DIVI Intensivregister zeigt Kapazitäten für COVID-19-Behandlung in Kliniken in NRW

Kliniken mit Intensivstation müssen ab sofort ihre aktuellen Bettenkapazitäten an das DIVI-Intensivregister melden. Daten zu Kapazitäten zur COVID-19-Intensivbehandlung sind tagesaktuell abrufbar. Über 300 Kliniken aus NRW sind registriert.

Intensivstation, Beatmungsmonitor, Patient

Intensivkapazitäten mit Beatmungsmöglichkeiten auf einen Blick.

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Seit kurzem können Sie mit dem Intensivregister der DIVI schnell und unkompliziert freie Intensivbetten von Krankenhäusern online abfragen. Die tägliche Meldung ihrer Bettenkapazitäten ist für Kliniken mit Intensivstationen inzwischen verbindlich.

Vorrangiges Ziel des DIVI-Intensivregisters ist, die Verfügbarkeiten von Beatmungsbetten und von erweiterten Therapiemaßnahmen bei akutem Lungenversagen in Deutschland sichtbar zu machen. Dies kann zur krankenhausübergreifenden Kapazitätsplanung bei der Behandlung von COVID-19-Patientinnen und -Patienten genutzt werden.

Aktuell werden Intensivkapazitäten von mehr als 1.200 Kliniken zentral erfasst, davon über 300 aus NRW. Zu den ausgewerteten Daten gehören beispielsweise die Anzahl der belegten Betten, die Anzahl der insgesamt belegbaren Betten sowie die Einschätzung, wie viele Neuaufnahmen in den kommenden 24 Stunden möglich wären. Darüber hinaus werden auch die Kapazitäten an nicht-invasiven und invasiven Beatmungsmöglichkeiten abgefragt. Auch vorhandene Plätze zur zusätzlichen extrakorporalen Membranoxygenierung (ECMO), bei denen eine Maschine teilweise oder vollständig die Atemfunktion von Patienten übernimmt, werden im DIVI-Intensivregister erfasst. NRW steht bislang verhältnismäßig gut da: Rund 40 % der insgesamt etwa 7.100 Intensivbetten (Stand: 22.04.2020) sind zur Zeit noch frei. Die Zahl der insgesamt vorhandenen Intensivbetten ist in den letzten Monaten deutlich erhöht worden.

Das nächste Ziel für die Weiterentwicklung des Registers stellt die Entwicklung valider Modelle zur Vorhersage der Auslastung von Intensivstationen dar.

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