Deutsches Register für COVID-19-Obduktionen am UK Aachen

Das Institut für Pathologie an der Uniklinik der RWTH Aachen hat im April ein zentrales deutsches Register der Obduktionen von COVID-19 Erkrankten (DeRegCOVID) initiiert. Seit Ende April steht ein neues Online-Registrierungsverfahren mit Downloadbereich und wichtigen Informationen zur Verfügung.

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Ziel des Registers ist es, möglichst alle Obduktionsfälle von COVID-19-Erkrankten zentral elektronisch zu erfassen und anschließend als zentrale Vermittlungsstelle für Datenanalyse und Forschungsanfragen zu dienen. Das Register wird vom Institut für Pathologie des Universitätsklinikums der RWTH Aachen koordiniert und geleitet.

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Angesichts der COVID-19 Pandemie wurde am Universitätsklinikum der RWTH Aachen mit der Unterstützung des BDP und der DGP ein zentrales Register der Obduktionen von COVID-19-Erkrankten aufgebaut.

Pathogenese bislang wenig bekannt

Trotz der großen Bemühungen, die Erkrankung besser zu verstehen, ist über die Pathogenese der Erkrankung, deren Ausbreitung innerhalb des menschlichen Körpers oder über die Auswirkungen auf die jeweiligen Organe und Zellen wenig bekannt. Es ist bislang auch unklar, welche prädisponierende, klinisch nicht manifeste pathologische Veränderungen bzw. Grunderkrankungen, z. B. des Lungengewebes, für schwere Verläufe verantwortlich sein könnten.

Die ersten Fallberichte aus COVID-19-Obduktionen deuten auf mögliche neue Pathomechanismen hin. Somit stellen die Obduktionen bei COVID-19-Infizierten einen potenziell großen medizinisch-wissenschaftlichen aber auch gesellschaftlichen Wert dar. Einige Institute in Deutschland führen bereits COVID-19-Obduktionen durch.

Register als zentrale Vermittlungsstelle

Das Ziel des DeRegCOVID-Registers ist es, möglichst alle Obduktionsfälle von COVID-19-Erkrankten deutschlandweit und, falls möglich, im deutschsprachigen Raum, zentral elektronisch zu erfassen und anschließend als zentrale Vermittlungsstelle für Datenanalyse und Forschungsanfragen zu dienen. Das Register wird von dem Institut für Pathologie des Universitätsklinikums der RWTH Aachen koordiniert und geleitet.

Das gesamte Material bleibt dezentral bei den jeweiligen Instituten. Alle Forschungsanfragen an das Register können nur an die Institute vermittelt werden, die an dem Register teilnehmen und entsprechendes Material haben. Das Management des Registers erfolgt durch das Clinical Trail Center-Aachen (CTCA).

Weiterführende Informationen

Meldung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie (DGP) vom 29.04.2020

Anfragen und Kontaktaufnahme (E-Mail)