COVID-19 Immunität: HDZ NRW veröffentlicht neue Studie zum Nachweis von Antikörpern bei Blutspenden

Eine aktuelle Studie des Instituts für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, hat bei nur ca. 1% der  Blutspenden aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen Antikörper gegen das SARS-CoV-2 Virus gefunden.

Anhaltspunkte für tatsächliche Infektionszahlen

Anhand der Heinsberg-Studie wurden bereits Infektionszahlen in Hot-Spot Regionen der COVID-19-Pandemie nachvollzogen. Dort wurden bei ca. 15% der untersuchten Personen Antikörper gegen SARS-CoV-2 gefunden.

Prof. Dr. Cornelius Knabbe (Mitte), PD Dr. rer. nat. Tanja Vollmer und Dr. rer. nat. Bastian Fischer, Institut für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin am HDZ NRW, Bad Oeynhausen

Prof. Dr. Cornelius Knabbe (Mitte), PD Dr. rer. nat. Tanja Vollmer und Dr. rer. nat. Bastian Fischer, Institut für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin am HDZ NRW, Bad Oeynhausen

Foto: Marcel Mompour

Eine breit angelegte Untersuchung für Blutspenden aus dem Zeitraum März bis Juni diesen Jahres hat nun  Privatdozentin Dr. Tanja Vollmer am HDZ NRW durchgeführt. Dafür hat Sie und Ihr Team das Blut von insgesamt 3.186 Blutspendern aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen im Zeitraum März bis Juni diesen Jahres untersucht. Dabei konnten nur bei 29 von 3.186 Blutspenden, also unter 1% Antikörper gegen SARS-CoV-2 nachgwiesen werden.

Prof. Dr. Cornelius Knabbbe, Direktor des Instituts für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin am HDZ NRW ordnet die Ergebnisse der Studie ein. "Die Ergebnisse unserer Studie lassen jetzt Rückschlüsse auf einen mit knapp 1 Prozent eher niedrigen Durchseuchungsgrad der Bevölkerung in den untersuchten Bundesländern (NRW, Hessen, Niedersachsen) zu.“ Aus Sicht von Prof. Knabbe bestätigen die Ergebnisse die derzeitigen Erkenntnisse über einen bislang milden Verlauf der Infektion in Deutschland.

Zur vollständigen Pressemitteilung des HDZ NRW.