Deutscher Studienpreis 2021 geht nach Köln zu Dr. Dr. Philipp Schommers

Dr. Dr. Philipp Schommers hat für seine Dissertation zu HIV-Antikörpern an der Universität zu Köln den ersten Platz in der Sektion Natur- und Technikwissenschaften des Deutschen Studienpreises 2021 der Körber-Stiftung erhalten.

Der Deutsche Studienpreis zeichnet jährlich herausragende Nachwuchswissenschaftler aller Fachrichtungen aus. In den drei Sektionen Sozialwissenschaften, Natur- und Technikwissenschaften sowie Geistes- und Kulturwissenschaften wird jeweils ein Spitzenpreis à 25.000 Euro und zwei zweite Preise in Höhe von 5.000 Euro vergeben. 698 Teilnehmer hatten in diesem Jahr einen Beitrag eingereicht.

Dr. Dr. Philipp Schommers, Foto: Michael Wodak

Dr. Dr. Philipp Schommers

Foto: Michael Wodak

Mit seiner Dissertation „Restriction of HIV-1 Escape by a Novel Highly Broad and Potent Neutralizing Antibody“ an der Medizinischen und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln konnte Dr. Dr. Philipp Schommers sich den ersten Platz in der Sektion Natur- und Technikwissenschaften des Deutschen Studienpreises 2021 der Körber-Stiftung sichern. In seiner wissenschaftlichen Arbeit befasst sich Dr. Dr. Schommers, Facharzt und Clinician Scientist an der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln, insbesondere mit der Untersuchung breit-neutralisierender Antikörper gegen HIV. Die Dissertation ist im Rahmen des Interdisziplinären Programms Molekular Medizin (IPMM) und durch die Förderung des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) entstanden.

HIV-Infektionen haben bereits 35 Millionen Todesopfer gefordert, immer noch sterben weltweit 700.000 Menschen jährlich an AIDS. Antikörper können eine neue und effektive Option zur Behandlung und Prävention von HIV-Infektionen darstellen. Die Entstehung von resistenten Virus-Varianten stellt derzeit jedoch noch eine wichtige Hürde auf dem Weg zur breiten klinischen Anwendung von Antikörpern dar. In der prämierten Dissertation beschreibt Dr. Dr. Schommers die Entdeckung des neuen Antikörpers „1-18“. Seine Arbeiten wurden im Labor für Experimentelle Immunologie unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Florian Klein, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Köln, durchgeführt und konnten zeigen, dass der Antikörper „1-18“ erfolgreich Mutationen des Virus und damit Resistenzen verhindert. Mit dieser besonderen Eigenschaft bietet der breit-neutralisierende Antikörper 1-18 eine Möglichkeit für neue immunologische Therapieformen und könnte auch dazu beitragen, HIV Infektionen zu verhindern


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Zur Pressemitteilung der Uniklinik Köln.