Corona-Forschung in Bonn: DZNE startet groß angelegten Bluttest

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) bittet rund 5.000 Teilnehmende der sogenannten „Rheinland Studie“ um einen Bluttest. Die Reihenuntersuchung soll zeigen, wie viele Menschen bereits mit SARS-CoV-2 infiziert waren.

repräsentative Bevölkerungsstudie in NRW

Das DZNE lädt die Teilnehmer der "Rheinland Studie" ein, die Forschung zum neuartigen Coronavirus zu unterstützen.

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Das Blut der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer soll auf Antikörper gegen das Coronavirus getestet werden. Durch Abgleich dieser Befunde mit Daten über Gesundheit, Lebensstil und Immunstatus, die im Zuge der "Rheinland Studie" größtenteils bereits erhoben wurden, erhoffen sich die Forschenden neue Erkenntnisse über den Erreger und darüber, wie diverse Gesundheitsfaktoren sich auf eine Coronavirus-Infektion auswirken.

Die „Rheinland Studie“ arbeitet bei diesem Projekt eng zusammen mit dem Institut für Virologie am Campus Charité Mitte. Dessen Direktor, Prof. Christian Drosten, war von dieser Möglichkeit, das Coronavirus besser kennenzulernen, rasch überzeugt. Sein Labor wird die in Bonn gesammelten Blutproben auf spezifische Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Virus untersuchen.

Die "Rheinland Studie"

Das Projekt profitiert davon, dass alle Teilnehmenden der "Rheinland Studie" umfangreich untersucht werden. Diese Bevölkerungsstudie des DZNE erforscht seit 2016 Faktoren für ein gesundes Leben. Rund 5.000 Erwachsene aus Bonn sind inzwischen daran beteiligt. Von jedem Einzelnen liegen detaillierte Informationen über dessen Gesundheit vor, etwa über Grunderkrankungen, Lebensstil, Ernährung, körperliche Fitness und das Immunsystem,

Die "Rheinland Studie" ist eine Bevölkerungsstudie im Raum Bonn. Sie untersucht, welche Schutz- und Risikofaktoren die Gesundheit von Erwachsenen bis ins hohe Alter beeinflussen. Die Ergebnisse sollen zur Gesundheitsförderung und zur  Vorbeugung sogenannter Volkskrankheiten wie etwa Alzheimer beitragen. Die Studie wird vom DZNE durchgeführt und vom BMBF sowie dem Land NRW gefördert.

Weiterführende Informationen:

Pressemitteilung des DZNE vom 21.04.2020

Informationen über die Rheinland Studie des DZNE