Coronavirus-Forschung

Neue Fördermöglichkeiten für Forschung zu Covid-19 bzw. Sars-CoV-2; Highlights zur virologischen Forschung aus NRW

Coronovirus mit Erdball

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Das BMBF möchte die Forschung zum neuen Coronavirus SARS-CoV2 beschleunigen. Deshalb wurde ein neuer Förderaufruf mit stark beschleunigtem Auswahlverfahren veröffentlicht. Lesen Sie auch dazu die Pressemitteilung des BMBF. Details zum Förderaufruf finden Sie hier.

Auf europäischer Ebene hat die IMI (Innovative Medicines Initiative) einen Call zur Entwicklung von Diagnostik und Therapie herausgegeben, Details dazu hier.

[Update] Auch die DFG hat eine Förderinitiative zur Erforschung von Epidemien und Pandemien anlässlich des Ausbruchs von SARS-CoV-2 aufgelegt. Details dazu hier.

Die Impfstoffentwicklung wird getrennt dazu über CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations) auf Hochtouren vorangetrieben, siehe auch Pressemitteilung BMBF.

Nordrhein-Westfalen ist ein wichtiger Standort für die virologische Forschung in Deutschland.

Exemplarisch einige Highlights:

  • Das Institut für Molekulare Virologie in Münster forscht unter anderem zu Influenza-Viren.
  • Der Standort Köln-Bonn ist am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) beteiligt.
  • Forscher von der Universität Bielefeld untersuchen in einem internationalen Projekt mit Hilfe großer genomischer Datenmengen, welche Eigenschaften von Viren besonders gefährlich sind. Mehr dazu hier.
  • In der Abteilung für Molekulare und Medizinische Virologie der Universität Bochum wurden gemeinsam mit der Universität Greifswald Studien dazu durchgeführt, wie lange Coronaviren auf Oberflächen aktiv bleiben. Die Ergebnisse wurden jetzt besonders schnell veröffentlicht, da die Ergebnisse aller Voraussicht nach auf das neue SARS-CoV2 übertragbar sind. Mehr dazu hier.
  • Und nicht zuletzt hat die Hildener Firma Qiagen auf Grundlage eines existierenden Testsystems einen Schnelltest entwickelt, mit dem SARS-CoV2 innerhalb einer Stunde nachgewiesen werden kann. Der Test befindet sich in der Zulassung, und wird zurzeit in China und Frankreich in klinischen Studien an Patientinnen und Patienten getestet. In den USA ist das Gerät in ein beschleunigtes Test- und Zulassungsverfahren aufgenommen worden. Andere Geräte von Qiagen dienen dazu, Proben für die nachfolgende Real-Time-PCR aufzubereiten (eine Voraussetzung für den Nachweis des Erregers). Mehr dazu hier.