Antikörpertherapie gegen COVID-19

Das Herz- und Diabeteszentrum NRW will die Antikörper im Blutplasma genesener Patienten im Kampf gegen SARS-CoV-2 einsetzen

Antikörper in Blutplasma

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Das Herz- und Diabeteszentrum (HDZ) NRW in Bad Oeynhausen hat Genehmigung zur Herstellung und Anwendung von therapeutischem Plasma bekommen.

Nach einer überstandenen SARS-CoV-2-Infektion befinden sich im Blutplasma der Genesenen Antikörper gegen das Virus. Diese könnten schwerkranken COVID-19-Patientinnen und Patienten helfen. Die Anwendung von therapeutischem Plasma hat bei Influenza-Patienten bereits gute Ergebnisse erzielt. In China gab es bereits erste Versuche mit dem Verfahren bei COVID-19-Patienten. Auch in den USA wurde das Verfahren kürzlich zugelassen.

Das HDZ sucht aktuell nach Personen, die eine Coronavirusinfektion überstanden haben. Die Forscher hoffen, bereits im April mit ersten Anwendungen im Rahmen von Heilversuchen beginnen zu können. Wenn sich das Verfahren bewährt, könnte es in wenigen Wochen oder Monaten flächendeckend als Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung des Herz- und Diabeteszentrums Bad Oeynhausen

Artikel bei Spiegel.de zur Antikörpertherapie

Interview mit Prof. Dr. Cornelius Knabbe, Leiter des Instituts für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin am HDZ