ERA-Net TRANSCAN-3: Next generation cancer immunotherapy

Das ERA-Net TRANSCAN-3 hat eine neue gemeinsame Förderbekanntmachung zum Thema "Next generation cancer immunotherapy: targeting the tumour microenvironment" veröffentlicht.

Abgabetermin: 29. Juni 2021 (Pre-Proposals)
Fördergeber: an ERA-Net TRANSCAN-3 beteiligte Förderorganisationen
Förderdauer: i.d.R. 3 Jahre
Antragsberechtigte: Universitäten und Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen

Im Rahmen des ERA-Netzes zu translationaler Krebsforschung, TRANSCAN-3, wurde eine gemeinsame Bekanntmachung der beteiligten Förderorganisationen veröffentlicht. Von deutscher Seite ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Förderer beteiligt. 

Thema: "Next generation cancer immunotherapy: targeting the tumour microenvironment"

Der Zweck der Bekanntmachung besteht darin, die Wirksamkeit der personalisierten Behandlung von Krebspatientinnen und Krebspatienten durch die Entwicklung neuer Instrumente und gezielter Immuntherapie-Strategien zu verbessern, und zwar auf der Grundlage eines besseren Verständnisses der TME-Funktionen und ihrer Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf.

Im Rahmen der translationalen Forschung umfaßt dieses Thema an der Schnittstelle von Labor- und klinischer immunonkologischer Forschung zwei allgemeine Ziele, die den möglichen klinischen Anwendungen entsprechen. Die Projekte müssen mindestens eines der (sechs) unten aufgeführten spezifischen Ziele adressieren. Die Ansätze sollten darauf ausgerichtet sein, eine mehrdimensionale TME-Karte zu erstellen, die den Weg für neue wirksame Immuntherapie-Strategien ebnet. Die Projekte sollten auf einer soliden und fundierten Hypothese aufbauen und im Hinblick auf verbesserte Immuntherapien in der klinischen Praxis relevant sein.

Ziel 1: Identifizierung und Validierung von TME-Unterklassen und deren Beitrag zu den Resistenzmechanismen: Translationale Forschung unter Verwendung von Tumorproben, die von retrospektiven und/oder prospektiven Patientenkohorten gesammelt wurden bzw. werden.
  • Analyse von Tumorzellen/Tumor-infiltrierenden Immun-/Stroma Zellen und Identifizierung von TME-Unterklassen (Einzelzellanalysen, Massenzytometrie, Bildgebung, multidimensionale Immunhistochemie, etc.) für TME-Studien (3D-Kultursysteme; patienteneigene Organoide; patienteneigene Xenotransplantate; syngenische, genetisch veränderte und chemisch karzinogenese-induzierte Mausmodelle, etc.);
  • Analyse der Rolle des TME bei Mechanismen der Therapieresistenz und Identifizierung neuer therapeutischer Targets durch Multi-omics (Epigenomik, Transkriptomik, Proteomik, Metabolomik, Untersuchung des Mikrobioms und des Viroms etc.). Auf dieser Grundlage: Beurteilung der funktionellen Charakteristika des Zusammenspiels zwischen TME und Tumorzellen im Primärtumor und/oder in Metastasen (z. B. die zugrundeliegende Signaltransduktion, die Transkriptionslandschaft, die Zell-Zell-Kommunikation, die Netzwerkregulation von Immunzellen etc.), um TME-Kandidaten-Targets zu identifizieren und die Aktivität von Signalweg-modifizierenden Wirkstoffen zu bestimmen;
  • Entwicklung von minimal- oder nicht-invasiven Techniken zur Vorhersage der therapeutischen Wirksamkeit und des Wiederauftretens von Tumoren (Generierung von Algorithmen zur Modellierung der Netzwerkdynamik, prädiktive Modelle auf der Grundlage künstlicher Intelligenz, Integration von -omics-Daten und Netzwerkansätzen, etc.). Entwicklung robuster nicht-invasiver prädiktiver Biomarker (Radiomics, zellfreie zirkulierende Tumor-DNA, miRNA-Signaturen, zirkulierende Tumorzellen, etc.). Die Rolle von Sex und Gender muß berücksichtigt werden.
Ziel 2: TME-Ansätze zur Verbesserung der Wirksamkeit der Immuntherapie bei Patientinnen und Patienten
  • Entwicklung neuer präziser therapeutischer Strategien, die ein Wiederauftreten oder eine Resistenz des Tumors verhindern können (T-Zell-basierte Krebs-Immuntherapien, Immun-Checkpoint-Inhibitoren, chimäre Antigenrezeptor (CAR)-T-Zellen, präventive und therapeutische Impfstoffe etc.);
  • Translationale Studien zur Bewertung der Auswirkungen des TME auf die Wirksamkeit der Behandlung und die Aussicht auf Heilung der Betroffenen (klinischer Nutzen von Nachweisen oder Identifizierungen spezifischer TME-Merkmale, klinischer Nutzen spezifischer Intratumor- oder peripherer Blut-Immun-Biomarker, Rolle von Sex und Gender etc.);
  • Klinische Studien der Phasen I und II (Kombinationen von verfügbaren Behandlungen, neue therapeutische Strategien, neue Verabreichungsschemata etc.), die auf die Resistenz mehrerer TME-Merkmale abzielen oder diese verhindern. Ein besonderes Augenmerk sollte auf der Einbeziehung der Genderaspekte gelegt werden, um Sex-/Genderunterschiede zu bestimmen und festzustellen, ob ein Zusammenhang zwischen Sex/Gender und dem Ansprechen auf immuntherapeutische Behandlungen besteht.
Die folgenden Arten von Forschungsprojekten sind im Rahmen der Bekanntmachung nicht förderfähig: