebiet: EU

Im Rahmen des ERA-Netzes zur personalisierten Medizin, ERA PerMed, wurde eine gemeinsame Bekanntmachung der beteiligten Förderorganisationen veröffentlicht. Von deutscher Seite sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) sowie das sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst beteiligt.

Thema: “Multidisciplinary Research Projects on Personalised Medicine - Development of Clinical Support Tools for Personalised Medicine Implementation."

Mit seiner vierten transnationalen Bekanntmachung fördert ERA PerMed Forschungs- und Innovationsaktivitäten, die enge Verbindungen zwischen klinischer Forschung, Informatik/Medizininformatik und Forschung zu ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten (ELSA) im Bereich der PM herstellen. Dazu ist ein breites Spektrum multidisziplinärer Aktivitäten erforderlich, an denen sich verschiedene Akteure aus der akademischen Forschung, der klinischen/öffentlichen Gesundheitsforschung und private Partner wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) genauso wie politische Entscheidungsträger, Regulierungsbehörden, Einrichtungen zur Gesundheitstechnologiebewertung (HTA) sowie Patientinnen und Patienten bzw. deren Vertretungen beteiligen sollen.

Die Forschungsprojekte sollen die Anwendbarkeit der Projektergebnisse in der klinischen Praxis demonstrieren und klinische Forschung mit den aktuellen Digitalisierungsmöglichkeiten verbinden. Dabei könnte es sich um die Entwicklung und Anwendung von klinischen Entscheidungsunterstützungswerkzeugen unter Einsatz von Methoden der künstlichen Intelligenz (KI), einschließlich Technologien des maschinellen Lernens handeln. Die klinische Relevanz des vorgeschlagenen PM-Ansatzes muss überzeugend nachgewiesen werden. Darüber hinaus müssen die Anträge Forschungsarbeiten zu ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten beinhalten.

Die gemeinsame transnationale Förderrichtlinie beinhaltet drei verschiedene Forschungsfelder, wobei die Forschungsfelder 1 und 3 jeweils zwei Module beinhalten. Einige Förderer können nur ausgewählte Forschungsfelder bzw. Module unterstützen.

Forschungsfeld 1: Translation von Ergebnissen der Grundlagenforschung in die klinische Forschung und darüber hinaus

-     Modul 1A: Präklinische Forschung; Modul 1B: Klinische Forschung.

Forschungsfeld 2: Daten und Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) - Hin zu einer Anwendung in der Gesundheitsversorgung

Forschungsfeld 3: Forschung für eine verantwortungsvolle Implementierung in der Gesundheitsversorgung:

-     Modul 3A: Gesundheitsökonomische Forschung; Modul 3B: Ethische, rechtliche und soziale Aspekte.